Von Karin Hinterleitner am 23. November 2004 um 11:33

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Brigitte.Morhardt @ esslingen.de
Gesendet: Montag, 22. November 2004 16:36
Rübenfeld"


Pressemitteilung:
Nummer: 0510
Datum: 2004-11-22

R E S S E M I T T E I L U
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------|
| Harald Braun |
villaMERKEL|BAHNWäRTERhaus|
| | Galerien der Stadt
Esslingen|
| Spolien, Zeichnung, Rübenfeld | am
Neckar|
| | Pulverwiesen 25,
D-73728|
| |
Esslingen|
| Villa Merkel | T. +49 711
3512-2640 Fax|
| Galerien der Stadt Esslingen am Neckar |
?2903|
| 12. Dezember 2004 ? 6. Februar 2005 |
e-mail:|
| |
|
| |
http://www.villa-merkel.de|
| | Information: Andreas
Baur,|
| | Bettina
Besler|
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------|





Die Villa Merkel, Galerien der Stadt Esslingen, zeigt vom 12. Dezember 2004
bis 6. Februar 2005 in einer umfassenden Einzelausstellung Arbeiten des in
Stuttgart lebenden Künstlers Harald Braun. Neben Betonplastiken und
Betonreliefs, neben digitalen Großbilddrucken, teils mit Textilbahnen
vernäht, wird erstmals in der Villa Merkel umfassend auch das zeichnerische
Werk des Künstlers gezeigt.

Die Zeichnungen Harald Brauns können als Bindeglied der verschiedenen
Werkgruppen des Künstlers angesehen werden. Als Scharnier zwischen Beton-
sowie Textilarbeiten und der freigehaltenen Rede folgen sie einer
ausgefeilten, an überraschungen reichen ars combinatoria, einer
ausgeprägten Lust, sich, in kaum mehr kontrollierbaren assoziativen
Strömen, der Alltags-, Kunstwelt und der eigenen Positionen zu versichern.

Was immer in den Gesichts- und Gedankenhorizont des Künstlers rückt,
Ansichts- und Kunstpostkarten, Textilien, Zeichnungen, Fotos oder
Alltagsgegenstände, kann in seinen Reden, die er seit 1993 als
eigenständige Kunstform entwickelt, einer kurzweiligen und überraschenden
Verknüpfung der Worte anheimfallen. Offene und gebundene Fragmente, einem
Suchbild ähnlich, werden in den Zeichnungen zu "barocker" Fülle getrieben
oder als Emblem mit Fernwirkung exponiert. Harald Brauns Zeichnungen
fokussieren ? wie seine Reden ? nicht das primär Offenkundige, sondern das
in Hirnwindungen Deponierte oder das als Raubstück Erbeutete (Spolie).
Einer assoziativen Praxis folgend, kombiniert er diese in mindmapartiger
Struktur neu. Harald Braun verdichtet in seinen Blättern Spolien aus den
Bereichen Malerei, Mode, Alltagskultur und Geschmacksfragen zu Bild- und
Wortkörpern, zu Gedankenräumen von existenzieller und dennoch humorvoller
Dimension.

Die eigens für die Räume der Villa Merkel konzipierten Rübenfelder lassen
wertvollen Bronzeguss und die profane Futterfrucht in einem visuell
geschmackvollen Stoffarrangement eine Symbiose eingehen.

Harald Braun ist einer der eigenständigsten Künstler der mittleren
Generation in der Region Stuttgart und darüber hinaus. Deshalb, und weil er
schwer zugängliche, teils essenzielle Bereiche thematisiert, freuen wir uns
auf eine spannende und lustvolle Ausstellung mit zwei begleitenden
Publikationen.





Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Museum Haus Lange, Krefeld.
Anlässlich der Ausstellung in der Villa Merkel und dem Fokus auf dem
zeichnerischen Werk Harald Brauns erscheint eine den Hauptkatalog
ergänzende Publikation, die sich ausschließlich den Zeichnungen des
Künstlers widmet.



Andreas Baur

Leiter der Galerien der Stadt Esslingen





Für die Medien:

Harald Braun ? Spolien, Zeichnung, Rübenfeld wird am Sonntag, 12. Dezember
2004 um 11.00 Uhr eröffnet. Hierzu, sowie zu einer Vorbesichtigung der
Ausstellung am Freitag, 10. Dezember 2004, 11 Uhr, sind die Vertreterinnen
und Vertreter der Presse und Medien herzlich eingeladen ? der Künstler wird
zu beiden Anlässen anwesend sein.



Katalog (Texte von Ralf Christofori und Rolf Bier), 64 Seiten, vierfarbig,
Hardcover, € 14.--

Harald Braun ? Zeichnungen, 48 Seiten, sechsfarbig, Broschur, € 16.--


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