Von Richfilm Productions am 29. Oktober 2013 um 02:47

Directors Lounge Screening:

Gabriel Lyons Loeb
Poems & Trampolines

Donnerstag, 31. Oktober 2013
21:00
Z-Bar
Bergstraße 2
10115 Berlin-Mitte

Gabriel Lyons Loeb ist so verliebt in Pixelierung
und andere digitale Artefakte, wie andere
Künstler in das “Wabisabi" des Super-8 und die
leuchtenden technischen Fehler des in der Tonne
entwickeltem Schmalfilms, auch “Spaghetti-Style"
auf Englisch. Über mehrere Jahre benutzte der
Künstler eine alte Handykamera um seine Umgebung
zu erkunden - und die Medien. Er kombiniert
selbst geschriebene Lyrik mit Video-Blow-ups
(Vergrößerungen), mit seinem eigenem Material
oder angeeignetem Material aus dem Internet. Man
mag fragen, ob es seine Liebe für eine besondere
Ästhetik ist, oder eine künstlerisch-bohemische
Haltung, das billigste Material und ein Aussehen
zu benutzen, das wir als internetspezifische
Fehlleistung wiedererkennen. Es mag beides sein,
und es gibt vielleicht eine dritte Motivation: in
seinem letzten Studienjahr untersuchte er die
Effekte endloser Wiederholungen von Material, das
er auf Youtube fand und andere transformative
Experimente, hauptsächlich auf sich selbst. Wie
schon frühere Pop-Art und Avantgarde-Künstler wie
Bruce Conner und Andy Warhol herausfanden, haben
Wiederholungen stark verändernde Wirkungen auf
unsere Wahrnehmung und unsere Psyche.

Sein Film “you smell good now" (Jetzt riechst Du
gut) hat eventuell einen ähnlichen Effekt, wenn
auch nicht durch Wiederholungen. Es ist ein halb
fiktiver, halb dokumentarischer Blow-up eines in
Ann Arbor zur Winterzeit aufgenommenen Videos von
176 mal 144 Pixel Bildgröße. Der Künstler nahm
den dreitägigen Besuch seiner Freundin in seiner
Geburtsstadt zum Anlass, und er führt die
fiktiven Charaktere an seine Lieblingsorte in der
Stadt. Die Protagonisten erkunden die Stadt in
einer Art jugendlicher Flânerie, die manchmal zur
Passage à l'Acte, zum jugendlichen Austoben
führen. In anderen Stellen des Films scheint es,
dass ihnen aufgrund der Erlebnisse spontane
Gedichtzeilen einfallen.

“wintersgarden" ist ein weiter Film, der zur
Winterzeit gedreht wurde, diesmal in Neu-Kölln,
wo Loeb seit einem Jahr lebt. Es ist ein
verschwommenes Portrait des “Körner-Kiezes" in
Winterfarben und der Zufallsbegegnungen auf
seinen Spaziergängen. Gabriel benutzt hier eine
weiter Technik, die wir von analogen Filmemachern
kennen. Der Film wurde in der Kamera geschnitten
und dann mit einzelnen großen Buchstaben
kombiniert, die sich für den Betrachter
vielleicht - vielleicht auch nicht - als
Wintergedicht zusammensetzen. Das Programm wird
mit einer Anzahl weiterer Filme, die mit Lyrik
verbunden sind, vervollständigt. Einige davon
sind vom Author “on demand", als Auftrag,
erstellt worden, als Teil eines Online-Services
den Gabriel Lyons Loeb eine Zeit lang auf seiner
Webseite angeboten hatte.
Gabriel Lyons Loeb ist bei der Präsentation
anwesend und steht auch zu Fragen zur Verfügung.
Kuratiert von Klaus W. Eisenlohr

Artist Links:
http://gabrielloeb.com/

Links:
Directors Lounge
http://www.directorslounge.net
Z-Bar
http://www.z-bar.de

Mehr Informationen zum Programm (in Vorbereitung):
http://www.richfilm.de/currentUpload/
http://www.richfilm.de/filmUpload/1-framesGabrielLoeb.html

--
richfilm productions, Klaus W. Eisenlohr, Osnabrücker Str. 25, D-10589 Berlin

eMail Adresse:
Homepage !!! http://www.kw-eisenlohr.de
Film Produktion: http://www.richfilm.de

Telefon: int.- 49 - (0)30 - 3409 5343 (BERLIN)






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