Von Karin Hinterleitner am 06. September 2004 um 00:00

Di. 14. Sep. 2004, 19 Uhr: Arnold Walz: „Parametrisierte Architektur“
Mi. 15. Sep. 2004, 19 Uhr: Jürgen Enge und Woody Vasulka: „Digitale Medienarchivsysteme“
Do. 16. Sep. 2004, 19 Uhr: Francis Hunger "Computer als Männermaschine"

im:
Künstlerhaus Stuttgart
Reuchlinstr. 4B
70178 Stuttgart

Eintritt frei!


Die konzeptuelle und gestalterische Arbeit an und mit Software wird in drei Feldern beleuchtet: Architektur, Archivsysteme und Gender Studies. Akteure der Digitalkultur berichten aus ihrer Praxis:

Dienstag, 14. September 2004, 19 Uhr
Arnold Walz: „Parametrisierte Architektur“


Der Stuttgarter Architekt Arnold Walz programmiert Entwurfsgeometrien und forscht an der Umsetzung parametrisierter Architektur in Verfahrenstechnik. Er zeigt die aktuelle Ausweitung planerischer und baulicher Standards am Beispiel eigener Projektbeteiligungen auf – u.a. dem Neubau des Daimler-Benz-Museums in Untertürkheim.
Arnold Walz ist international tätiger Spezialist für parametrisierte Architektur. Als Gründungsmitglied des Künstlerhaus Stuttgart richtete er in den 70iger Jahren die Architekturwerkstatt ein und arbeitete u.a. mit den Argonauten zusammen.


Mittwoch, 15 September 2004
Jürgen Enge und Woody Vasulka: „Digitale Medienarchivsysteme“


Angesichts der rasanten änderung der Standards sind nachhaltige Nutzungsstrategien und Archivierungstechnologien von Institutionen und Autoren gleichermaßen verzweifelt gesucht. Jürgen Enge, vormals Projektmanager für digitale Archivierungssystem am ZKM und seit neuestem Projektleiter des EU-Projekts OASIS für ortsunabhängige Präsentation von elektronischer Kunst an der HfG Karlsruhe, wird allgemeinverständlich Grundlagen und Problematik der Archivierung digitaler und elektronischer Trägermedien erörtern.
Im Anschluß wird der Medienkunst-Pionier und Mitbegründer von „The Kitchen“ Woody Vasulka aus Sicht des Künstlers seine eigene Archivarbeit beschreiben. Dieser Teil des Vortrags wird auf Englisch gehalten. // Jürgen Enge http://www.humbot.org">http://www.humbot.org / Woody Vasulka http://www.humbot.org/">http://http://www.vasulka.org">http://www.vasulka.org


Donnerstag, 16. September 2004
Francis Hunger "Computer als Männermaschine"

In seiner Diplomarbeit gleichen Titels beschreibt der Künstler Francis Hunger den Computer als Maschine, die aus einer männlich dominierten Ingenieurkultur heraus konstruiert wurde. Spätestens 1984 mit der Einführung der fensterorientierten-Grafikoberfläche und Maus-Bedienung des Apple MacIntosh wandelt sich der Computer von der Maschine zum Medium. Hunger untersucht die Frage, ob dieser Wandel auch eine neue „NutzerInnen“-Kultur begründen konnte.
Francis Hunger ist Künstler und DJ, lebt und arbeitet in Leipzig. Seit 1997 verarbeitet er subkulturelle Phänomene der Internetgemeinde und dazugehörige Geschlechterrollen und schreibt Software.
http://www.irmielin.org


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Unterstützt von der Marli-Hoppe-Ritter-Kunststiftung und dem Künstlerhaus Stuttgart im Rahmen der visit-Reihe: http://www.kuenstlerhaus.de


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