Von Christian Schwöbel am 24. März 2011 um 15:42

PERFORMING SCIENCE²


Das Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI) der
Justus-Liebig-Universität (JLU) Gießen lobt im Internationalen Jahr
der Chemie 2011 zum zweiten Mal den

Gießener Preis für wissenschaftliche Präsentation & Lecture Performance

aus: Performing Science würdigt innovative Formen der
Wissenspräsentation aller Fachgebiete. Wissenschaftliche Vortragskunst
ist hier ebenso gefragt wie forschungsorientierte Lecture Performance
oder virtuoser Medieneinsatz. Eingedenk der Geschichte der
Justus-Liebig-Universität wird sich Performing Science im Jahr 2011,
dem Internationalen Jahr der Chemie, mit neuen Formen des
Experimentalvortrags beschäftigen.

Die Geschichte der Wissenspräsentation ist von der Spannung zwischen
wissenschaftlicher Kommunikation und öffentlichem Spektakel geprägt.
Mit dem Experimentalvortrag verbindet sich die Erkenntnis, dass die
Präsentation von Wissen auf die Forschung zurückwirkt: Obwohl
Experimentalvorträge zunächst als nicht-wissenschaftlich verurteilt
wurden, spielten sie schließlich eine wichtige Rolle in der
Entwicklung der modernen Experimentalwissenschaften. Durch den Einsatz
neuer Medien wandeln sich heute die Formen, in denen Wissen öffentlich
präsentiert wird, erneut. Mit der Lecture Performance ist ein neues
Format zwischen Kunst und Wissenschaft entstanden. Filmisch
dokumentiert und ins Web gestellt treten wissenschaftliche
Präsentationen heute mehr denn je als Performances in Erscheinung.
Zugleich verändert sich das Verhältnis von Wissenschaft und
Gesellschaft.

Der Performing Science-Preis wird an eine Wissenschaftlerin/Künstlerin
oder einen Wissenschaftler/Künstler für herausragende Leistungen der
wissenschaftlichen Präsentation oder Lecture Performance vergeben.
Gefragt ist also nicht nur nach dem traditionellen
Experimentalvortrag, sondern vor allem nach:

- wissenschaftlichen und künstlerischen Präsentationen, die
Forschungsprozesse vor Augen führen
- Präsentationen, die mit neuen experimentellen Verfahren, etwa mit
Simulationen, arbeiten
- Präsentationen, in denen Inhalt und Form in ein experimentelles
Verhältnis eintreten, das es dem Publikum erlaubt, an der
präsentierten Forschung in actu teilzuhaben
- Präsentationen, die sich experimentell und künstlerisch mit Medien
und traditionellen Formen der Wissenspräsentation auseinandersetzen

Angesprochen sind Wissenschaftler/innen aller Fachgebiete sowie
Lecture Performer/innen. Eine hochrangige Jury aus Wissenschaft und
Kunst wird in einer öffentlichen Endausscheidung am 17. September 2011
die Preisträger bestimmen.

- Dotierung: Der Performing Science-Preis ist mit 5000 Euro für den 1.
Preis, mit 3000 Euro für den 2. Preis und mit 1500 Euro für den 3.
Preis dotiert.
- Bewerbungsschluss: 30. April 2011

Performing Science² wird gefördert von der Robert Bosch Stiftung und
der BASF. Informationen zum Verfahren und Ausschreibungsunterlagen
finden Sie unter http://www.performingscience.de und http://www.zmi.uni-giessen.de.








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