Von Wand5 am 09. Dezember 2013 um 14:03

Pressemeldung

Der 27. Stuttgarter Filmwinter: „What happened to Underground?” –
Finden wir es heraus!

Stuttgart - Im Januar ist es wieder soweit: Vom 16. bis zum 19.
Januar 2014 findet der 27. Stuttgarter Filmwinter – Festival for
Expanded Media mit seinen Sektionen Film, Medien im Raum und Network
Culture statt. Als Festivallocation dient diesmal die
„Kulturniederlassung Südwest“, die ehemalige Interimsspielstätte des
Staatstheaters in der Türlenstr. 2, Stuttgart-Nord. Um die Preisgelder
von 10.000 Euro bewarben sich 1400 Einreicher. Davon haben die
Vorauswahljurys rund 80 Arbeiten ausgewählt. Das Motto 2014 lautet:
„What happened to Underground?”. Dieser spannenden Fragestellung
widmet sich ein vielfältiges Rahmenprogramm, unter anderem mit einem
Frühwerk des Starregisseurs Francis Ford Coppola. Auch für Kinder- und
Jugendliche gibt es ein spezielles Angebot mit vielen Highlights.

Die Wettbewerbe
1400 Filme wurden für das Festival eingereicht. Davon wurden rund 80
ausgewählt, die in den Wettbewerben Neue Medien und Kurzfilm um die
mit Preisgeldern von insgesamt 10.000 Euro dotierten Preise Medien im
Raum, Arte Creative Network Culture, 2 Minutes Short, Team-Work-Award
sowie Norman 2014 konkurrieren.

Die Qual der Wahl liegt nun in den Händen der Jurys. Und diese sind
hochkarätig besetzt. In der Jury des Internationalen
Kurzfilmwettbewerbs werden die Film- und Medienwissenschaftlerin
Gabriele Jutz, die US-amerikanische Filmemacherin Jennifer Reeder und
der britische Künstler David Blandy sitzen. Die Jury der 2 Minutes
Short-Wettbewerbs besteht aus dem Österreicher Johann Lurf, Jessica
Manstetten von den Kurzfilmtagen in Oberhausen, dem Filmemacher und
Künstler Max Hattler sowie Wolfgang Knoll.

Die Wettbewerbe Medien im Raum und Network Culture zeigen
gesellschaftsreflektierende Positionen, Installationen, performative
Videos und interaktive Web- und Social Media-Projekte. Dieses Jahr
wird ein Performance-Programm Expanded Media Ausstellung die
Schnittstelle zwischen digitalen Medien, Tanz und Musik ausloten. Auch
Stuttgart selbst wird ein Teil der Ausstellung! Denn die kostenlose
Smartphone-App "Indetermintate Hikes+" des Künstlerduos EcoArtTech
lädt die Festivalbesucher ein, allein oder in der Gruppe in einem
performativen Stadtspaziergang Stuttgarts Stadtraum völlig neu zu
erkunden.

Das Rahmenprogramm - „What happened to Underground?“
Der Filmwinter gibt Rauchsignale, verwischt die Grenzen und eröffnet
neue Welten. Im Rahmenprogramm wird unser Motto „What happened to
Underground?“ mit kuratierten Vorführungen, Werkschauen und
Performances erforscht. Was bleibt vom Underground übrig, wenn jedes
Ereignis medialisiert wird? Wie selbstreferentiell sind der Filmwinter
und die Künstler nach fast 30 Jahren Aktivität rund um die Underground
Film- und Medienkultur? Wie sich die Konnotation des Undergrounds
durch die digitale Revolution geändert hat und was vom „klassischen“
Underground übrig geblieben ist – finden wir es heraus! „What happened
to Underground“ ist auch ein mystischer Weg, um die Bewegung von unten
neu zu erfahren.

In einem dokumentarischen Kurzfilmprogramm wird der Underground mit
seinen Protagonisten und Hintergründen beleuchtet. Die Urgestalt des
Undergroundfilms, Wilhelm Hein, zeigt eine Live Perfomance mit
Mehrfachprojektion aus seinem Werk „You killed the Underground Film or
Kunst bleibt ... bleibt“. Das Motto unseres Festivals wird hier in
einer interessanten, oft verspielten Art hinterfragt. Ein
renommiertes Beispiel des Technoviking Phänomens wird in Persona von
Matthias Fritsch dargestellt. Sein ursprünglich 2000 als
experimentelles Kunstvideo unter der Klammer “Wirklichkeit oder
Fiktion“ gefilmtes und in sämtlichen Kunstkontexte gezeigtes
Viralvideo erreichte bis 2013 über 40 Millionen Aufrufe und wurde in
zahlreichen Parodien und Mashups aufgegriffen.

"What happened…?“: Ein großes Thema beim kuratierten Rahmenprogramm
ist die Erinnerung, beispielsweise bei dem Film „Memory“ von Mirjam
Baker und Mike Kren, die mit einer Box voller Bilder einer vergangenen
Liebe Erinnerung lebendig werden lassen. In „Velocity“ von Karolina
Glusiec ist die Zeichnungen der einziger Beweis für Vergangenes
während sich James Frost und Aaron Koblin in „House of Cards“ mit der
digitalen Erinnerung beschäftigen.In die Wolke des Nicht-Wissen
tauchen wir am letzten Festivaltag mit einem Videokunst Programm ein,
wo u.a. “The Cloud of Unknown” von Ho Tzu Nien (gezeigt bei der 54
Biennale Venedig) vorgeführt wird. Der Film ist nach einer mystischen
Abhandlung aus dem 14. Jahrhundert benannt. Er spielt in einem
Sozialwohnungsbau in Singapur, dessen Bewohner auf eine Wolke treffen,
wodurch sich alles ändert.

