Von Cornelia Lund am 24. Mai 2005 um 11:37

extra muros:
27.05.2005 fluctuating images zu Gast bei Project 101, Paris, mit den
Ausstellungsprogrammen "media flow. videoventure on electronic music. pt.1"
und "pt.2"
Project 101, 44 rue de Larochefoucauld, 75009 Paris, 21.00 h
http://www.project-101.com


28.5.-11.6.2005 „Hören und Sehen vergeht“, Ausstellung von Gundula
Schorr und Bernhard Kehrer (Berlin)

Vernissage: Samstag, 28. Mai 2005, 20.00 h
Ort: fluctuating images, Jakobstr. 3, Stuttgart Mitte

Hören und Sehen vergeht

Die Installation „Hören und Sehen vergeht“ des Künstlerpaars Gundula
Schorr und Bernhard Kehrer (Berlin) besteht aus 2 Teilen, die das Phänomen
Klang einerseits mit semantischer Bedeutung und andererseits mit dem Akt des
Sehens konfrontieren. „JaJaNeinNein“ kontrastiert die Eindeutigkeit
digitaler Kodierung mit der Vielschichtigkeit der im Sprechvorgang
konnotierten Subtexte. „Das Auge hört den Regen“ untersucht die
Verschränkung von akustischen und visuellen Prozessen in einer
Choreografie für Augenbewegungen.


JaJaNeinNein - Komposition für Kopf-Hörer
JaJaNeinNein lotet die klangliche Qualität einer Bitfolge aus, die der
binären Kodierung von JaJaNeinNein entspricht. 1 wird durch Sprecher
als Ja interpretiert, 0 als Nein. Die Wortfolge wird einmal durch eine
Männerstimme und einmal durch eine Frauenstimme gemäß einer
Klangpartitur interpretiert, die das Klangmaterial nach musikalischen
Parametern innerhalb der durch die Bitfolge vorgegebenen Form organisiert
und den semantischen Gehalt auf seine emotionalen Möglichkeiten hin
überprüft.
Die Wiedergabe der beiden Sprachreihen geschieht parallel durch Kopfhörer,
spielt mit den Möglichkeiten der überlagerung und Mischung der Kanäle
(rechts links) und untersucht so die Wahrnehmung der semantischen
Ereignisse als Affirmation oder Auslöschung, Diskurs oder Stillstand.
JaJa, JaNein, NeinNein, NeinJa.


Das Auge hört den Regen - Choreographie für 4 Monitore und 2 Augen
Die Arbeit spielt mit den Bewegungs- und Interaktionsmöglichkeiten von
zwei bildfüllend aufgenommen Augen auf 4 Monitoren. Die Monitore fungieren
als Bühne, die Augen als Darsteller. Das Ganze wird in zwei Videosäulen
angeordnet, die jeweils aus zwei in die entgegengesetzte Richtung
blickenden Monitoren besteht. Durch die Vorder- und Rückseite entsteht
eine räumliche Situation, die eine Bewegung der Bildelemente nicht nur
innerhalb der einzelnen Screens, sondern im Raum ermöglicht – innerhalb der
durch die Screens gesetzten Grenzen. Die Choreographie arbeitet mit dem
Bewegungsrepertoire des Auges wie Irisbewegung, öffnen, Schließen,
Lidschlag als Parameter der Kommunikation zwischen den beiden Augen.
Im Bereich Ton wird mit einem übergang vom diffusen leisen Geräusch,
vom weißen Rauschen, einem Regengeräusch, hin zur Formantenformung, also
Vokalformung gearbeitet.

Die Ausstellung wird kuratiert von Vivien Moskaliuk und Florian Härle
und ist ein Nachwuchskuratorenprojekt von fluctuating images. Sie wird
gefördert von der LBBW, http://www.siegert.cc und visuarte.

öffnungszeiten:
Vernissage: Samstag, 28. Mai 2005, 20.00 h
Donnerstag 18.00-20.00 h, Samstag und Sonntag 16.00-18.00 h und auf
Anfrage:


fluctuating images. contemporary media art
Jakobstr. 3
D-70182 Stuttgart
T: ++49/(0)711/5051114
E:
I: http://www.fluctuating-images.de

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