Von Manfred Unterweger am 27. Januar 2008 um 19:25

monochromeARTikulationen

Ausstellung des Stuttgarter Künstlers Manfred Unterweger (Undi +i)

Ausstellungsdauer: 14. März 2008 - 17. April 2008
Vernissage am Freitag, den 14.03.2008 ab 21.00 Uhr

Galerie Markt 21
Markt 21
99423 Weimar

Öffnungszeiten: täglich von 13.00 Uhr bis 2.00 Uhr



Ein wesentlicher Aspekt in der Arbeit des Stuttgarter Künstlers
Manfred Unterweger besteht darin, Oberflächen, gegenständliche
Fragmente, Bilder und Begriffe einem neuen Kontext zuzuführen - über
bearbeitete Montagen und strukturierten Flächen, deren Funktion eher
etwas mit Experimentieren als mit bloßem Arrangieren zu tun hat. Beim
Einsatz unterschiedlichster Techniken werden dabei insbesondere Wachs,
Filz und verschiedene Staubsorten zu den kennzeichnenden und
gewichtigen Werkstoffen in seinen Arbeiten.

Diese Annäherung zeigt sich insbesondere in Manfred Unterwegers
wiederholten Rückgriff auf Natursymbole und dreidimensionalen
Assemblagen mit Anlehnung an erodierte Landschaften. Es handelt sich
hierbei weniger um Landschaften oder Natur im eigentlichen Sinne als
um künstlich gealterte und beängstigende Hintergründe, welche die Idee
von der Landschaftsmalerei als Ausdruck der deutschen Seele kritisieren.

In vielen seiner Arbeiten versucht er die Zerstörung der Natur, den
sorglosen Umgang mit unseren Ressourcen als eine sich zuspitzende
Problematik zu reflektieren. Was ihn dabei in seinem Schaffensprozess
fasziniert, sind Alterungsprozesse, elementare Stofflichkeit,
strukturierte Flächen und die klare, logische Anordnung von Dingen.
Manfred Unterweger unterwirft so genannte 'arme Materialien' wie z.
B. Staub, Rost, Kohle, Wachs oder Fundstücke einem Verwandlungsprozess
indem er sie in die Erde eingräbt, mit Säure oder Feuer bearbeite und
somit künstlich altern lässt. Die Farben, die er dabei verwendet,
stellt er aus Gewürzen, Asche, Zement, Rostpigmenten und Kohlenstaub
selbst her.

Die Ausgangsobjekte - meist Werkstoffe oder Dinge, die uns aus dem
Alltag eigentlich vertraut erscheinen müssten - häufig Dinge, die der
Zivilisation im Wege stehen, die ausgegrenzt und abgesondert wurden,
präsentieren sich dadurch in einem anderen Kontext und werden durch
die künstlerische Bearbeitung (erodiert, übermalt, überklebt, säure-
oder feuerbehandelt) neu wahrgenommen und erscheinen in einem neuen,
ästhetischen Licht. Dabei versucht Manfred Unterweger die Beziehungen
zwischen Oberflächen, Strukturen und Materie intuitiv zu erschließen,
den Instinkt für das Wertvolle durch die Bescheidenheit des Alltags
sichtbar zu machen. Manfred Unterweger wünscht sich Betrachter, die
sich trauen, seine Bilder zuerst einfach nur emotional wahrzunehmen
und sich von ihnen leiten zu lassen.

Seine sorgsam komponierten Materialbilder und Objekte sind Ausdruck
einer kritischen Betrachtung unserer Wegwerfgesellschaft und
unerschöpflicher Experimentierfreude.

Infos unter http://www.art-unterweger.de und http://www.c-keller.de








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