Daneben werden Werkschauen von den Jurymitgliedern Johann Lurf dem
britischen Künstler David Blandy zu sehen sein. Gabriele Jutz zeigt
Arbeiten zum Thema Handmade Film. Jerry Tartaglia präsentiert neu
restaurierte Arbeiten von Jack Smith. Ein besonderes Highlight ist
auch die Aufführung des trashigen Frühwerks von Starregisseur Francis
Ford Coppola, „Dementia 13“.

Kinder- und Jugendprogramm
Für Kinder, Jugendliche und die ganze Familie bietet der 27.
Stuttgarter Filmwinter ein umfangreiches Kinder- und Jugendprogramm
mit Workshops, Filmprogrammen und Familienführungen durch die Neue
Medien-Ausstellung. Mit der selbstgebauten „Camera Obscura“ können die
Ursprünge der von Fotografie und Film erkundet werden. Im Workshop
Literal Video werden berühmte Musikvideos neu eingesungen und bei
VolxTV dreht sich alles um Farbschattenbilder.

Warm-Up
Im Rahmen des traditionellen Warm-Up findet vom 18.12.2013 bis zum
15.03.2014 in der Stadtbibliothek die Ausstellung „Where are we now?“
- Videokunstinterventionen für eine neue Welt von Stefan Möckel, Max
Hattler und Benny Nemerofsky Ramsay statt. In den Videoarbeiten dieser
Ausstellung wird der „Underground“ erforscht und Fragen aufgeworfen:
Wie entwickeln sich die sozialen und kulturellen Inseln weiter, die
sich aus der Asche von politischen Entscheidungen und wirtschaftlicher
Krise formierten? Welche Grenzen und Überlappungen gibt es zwischen
experimentellen und innovativen Formen und Mainstream-Produktionen?
Where are we now? Eine Standortbestimmung ist geboten. Die Vernissage
findet am Mittwoch, 18.12.2013 um 19:00 Uhr in der Galerie B statt. Am
Samstag, 18.01.2014 gibt es zudem um 11 Uhr die Möglichkeit einer
Führung mit den Künstlern.

Am Samstag, 21. Dezember 2013, geht es ab 17 Uhr weiter mit dem
Filmleuchten im Jugendhaus Mitte, Hohestr. 970174 Stuttgart Im Rahmen
des Kurzfilmtages, dem kürzesten Tag des Jahres. Gezeigt werden
Kurzfilme von Wand 5 und neun weiteren Filmfestivals aus Stuttgart und
Umgebung. Und eine Woche später, am Samstag, 28. Dezember und
Sonntag, 29. Dezember 2013 um 16 und 20 Uhr zeigen Space Monkeys eine
Community-Performance mit einer Choreographie- Maschine im Theater
Rampe, Filderstr. 47, 70180 Stuttgart.

Im Januar macht dann die Oberwelt vom 10. bis 27. Januar 2014 mit
Arbeiten von Elisabeth Smolarz unter dem Titel "No worries - it's
going to be OK" den Anfang. Und die GEDOK präsentiert vom 14. bis 25.
Januar 2014 mit "A Fly in Amber" Arbeiten von Ute Woracek.

Und direkt vor dem Festival bieten zwei Workshops eine passende
Einstimmung: Freitag, 10. Januar 2014 bis Sonntag, 12. Januar um 10
Uhr, Flüchtige Manifestationen (Workshop mit Edition Taube) und
Samstag, 11. Januar 2014 um 15 Uhr und Sonntag, 12. Januar 2014 um
10 Uhr, Literal Video Workshop. Beides findet statt in der
„Kulturniederlassung Südwest“, Türlenstr. 2, 70191 Stuttgart.



Termin/Ort: 27. Stuttgarter Filmwinter – Festival for Expanded Media,
16. - 19. Januar 2014, Kulturniederlassung Südwest, Türlenstr. 2,
S-Nord
Weitere Infos: http://www.filmwinter.de
Pressekontakt: Petra Rühle PR, Tel.: 0176/23407111, E-Mail:

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Wand 5 ist ein gemeinnützig anerkannter und eingetragener Verein mit
Sitz in Stuttgart. Aufgaben und Zielsetzungen sind die Förderung der
unabhängigen Film- und Medienkultur. Zu den Hauptaktivitäten von Wand
5 gehört die jährliche Realisierung des Stuttgarter Filmwinters, eines
international renommierten Festivals für Kurz- und Experimentalfilm
sowie neuer Medien. Der Stuttgarter Filmwinter ist ein
Experimentierfeld für neue Rezeptions- und Vermittlungsformen. In der
starken multimedialen und grenzüberschreitenden Ausrichtung erprobt
der Filmwinter das "Kino von Morgen". Der 27. Stuttgarter Filmwinter –
Festival for Expanded Media findet vom 16. bis 19. Januar 2014 statt.







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