Von Claus Laemmle am 12. September 2008 um 17:44

Ursula Kraft: Arbeiten 1988-2008


14.09.08 - 02.11.08

Galerie der Stadt Sindelfingen
Marktplatz 1
71063 Sindelfingen
Deutschland
fon 07031/94-392


Ursula Kraft
Arbeiten 1988-2008


Pressetext:

Eröffnung Sonntag, 14. September 2008, 11 Uhr

Die Ausstellung „Ursula Kraft – Arbeiten 1988-2008“ zeigt erstmals
einen umfassenden Überblick über das Schaffen der seit 20 Jahren in
Paris lebenden Künstlerin Ursula Kraft.

Ursula Kraft, 1960 in Stuttgart geboren, studiert dort von 1983 bis
1987 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, danach an der
Ecole Nationale Supérieure des Arts Décoratifs in Paris.
Ihre Werke entstehen seit Beginn der achtziger Jahre im Spannungsfeld
zwischen bewegtem und fixiertem Bild. So zeigt die Ausstellung
erstmals umfassend ihre Fotoarbeiten, Videoinstallationen und
Filmprojektionen sowie Dokumentationen von Multimedia-Performances und
Installationen im öffentlichen Raum, die Ursula Kraft in
Zusammenarbeit mit der von ihr mitgegründeten Künstlergruppe Argonaut
in Szene setzte.

Als langjähriger Kopf der Gruppe führt die Künstlerin mit Argonaut 10
Jahre lang aufsehenerregende Projekte außerhalb jeglicher
Institutionen durch, wie beispielsweise „Argospektargo“ 1984, ein
internationales Kulturfestival im Schlosspark Stuttgart, oder aber
„Argonaut in Paris“ 1988, eine Gruppenausstellung mit Performances,
Installationen und Symposien an unterschiedlichsten Orten in Paris,
und schließlich „TimeTunnel“ 1992, eine multimediale, begehbare
Ausstellungsskulptur wiederum am Stuttgarter Schlossplatz. Diese
Projekte sind vornehmlich im öffentlichen Raum angesiedelt und prägen
damals die Stuttgarter Kulturszene mit.
Ursula Krafts künstlerische Arbeit im Kontext von Argonaut ist in
dieser Zeit bestimmt von Aktionen, Performances und Installationen,
die einen eher flüchtigen Charakter haben.

Unabhängig davon entstehen parallel ihre rein plastischen Arbeiten,
die fixierten Bilder in Fotografien und Installationen, die die andere
Spur durch Ursula Krafts Werk legen.

Ihre Werkkomplexe der letzten 20 Jahre, wie „memory“ oder „traum-a“,
basieren dabei grundsätzlich auf Recherchen, die auch
naturwissenschaftliche, sprachliche und psychologische Themen umfassen
können und so einer für Ursula Krafts Schaffen typischen,
interdisziplinär ausgerichteten Kunstauffassung entsprechen. In der
Umsetzung der so gewonnenen Erkenntnisse und damit verbundenen
Bildvorstellungen finden sich dabei serielle, ornamentale wie auch
choreographische Züge.

So zeigt ihre neueste Serie „Nymphalis antiopa“ mit Leuchtbildern und
einer überdimensionalen Videoprojektion ein elfenhaftes, schlafendes
Mädchen, dessen Körper gleich einer rätselhaften Landschaft von
unzähligen Schmetterlingen bevölkert wird. Irreal, jenseits von Zeit
und Maßstäblichkeit balanciert diese Arbeit ambivalent zwischen
schrecklich/schön.
Der Titel dieser Serie gibt die lateinische Bezeichnung des in weiten
Teilen Europas verbreiteten Trauermantel-Tagfalters wieder, der als
Spezies Schmetterling Jahrhunderte lang als Vergänglichkeits- und
Seelensymbol ins Bild gesetzt wurde und heute real auf der Liste der
gefährdeten Arten steht.

Ein Teil der in der Galerie der Stadt Sindelfingen vom 14. September
bis zum 2. November gezeigten Ausstellung wird anschließend vom 24.
Januar bis 5. März 2009 im Maison des Arts de Malakoff bei Paris zu
sehen sein.



Claus Laemmle Bueroplasz
Creative Direction
/ +49 1520 9889076

Informationen im weblog unter http://www.bueroplasz.de










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