Von Benjamin Fischer am 30. Juni 2005 um 13:09

From: "Jan Kroeger" <>
Subject: Kunstkongress im Kunstherbst Berlin 2005
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Kunst Macht Politik?
Eine Erkundung des Wirklichkeitsbezugs aktueller Künste
Berlin, 23.-24. September 2005

Die Heinrich-Böll-Stiftung wird innerhalb des Berliner Kunstherbstes
2005
einen Kongress ausrichten, der die Wechselbeziehungen zwischen Kunst und
Politik untersucht. Dabei soll die Kunst nicht nur thematisch und
indirekt
zu Wort kommen, sondern sich auch in der ihr eigenen Sprache äußern
können:
Neben Diskussions- und Vortragsveranstaltungen werden künstlerische
äußerungen eine zentrale Rolle spielen. Auch die Politik soll nicht nur
als
(oft sachfremder) Förderer oder Auftraggeber ins Spiel kommen, sondern
als
Gesprächspartner. KunstproduzentInnen, Kunstkritiker- und
theoretikerInnen
sowie PolitikerInnen sind eingeladen, gemeinsam zu überlegen, wie
Politik
ins (Kunst)spiel kommt und umgekehrt.

KUNST MACHT POLITIK versteht sich als Plattform für Vorträge,
Diskussionen
und künstlerische äußerungen.

Sieben KuratorInnen aus der Berliner Szene konnten dazu gewonnen werden:
Ulrike Kremeier, plattform; Dirk Dotzert, film.lounge.berlin; Dr. Thomas
Wohlfahrt, literaturwerkstatt; Julia Gerlach, Klangquadrat; Olaf
Kretschmar,
clubcommission; Andreas Broeckmann/Vera Tollmann, transmediale; Barbara
Friedrich, Tanztage.


PROGRAMM

Freitag, 23. September 2005

16.00 -18.00 Uhr
Offenes Kunstprogramm

18.00 Uhr
Begrüßung und Eröffnung

18.15 - 19.00 Uhr
Eine kleine Ikonographie der Macht
Politiker vor zeitgenössischer Kunst in Bild und Text
Vortrag von Wolfgang Ullrich

19.15 - 21.00 Uhr
Panel 1: Kunst in Berlin - Kunst aus Berlin
Gibt es so etwas wie das Markenzeichen "Kunst aus Berlin" oder Made in
Berlin? Wie sieht die nicht-institutionalisierte Kunstlandschaft heute
aus?
Mit welchen Mitteln, Allianzen und Strategien agieren die Künstler in
der
freien Szene?
Mit Jörg Heiser (angefragt), Rene Pollesch (angefragt) u.a.
Moderation: Alice Ströver (Kultur- und medienpolitische Sprecherin der
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus Berlin)

21.00 Uhr
Abend-Snack

21.30 - 23.15 Uhr
Performance und Kunst


Samstag, 24. September 2005

10.00- 12.00 Uhr
PANEL 2: Wie und auf welche Weise ist Kunst politisch? - Gibt es eine
Repolitisierung in der zeitgenössischen Kunst?
Spätestens seit der vorletzten "Documenta" ist die Rede von der
Repolitisierung der Künste Allgemeingut. Ist aber die offensichtliche
und
direkte Thematisierung aktueller Nöte und politischer Missstände
wirklich
Kennzeichen einer politisch wirksamen Kunst? Was - außer dem Auge des
Betrachters - macht ein Kunstwerk politisch und wie macht die Kunst
Politik?
Mit Dr. Barbara Steiner, Christoph Winkler u.a.
Moderation: Prof. Dr. Ruth Sonderegger

12.00 - 13.00 Uhr
Mittagessen

13.00 - 16.00 Uhr
Themenforen

13.00 - 16.00 Uhr
Forum 1: Globalisierung im eigenen Kopf - Künstler und Klischees über
Künstler in einer vernetzten Welt
KünstlerInnen sind heutzutage oft in weltumspannenden Netzwerken
zuhause:
Sie konfrontieren sich mit unterschiedlichen kulturellen
Ausdrucksformen und
integrieren diese in ihre Kunst. Sind Künstler per se kosmopolitisch und
interkulturell, weil sie sich auf besondere Weise mit Sinngebungen
anderer
Kulturen auseinandersetzen?
Kurator: Dr. Thomas Wohlfahrt, Literaturwerkstatt

Forum 2: Verabschiedung der Repräsentation - Zurück zur "Realität"? -
Formen
des Wirklichkeitsbezugs in der zeitgenössischen Kunst
Künstler tauchen heutzutage weniger als schöpferische Individuen als
vielmehr als Sammler, Ethnologen, Archäologen, Publizisten,
Spurensicherer
und Theoretiker ihres eigenen Tuns auf. Hat sich der Wirklichkeitsbezug
der
Künste in den vergangenen zehn Jahren tatsächlich geändert?
Kuratorinnen: Barbara Friedrich, Tanztage Berlin; Ulrike Kremeier,
plattform

16.00 - 16.30 Uhr
Pause

16.30 - 19.30 Uhr
Forum 3: Künstlerische Selbstorganisation - Praxis, Strategien, Effekte
In den vergangenen zehn Jahren hat sich auf der Basis von ökonomischer
Eigeninitiative, kollektivem Denken und internationalen
Vernetzungsbestrebungen eine Vielzahl selbstorganisierter Initiativen
entwickelt. Diese Strukturen sind wesentlich für die gegenwärtige
innovative
kulturelle Entwicklung in Berlin verantwortlich
KuratorInnen: Julia Gerlach, Klangquadrat; Olaf Kretschmar,
clubcommission
berlin

Forum 4: Skandal und Aufmerksamkeit - öffentlichkeitsarbeit als
Intervention
Wer Kultur macht, kämpft um öffentliche Aufmerksamkeit. Bewusst setzen
KünstlerInnen und Kulturschaffende Instrumente wie Humor, Skandal und
mediales Hacking ein, um ihre Arbeit sichtbar und wirksam werden zu
lassen.
KuratorInnen: Andreas Broeckmann/Vera Tollmann, transmediale

19.30 - 20.00 Uhr
Abendessen

20.00 - 21.30 Uhr
PANEL 3: Kriterien einer zeitgemäßen Kunstförderung und Kulturpolitik
Geht der Erfolg einer bestimmten Kunstrichtung wie beispielsweise der
gegenwärtige Vorrang kritischer Kunstpraxen auf Entscheidungen der
öffentlichen oder privaten Kunstförderung zurück? Was sind
Qualitätsmaßstäbe
für Kulturförderung? Besteht die Aufgabe des Kulturpolitikers vor allen
darin, nicht "marktfähige" oder nicht kostendeckende Kulturgüter zu
fördern?
Mit Claudia Roth (angefragt), Prof. Dr. Christoph Stölzl, Amelie
Deuflhard
(sophiensäle), Judith Siegmund u.a.
Moderation: Ralf Fücks, Vorstandsmitglied hbs

21.30 - 24.00 Uhr
Theater/Film/Performance


VERANSTALTUNGSORT
ARENA. Magazin und Glashaus
Eichenstraße 4
12435 Berlin-Treptow

KONTAKT
Dr. Britta Scholze
Heinrich-Böll-Stiftung
Rosenthaler Straße 40/41
10178 Berlin

T 030/285 34-238
F 030/285 34-108

http://www.boell.de


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