Von Karin Hinterleitner am 06. Februar 2004 um 11:13

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Guido Kramann [mailto:-stuttgart.de]


Die Rolle der Mathematik in der Algorithmischen Komposition
Ein Vortrag von Dr.-Ing. Guido Kramann (Stuttgart)
mit Hörbeispielen und Visualisierung der Generierungsprozesse
16.02.2004 um 17.00Uhr
Fakultät Mathematik
Universität Stuttgart Pfaffenwaldring 57, 8.Stock, Seminarraum 57.8.526

Ein Kunstwerk kann als Medium zur Kommunikation zwischen Künstler und
Kunstinteressiertem aufgefaßt werden.
Der Prozeß des Kunstschaffens erscheint unter diesem Gesichtspunkt
als Transformation von Material durch den Künstler.
Deshalb wäre es zu kurz gegriffen die in der
algorithmischen Kunst verwendeten Konstrukte bloß als selbst referenzierende
Systeme zur Verarbeitung von Zahlen aufzufassen.
Vielmehr wurden die verwendeten Algorithmen so gestaltet wie sie sind,
um Träger einer Botschaft an den Rezipienten werden zu können.
Damit der Kunst interessierte emotional erreicht wird,
damit auf ihn etwas von der Faszination des Kunst schaffenden für einen
bestimmten Gegenstand abfärben kann,
bedarf es außerdem einer überzeugenden Rücktransformation der durch die
Algorithmen
erzeugten neutralen Zahlenfolgen in etwas Hör- oder Sichtbares.
Hier sehe ich eine gewisse Verwandtschaft zum systemtheoretischen Vorgehen
des Modellierens und der Simulation.
Ich möchte in dem Vortrag den Versuch unternehmen, Algorithmische Kunst
unter diesem Gesichtspunkt zu beleuchten.


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