Von Künstlerhaus Stuttgart am 24. Mai 2009 um 21:45

Im Rahmen der Ausstellung "Come in, friends, the house is yours!":

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Montag, 25. Mai 2009, 19 Uhr
DAS ERZIEHUNGSBILD
Präsentation mit Marion von Osten und Barbara Wurm

"Das Erziehungsbild" untersucht die unterschiedlichen Weisen, wie Erziehung
in der visuellen Kultur verhandelt wird und wie umgekehrt visuelle Kultur
als pädagogisches Instrument genutzt wird. Das Publikationsprojekt zum
"Erziehungsbild", das von Marion von Osten und Tom Holert an der Akademie
der Bildenden Künste in Wien initiiert wurde, stellt sich mit Vorträgen und
einem Filmprogramm vor.

Der Beitrag von Barbara Wurm wird dabei insbesondere auf den sowjetische
Nicht-Spielfilm der 1920er Jahre eingehen. 1922 nannte Ippolit Sokolov -
Avantgarde-Theoretiker, expressionistischer Poet sowie Leiter zahlreicher
Labore für tayloristische Arbeitsgymnastik - das Kino "die neue
Wissenschaft" und die Leinwand die "neue Tafel des Jahrhunderts". Der
Vortrag beleuchtet die damals hochaktuellen Entgrenzungen des Kinos als
Sehschule, als es hieß: "Kino - in den Arbeiterklub, aufs Land und in die
Schulen!"


Marion von Osten ist Künstlerin und Kuratorin. Sie ist Professorin an das
Akademie der Bildenden Künste in Wien und war Co-Kuratorin der Ausstellung
"In der Wüste der Moderne" im Haus der Kulturen der Welt Berlin.

Barbara Wurm ist Slavistin und Filmwissenschaftlerin mit Schwerpunkt
Sowjetischer Film, Medientheorie, Dokumentarfilm und lebt in Wien und
Berlin. Sie promoviert zur Biopolitik des Sehens im frühsowjetischen
Nichtspielfilm. Sie hatte Lehraufträge in Berlin und Wien und ist derzeit
assoziiertes Mitglied im Graduiertenkolleg "Schriftbildlichkeit" an der
Freien Universität Berlin. Dazu arbeitet sie als freiberufliche Kuratorin
und Filmkritikerin.

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Dienstag, 26. Mai 2009, 19 Uhr
DAS ERZIEHUNGSBILD - FILMPROGRAMM

Eine Sache, die sich versteht (15 mal), Harun Farocki/Hartmut Bitomsky, D
1971, 64'

"Eine Sache, die sich versteht (15 mal)" gehört zu einer Reihe von Filmen
von Farocki und Bitomsky, die aus kurze agitatorische Szenen bestehen und
als Lehrmodule konzipiert waren. Der Film ist von den Filmemachern als eine
"Schule der Kommunikation" beschrieben worden: Die 15 Episoden des Filmes
bilden einen Katalog von kommunikativen Akten, die durch kurze, einfach
gefilmte und reduziert gespielte Szenen dargestellt werden. Bitomsky und
Farocki hatten mit anderen Fachleuten bereits in den Jahren zuvor an einem
umfangreichen Lehrprogramm gearbeitet, dass mit der Übermittlung von Wissen
durch audiovisuelle Medien experimentierte.

Frederick Wiseman: Highschool, USA 1968, 75'

"High School" beschreibt einen typischen Tag einer Gruppe von SchülerInnen
der Northeast High School in Philadelphia 1968. Dabei fokussiert der Film
allein durch die Bilder und den Schnitt auf die Machtverhältnisse innerhalb
der Schule und die Mechanismen der Erziehung. Seit den 1960er Jahren
arbeitet der amerikanische Regisseur Frederick Wiseman über Institutionen,
mit denen die Gesellschaft ihre Krisen verwaltet. "High School" zählt zu den
beeindruckendsten Beispielen des "direct cinema" und besticht durch die
differenzierte Beschreibung der Konflikte, aber auch von Versuchen der
Verbesserung.

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VORSCHAU:

Donnerstag, 28. Mai 2009, 19 Uhr
KURZFILMPROGRAMM: JUGEND VON MORGEN
Mit einer Einführung von Florian Wüst

Sonntag, 31. Mai 2009, 19 Uhr
AUSSTELLUNGSFÜHRUNG "COME IN, FRIENDS, THE HOUSE IS YOURS"
mit Axel Wieder

Dienstag, 2. Juni 2009, 19 Uhr
ZU GAST: DER MAST MUSS WEG!

Samstag, 6. Juni 2009, 19 Uhr
ZU GAST: SALON VOW

Montag, 8. Juni 2009, 19 Uhr
KUNST UND TEILHABE
Gespräch mit Susanne Jakob und Silke Schwab

Freitag, 12. Juni 2009, 19 Uhr
URBAN SURPLUS, CENTRALITIES AND COUNTER-OPERATIONS
Workshop und Vorträge mit Andreas Müller und Miguel Robles-Durán,
Moderation: Stephan Trüby

Sonntag, 14. Juni 2009, 15 Uhr
ZU GAST: SELECTED SECOND HAND FASHION

Samstag, 20. Juni 2009, 19 Uhr
PERFORMANCES UND KONZERT MIT M.O.M.I., RICHHEART U.A.

Sonntag, 21. Juni 2009, 15 Uhr
ZU GAST: PLATTENFLOHMARKT
JedeR kann kaufen und verkaufen

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COME IN, FRIENDS, THE HOUSE IS YOURS!
Ausstellung bis 21. Juni 2009

Edgar Arceneaux, Jos De Gruyter/Harald Thys, Ruth Ewan, Dani Gal, Ines
Schaber/Stefan Pente und Jeronimo Voss

"Come in, friends, the house is yours!" ist eine Kooperation des
Künstlerhaus Stuttgart mit dem Badischen Kunstverein sowie der Kinemathek
Karlsruhe.

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EBENFALLS ZU SEHEN:

Künstlerhaus Stuttgart und Hermes und der Pfau präsentieren

TOBIAS KASPAR: SENTIMENTAL STYLE
Ausstellung bis 11. Juni 2009

WHITE HEAT
Hospitalstrasse 27/29 (Ecke Lange Strasse), 70174 Stuttgart

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KÜNSTLERHAUS STUTTGART
Reuchlinstrasse 4b, D - 70178 Stuttgart
Tel.: (0711) 617652, Fax: (0711) 613165


Öffnungszeiten: Mi.-So. 15-19 Uhr
Eintritt: 3,00 EUR (reduziert: 1,50 EUR, Mitglieder frei)










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