Von Christina Schaper am 02. November 2005 um 16:13

,,CHIMANSOMANSO’’ – MEDIENKUNST GEGEN AIDS


Liebe Beta-City-Leser,

Die Galerie Zukunftslabor präsentiert vom 16. bis 27. November
,,CHIMANSOMANSO’’ - das deutsch-sambische Medienkunstprojekt des
Stuttgarter Medienkünstlers Wolf Helzle - in der Alexanderstr. 164 B in
Stuttgart.

Chimansomanso, ist sambisch (Nyanja-Dialekt) und bezeichnet Menschen, die
ganz beiläufig Flirten und Sex haben. Zehn Tage inszenierte der Stuttgarter
Künstler im Oktober das Projekt an öffentlichen Plätzen in Sambia, begegnet
Politikern und sambischen Künstlern. Die Galerie Zukunftslabor zeigt -
erstmals in Deutschland – Projektionen, Filme und fotografische Arbeiten in
denen Helzle seine Eindrücke in Sambia aufarbeitet und dokumentiert.

Vernissage:
16. November 2005, Beginn 20 Uhr mit ausführlichen Reiseberichten von Wolf
Helzle

Finissage:
27. November 2005, Beginn 16 Uhr mit afrikanischer Live-Musik

öffnungszeiten:
Mittwoch – Sonntag 16 bis 19 Uhr und gerne nach Vereinbarung.

Ort:
Galerie Zukunftslabor, Alexanderstr. 164 B, 70180 Stuttgart, Tel. 0711 /
4709944, http://www.Galerie-Zukunftslabor.de





Pressetext:

,,CHIMANSOMANSO’’ – MEDIENKUNST GEGEN AIDS

Chimansomanso ist sambisch (Nyanja-Dialekt) und bezeichnet Menschen, die
beiläufig Flirten und mit wechselnden Partnern Sex haben. Ein riskantes
Verhalten in einem Land mit einer HIV-Infizierungsrate von über 20 Prozent.
Aids ist ein Thema in Sambia, doch wie bei uns sind herkömmliche
Anti-Aids-Kampagnen beim Durchbrechen des Teufelskreises aus Leichtsinn,
Angst vor Stigmatisierung und Nicht-wissen-wollen meist erfolglos. Umso
erstaunlicher, dass ausgerechnet das Zambia National Visual Arts Council
(VAC), die wichtigste Künstlervereinigung in Sambia, einen anderen, einen
künstlerischen Weg beschreitet. Auf Initiative des sambischen Künstlers
Chanda Mwenya hat das VAC Wolf Helzle eingeladen, seine Medienkunstarbeit
,,… und ich bin ein Teil’’ im Kampf gegen Aids einzusetzen.

Anfang Oktober, nach eineinhalb Jahren Vorbereitung, reiste Helzle in die
Sambische Hauptstadt Lusaka, um ,,CHIMANSOMANSO’’ an öffentlichen Plätzen zu
inszenieren. Er begegnete Politikern und sambischen Künstlern und führte
zahllose Gespräche mit den Menschen auf der Straße. Helzle fotografierte 550
Personen für ,,CHIMANSOMANSO’’. Diese Portraits projizierte er mit einem,
speziell dafür entwickelten, Echtzeitmorphing-Verfahren auf große Leinwände
an einem belebten öffentlichen Platz. Die fließende Umwandlung eines
Portraits in ein anderes veranschaulicht auf eindrucksvolle Weise, dass
jeder Einzelne ein Teil der Aids-Problematik ist, egal ob infiziert oder
nicht. Gleichzeitig zeigt die Arbeit deutlich, welche Verantwortung ein
Chimansomanso hat. Denn es geht nicht nur um sein Ego, die Befriedigung
seiner momentanen sexuellen Bedürfnisse, sondern sein Verhalten ,,vererbt’’
sich weiter.

Die Galerie Zukunftslabor zeigt - erstmals in Deutschland – Projektionen,
Filme, fotografische Arbeiten und Multiples in denen Helzle seine Arbeit in
Sambia aufarbeitet und dokumentiert.

