Von Karin Hinterleitner am 15. September 2005 um 19:30

„55“
AUSSTELLUNG UND AUKTION
23. – 30 Oktober 2005
Schwörhaus, Stadt Esslingen am Neckar

55 Künstler und Künstlerinnen von regionalem und internationalem Ruf haben sich spontan bereit erklärt, das Projekt von ‚ES hilft!’
zu unterstützen.

Am Sonntag, 23. Oktober um 11 Uhr wird Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger, der auch Schirmherr des Projekts Es hilft! ist,
gemeinsam mit Frau Dr. Renate Wiehager die Ausstellung ‚55’ eröffnen.

Die Künstlerinnen und Künstler haben eigene Werke zur Verfügung gestellt, die am Ende der Ausstellung zugunsten des Projekts
‚Ein Sozialheim für 250 Kinder’ von ‚Es hilft!’ versteigert werden.

Unter den Hammer kommen Arbeiten u. a. von Gia Edzgveradze,
1997 Vertreter für Russland im Russischen Pavillon auf der 46.
Biennale in Venedig; Rosalie, die nicht nur für ihre herausragenden
Bühnenbildern wie z. B. für ‚Der Ring des Nibelungen’ von Richard
Wagner bekannt wurde, sondern sich auch durch ihre Bilder, Objekte
und Installationen einen Namen gemacht hat, Jan Henderikse,
Mitbegründer der holländischen Gruppe ‚Nul’ - um nur wenige aus der
großen Anzahl hervorragender Künstler und Künstlerinnen zu
nennen. Allein die nebenstehende Liste der Namen verspricht
eine abwechslungsreiche und spannende Ausstellung, deren Werke
am Sonntag, 30 Oktober 2005 ab 11 Uhr durch die beiden
Auktionatoren Dr. Otto Rothfuß und Prof. Walter Schnerring
versteigert werden.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen Künstlerinnen und Künstlern,
die Ihre Arbeiten zu Gunsten des Projekts in Mullaittivu
zur Versteigerung zu Verfügung stellen.



öffnungszeiten Ausstellung:
23. - 30. Oktober 2005
Schwörhaus, Esslingen
geöffnet täglich von 11.00 – 19.00 Uhr

Auktion:
Sonntag, 30. Oktober 2005, Beginn 11 Uhr
Vorbesichtigung für die Presse nach telefonischer Absprache.


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‚ES hilft!’
Eine Initiative von Esslinger Kulturschaffenden, Künstlern, Gastronomen und engagierten BürgerInnen.

Die Flutkatastrophe in Südostasien im Dezember 2005 gab den Anstoß zu dem Projekt
‚ES hilft!’. Die Schreckensbilder der Katastrophe vor dem geistigen Auge, setzten sich
Kulturschaffende, Künstler und Gastronomen der Stadt Esslingen am Neckar an einen gemeinsamen Tisch um ein Projekt ins Leben zu
rufen, das es möglich macht, gezielt und nachhaltig an einem konkretem Ort genau auf Bedürfnisse der dort lebenden Menschen
einzugehen.
Bewusst wurde davon Abstand genommen, sich des einfacheren Weges über eine Spende zu bedienen, vielmehr soll agiert werden: mit der
Unterstützung eines konkreten Wiederaufbauprojekts an einem bestimmten Ort, welches über den Kontakt von Mensch zu Mensch in beide
Richtungen spürbar ist. Dabei wollen wir unser Hauptaugenmerk nicht auf eine touristische Region richten, in der der Wiederaufbau
allein aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus schneller zu erwarten ist, sondern in einer Region tätig werden, die Gefahr läuft,
vergessen zu werden. Eine solche Gegend ist die Region Mullaittivu im Nordosten Sri Lankas mit seiner tamilischen Minderheit.
Der Mullaittivu-Distrikt wurde schwer getroffen: über 5000 Familien mussten vor dem Tsunami flüchten. 3.000 Menschen sind gestorben,
2.500 sind verletzt, 1.300 gelten als vermisst. 11.900 Menschen leben jetzt in Wohlfahrtszentren, 9.200 sind bei Verwandten
untergebracht. 600 Häuser wurden teilweise zerstört, 3.400 vollständig. Die TRO unterhält in diesem Bezirk 23 Auffangstationen in
denen Hunderte von Waisenkindern leben.

DAS PROJEKT

Ein Sozialheim für 250 Kinder
Von der zentralen Vergabestelle der BRD „Inwent“, wurde uns ein Projekt angeboten:
Der Wiederaufbau eines Sozialheimes für 250 Kinder in der von Tamilen bewohnten Region Mullaittivu im Nordosten Sri Lankas.
Die für das Projekt zuständige Hilfsorganisation ist die Tamilische Rehabilitations Organisation (http://www.TRO-Germany.de) oder
(http://www.troonline.org/de). Die TRO ist eine freie Organisation und eingetragen im Konsortium für Humanitäre ämter (CHA) in Sri Lanka.
Die TRO wurde uns von Inwent als absolut förderungswürdig empfohlen.
Das Konzept der TRO besteht darin, bei der Durchführung ihrer Projekte immer mit den Leitern und Organisationen vor Ort auf
Gemeindeebene zusammenzuarbeiten. Auf eine überdurchschnittlich fundierte Schulausbildung und besondere Betreuung von
traumatisierten Kindern wird besonders viel Wert gelegt, um die Chancen der Benachteiligten auszugleichen.

