Von Karin Hinterleitner am 30. Oktober 2004 um 23:12

Das HAUS DES DOKUMENTARFILMS präsentiert beim

FILMabend
am 3. November 2004 um 19.00 Uhr

Zwischen Abgrund und Idylle
Zum 200. Geburtstag von Eduard Mörike
Ein Film von Christoph Ammon
Der Regisseur und sein Hauptdarsteller Bernhard Hurm sind anwesend!

Lange Zeit galt er als weltfremder Biedermeierdichter, doch dieses Urteil
ist längst revidiert. Eduard Mörike zählt zu den bedeutendsten
deutschsprachigen Lyrikern. Seine Poesie wirkt bis heute leicht und
beschwingt und gehört zum Schönsten, was die deutsche Dichtung zu bieten
hat. Das Grundmotiv seiner Gedichte ist die Sehnsucht nach der harmonischen
Verbindung von Natur, Musik, Liebe und lyrischem Ich. Doch auch Ironie und
Groteske kennzeichnen seine Sprache.

Der Film begibt sich auf die Spuren der Lebensstationen Mörikes in
Baden-Württemberg und spürt dem Schein und Sein seiner
Künstlerpersönlichkeit nach.
Die Flucht in die Idylle war für Mörike ein Ventil, den ihn zermürbenden
Anforderungen des Alltags zu entfliehen. Durch seinen Pfarrerberuf, der ihm
nie wirklich Berufung war, fühlte er sich in seinem künstlerischen Schaffen
gebremst. Geldsorgen, gescheiterte Beziehungen und gesundheitliche Probleme
belasteten ihn zeitlebens.

Geboren am 8. September 1804 in Ludwigsburg erhielt Mörike seine
theologische Ausbildung in Urach und am evangelischen Stift in Tübingen.
1834 erlangte er seine erste feste Anstellung als Pfarrer in dem
beschaulichen Städtchen Cleversulzbach. Aber zur Ruhe kam er nirgendwo. Sein
Leben war das eines Flüchtenden und endete am 4. Juni 1875 in Stuttgart.

Die Person des Eduard Mörike wird von dem Schauspieler Bernhard Hurm
verkörpert, der Mörikes Leben und Gedichte auf eindrückliche Weise
auferstehen lässt.

Erstausstrahlung am 6. November 2004, 22.25 Uhr in 3sat, 40’

Eintritt frei

HAUS DES DOKUMENTARFILMS
Königstraße 1 A
70173 Stuttgart
Tel.: (0711) 99 78 08-0, Fax: 99 78 08-20, http://www.hdf.de


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