Das ,,CHIMANSOMANSO’’ Projekt überzeugt die Galeristin Juliane Spitta in
vielerlei Hinsicht und sie freut sich besonders, dieses Projekt in der
Galerie Zukunftslabor zeigen zu können. Es sei schon außerordentlich
bemerkenswert, dass Chanda Mwenya das VAC davon überzeugen konnte, dass die
Bilder, die Helzle erzeugt, in den Köpfen und Herzen der Menschen in Sambia
tatsächlich eine Verhaltensänderung bewirken könnten. ,,Die Tatsache, dass
hier zeitgenössische Kunst in den Dienst einer Anti-Aids-Kampagne gestellt
wird und nicht im Museum, sondern auf öffentlichen Plätzen stattfindet,
sowie die ganz ungewöhnlichen und eigenen Organisationswege verdeutlichen
auf hervorragende Weise die Philosophie der Galerie Zukunftslabor.’’

Das Projekt ,,CHIMANSOMANOS’’ wurde von der Deutschen Botschaft in Sambia
unterstützt und ausschließlich von Spendern finanziert.




Das Reise-Tagebuch des Künstlers finden Sie unter
http://www.chimansomanso.helzle.com <http://www.chimansomanso.helzle.com/> in der
Rubrik Aktuelles




Informationen zum Künstler:

Wolf Helzle (geb. 1950 in Göppingen) studierte Malerei an der Freien
Kunstschule in Stuttgart, bevor er sein Studium an der Hochschule für
bildenden Künste in Kassel bei Prof. Harry Kramer fortsetzte. Seit 1996 lebt
und arbeitet er als freischaffender Medienkünstler wieder in Stuttgart. Vor
fünf Jahren übernahm Helzle an der Fachhochschule für Gestaltung in
Schwäbisch Hall eine Stelle als Dozent für Medienkunst. Ab Januar 2006 ist
er mit einem Atelierstipendium im Künstlerhaus Stuttgart vertreten.

Eines der zentralen Themen seiner künstlerischen Arbeit ist die Frage nach
der Beziehung zwischen Individuum und Gesellschaft. Dieser Frage geht er in
verschiedenen Teilen der Welt nach. Spätestens mit seiner viel beachteten
Ausstellung ,,Freiwillige Selbstauskunft’’ im Württembergischen Kunstverein
2002 machte sich Helzle einen Namen über die Region hinaus. Heute ist der
Stuttgarter Medienkünstler mit Projekten und Ausstellung rund um den Globus
vertreten. Japan, Südkorea, Nordirland, Frankreich und Spanien waren einige
seiner Stationen in den letzten zwei Jahren.

Weitere Informationen unter http://www.helzle.com <http://www.helzle.com/>




Informationen zur Galerie Zukunftslabor:

Anfang 2005 öffnete die Galerie Zukunftslabor in Stuttgart ihre Pforten. Die
Galeristin Juliane Spitta begreift – anders als viele ihrer Kollegen - Kunst
als Arbeit im Zukunftslabor und erwartet von ihren Künstlern nicht nur
künstlerische Kompetenz, sondern auch ein damit verbundenes
gesellschaftliches Engagement. ,,Es geht hier um eine Kunst, die Brücken
bauen kann zwischen innen und außen, Theorie und Praxis, Einzelnen und
Gruppen, zwischen Kulturen und Nationen. Es geht um eine Kunst, die Modelle
liefern und einen Beitrag leisten kann für die vielen anstehenden kleinen
und großen Veränderungen und um Künstler, die in dieser Hinsicht mutige und
originelle Schritte unternehmen.’’

Die Galerie Zukunftslabor will mehr sein als ein Ort, wo Kunst betrachtet
und gehandelt wird - sie will ein Forum sein für Menschen, die neue Wege
suchen und realisieren.

Weitere Informationen unter http://www.galerie-zukunftslabor.de
<http://www.galerie-zukunftslabor.de/>




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Interviewwünsche kontaktieren Sie bitte

Christina Schaper _ Public Relations & Kommunikationsberatung
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