Von Winfried Stürzl am 22. Mai 2013 um 15:11

Liebe Freundinnen und Freunde der Kunst,
wir laden herzlich ein zur

1. STUTTGARTER KUNSTKOLLISION
Jürgen Oschwald (Freiburg) vs. Jörg Koch (Stuttgart)

Freitag, 24. Mai 2013, 21 Uhr
Wilhelmspalais, Stuttgart
Konrad-Adenauer-Str. 2
Eintritt frei

Improvisation ist Gestaltung aus dem Moment heraus. Ein schöpferisches
Abtasten des jeweiligen inneren und äußeren Raums. Aufgrund des ephemeren
Charakters bringt man improvisierendes Vorgehen fast ausschließlich mit den
darstellenden Künsten, insbesondere mit Musik, in Verbindung. Doch spielt
der schöpferische Augenblick in jedem kreativen Prozess eine zentrale Rolle.


Die neue Reihe Stuttgarter Kunstkollisionen nähert sich dem Thema daher auf
ungewöhnliche Weise: Künstler aus ganz unterschiedlichen Disziplinen der
bildenden und darstellenden Künste treffen hier spartenübergreifend
aufeinander und improvisieren live in überraschenden Kombinationen. Immer
trifft dabei ein Künstler von außerhalb auf einen Künstler aus Stuttgart.

Den Anfang machen der Freiburger Installationskünstler Jürgen Oschwald und
der Stuttgarter Musiker und Programmierer Jörg Koch. Mit vorgefundenen
Alltagsobjekten und Materialien formt Oschwald live temporäre Installationen
oder "Skulpturen" deren komplexe Konstruktionen ebenso überraschen wie die
oft skurrilen Reminiszenzen an ihre ehemalige Funktion. Die beim Bau
entstehenden Geräusche werden von Jörg Koch jeweils im Moment aufgenommen
und direkt prozessiert. Es wird ein Klangzustand erzeugt, der sich gemeinsam
mit der Skulptur auf- und wieder abbaut.

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JÖRG KOCH erzeugt mit seinem Rechner Klangzustände und Algorithmen, aus
denen er Musik ableitet. Er interessiert sich für die Amalgamierung der ihm
zur Verfügung stehenden Klanglichkeiten, die Auflösung der zeitlichen
Wahrnehmung, die Nivellierung der Zuordenbarkeit akustischer Ereignisse zu
ihren realen Quellen und für Konzepte zur strukturellen Organisation von
Ton. Ein zentrales Element der zeitgenössischen Musik, die Verfremdung des
bekannten klingenden Materials, wird in seiner Arbeit regelmäßig
übersteigert und diese Transformation in das Zentrum der Arbeit gerückt.
Unter anderem organisiert Koch die Konzertreihe Elektrominibarklingelton,
die sich - in diesem Fall unter der Organisationsform der freien
Improvisation und mit nahezu völlig offenem Zugang für Musiker aller Genres
- mit eben den genannten Themen befasst.
Es gibt keine Facebook-Seite.

JÜRGEN OSCHWALD, geb. 1969, arbeitet mit Fundstücken aus dem Alltag. "Jede
Formfindung ist gleichzeitig ein Experiment, eine Erprobung, eine
Kombination. Jenseits des Spielerischen ist es ... die konstruktive Seite,
die diese Werke auszeichnet. In jedem Objekt manifestiert sich ein
ausgeprägtes Interesse für Materialbeschaffenheit, für
Spannungsverhältnisse, für Wechselwirkungen oder für labile Gleichgewichte"
(Nicoletta Torcelli). Jürgen Oschwald studierte an der Freien Hochschule für
Bildende Kunst und Graphik-Design Freiburg; er lebt und arbeitet in Freiburg
und Schallstadt.
http://www.owald.com

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Die Reihe "Stuttgarter Kunstkollisionen - Improvisationen zwischen den
Künsten" ist eine Kooperation von nu ART e.V. und TresorEXhibition.

Kollisionen-Team: Rike Kohlhepp, Andreas Krennerich, Martin Stortz, Winfried
Stürzl, Kurt Laurenz Theinert

Weitere Informationen:
http://www.facebook.com/stuttgart.kunstkollisonen
http://www.nuart.org/erste-stuttgarter-kunstkollision
http://www.kunsttresor.net

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Dank an das
Kulturamt der Stadt Stuttgart









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