Senthalier Illam, „Weiches Schösslingsheim“, war vor der Flutwelle ein Kinderheim für über 150 Waisen und unterpriviligierte Kinder.
Darunter auch 30 Kleinkinder, die den Kindergarten der Schule besuchten. Als der Tsunami einbrach, befanden sich 113 Kinder in der
Schule. Die meisten von ihnen wurden getötet. Kinder, die gerettet wurden, starben später durch den Mangel von geeigneten
Medikamenten.

Auf dem neuen in Frage kommenden, sicher gelegenen Areal (15 ha) werden zurzeit ein Kindergarten, eine Grundschule und eine
weiterbildende Schule gebaut. Dieses Zentrum wird durch das Waisenhaus ergänzt. Somit sind notwendige Infrastruktureinrichtungen
(Wasser, Strom, usw.) vorhanden.

Bei unserem Projekt ist die Finanzierung zu einem Teil gesichert, sodass mit dem Bau der ersten Gebäude im Juli 2005 begonnen werden
konnte. Bis Dezember sollen die Rohbauarbeiten abgeschlossen sein, da in Sri Lanka dann die 3-monatige Regenzeit beginnt. Der Bau
unseres Waisenhauses wird vor Ort von einem Mitarbeiter der TRO betreut, überwacht und dokumentiert, sodass wir ständig über den
aktuellen Stand informiert sind.


Um die für das Projekt notwendigen Gelder einzuspielen gibt es seit Anfang des Jahres eine Reihe verschiedenster Veranstaltungen,
deren Erlöse ausschließlich in das Projekt fließen.
Um nur einige zu nennen:

· Benefizkonzerte von „funkbrueder und gäste“ und „Jive Injector“
· einen Krimi-Flohmarkt
· „sechsundzwanzig“ - Ein Benefizkonzert mit sechsundzwanzig Musikerinnen und Musikern
· eine Tombola an den Esslinger Gartentagen
· Kulinarisches Kino
Film „Zimt und Koriander“ & dreigängiges Menü im Kommunalen Kino Esslingen / LUX in Zusammenarbeit mit dem Restaurant am
Schlachthof

Wir streben keine anonyme und einmalige Spende an, sondern unterstützen ein Projekt, dass für jeden Mithelfenden und Spender
nachvollziehbar und transparent ist -
Wir wollen helfen, aber gleichzeitig auch hier bei uns Gedanken anstoßen. Wir sehen in einem Kinderhilfsprojekt in Sri Lanka für die
Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger die große Chance, sich mit dem Thema länger und intensiver zu beschäftigen.

Unser Ziel ist, das Esslinger Hilfsprojekt unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger in enger
Zusammenarbeit mit der Esslinger Stadtverwaltung, mit Schulen, Vereinen, Gastronomen, Veranstaltern und Firmen zur Sache der ganzen
Stadt zu machen.

Initiatoren:

Bärbel Götz, Café Mayer / Jörg Mayer, Erika Mayer-Jüstel, Christian A. Koch, Christopher Dikel / Kulturprogramm LUX, Erich Koslowski
/ Kabaret der Galgenstricke, ES-Märkte / Til Maehr, Jutta Fahrion / Referat Städtepartnerschaften, Firma Hengstenberg / Steffen
Hengstenberg / Katja Bauer, Friedhelm Röttger, Angelika Hein-Röttger, Kommunales Kino Esslingen / Sabine Merkle, Sibylle Tejkl,
LUX - Gastronomie im kommunalen Kino Esslingen / Michaela Schlemper, Joachim Hoffmann, Martin Oswald, Tine und Theo Sommer /
Restaurant am Schlachthof, Tanja Westendorf

Ausführlichere Informationen finden Sie auf unserer Homepage http://www.esslingen-hilft.de

Spendenkonten:
Kreissparkasse: Nr. 900 423 BLZ 611 500 20
Volksbank Esslingen: Nr. 102 000 000 BLZ 611 901 10
Kennwort (bitte immer angeben): Spende Fluthilfe Südostasien

Information:Jutta FahrionReferat Städtepartnerschaft Stadt Esslingen am Neckar73728 EsslingenE-Mail:
Telefon 0711 / 35 12- 2735
Eine Initiative von Esslinger Kulturschaffenden, Künstlern, Gastronomen und engagierten BürgerInnen.


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