Von Matthias Beckmann am 10. Oktober 2009 um 13:47

Uwe Schäfer – Jörg Mandernach – Matthias Beckmann
DIE WEISSENHOFER: RELIKTE

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG:
Donnerstag, 15.10.2009, 20.00 Uhr
Uraufführung der Performance „Burning an Branding“

Die Weissenhofer erinnern in einer Installation mit originalen
Relikten, historischen Fotos und Filmen an ihre Jugend auf dem unter
ungeklärten Umständen abgebrannten Weissenhof.

Ausstellungsdauer:
15. Oktober bis 15. November 2009

ALLGEMEINER KONSUMVEREIN
Hinter Liebfrauen 2
38100 Braunschweig
http://www.kunsumverein.de
Öffnungszeiten:
Donnerstag 16.00 bis 20.00 Uhr, Samstag/Sonntag 14.00 bis 18.00 Uhr



DIE WEISSENHOFER: RELIKTE

Uwe Schäfer (Bob), Jörg Mandernach (Keith) und Matthias Beckmann
(Carl) bilden seit 1995 die Künstlergruppe „Die Weissenhofer“. In
ihren gemeinsamen Ausstellungen, Performances, Installationen, Fotos
und Live-Rock-Auftritten zitieren und hinterfragen die drei Künstler
lustvoll-ironisch Klischees und Rollenzuweisungen, die auch noch den
heute das Selbst- und Fremdbild des Künstlers prägen. An die Stelle
des bei Künstlergruppen der Avantgarde (Brücke, Futuristen,
Surrealisten etc.) üblichen Manifestes tritt bei den Weissenhofern die
Künstlerlegende, die den Brüdern eine Herkunft aus einfachsten
Verhältnissen attestiert und damit an die erstmals 1550 erschienen
klassischen Künstlerviten des Giorgio Vasari anknüpft.

Die Legende weiß zu berichten, dass die Brüder Bob, Carl und Keith auf
dem Weissenhof im Wallistal aufgewachsen sind. Mit Löffelschnitzen und
dem Anfertigen alpiner Bilder auf kleinen Holztafeln trugen sie schon
frühzeitig zum kargen Unterhalt der Familie bei. Als eines Nachts
unter ungeklärten Umständen der Weissenhof abbrannte, flohen die
Brüder mit ihren Eltern in die Neue Welt, um dort ihr Glück zu
versuchen. Sie bauten dort nicht nur die Weissenhofer-Ranch auf. Aus
abendlichen Bastlern wurden angesehene Kunstmaler und die Hausmusik
entwickelte sich zum Live-Rock. Als die drei ihre Eltern gut versorgt
wussten, kehrten sie in die Alte Welt zurück.

Mit einer Familienchronik, die bis auf das Jahr 1291 zurückgeht,
historischen Fotos, die die jugendlichen Weissenhofer in ländlicher
Umgebung zeigen sowie einer großen Installation der Dinge, die sie
1976 aus dem brennenden Weissenhof retten konnten, belegen die
Künstler in ihrer Ausstellung im Allgemeinen Konsumverein die Wahrheit
ihrer Geschichte. Die Relikte des verlorenen Paradieses der Jugend,
wie etwa ein halb geschmolzener Stiefel, die rußgeschwärzte Brotschale
oder die alte Wandergitarre, finden sich wiederum auf den
großformatigen Fotoabzügen. Erinnerung ist immer auch eine Form der
Konstruktion. Auf der Suche nach der verlorenen Zeit arbeiten die
Weissenhofer an einem sich immer weiter verzweigenden Heimatmuseum.

Zur Eröffnung der Ausstellung erleben die Besucher die Uraufführung
der Performance „Burning and Branding“, deren Relikte wiederum Teil
der Gesamtpräsentation werden.



WEITERE INFORMATIONEN ZU DEN WEISSENHOFERN:
http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Weissenhofer
http://www.youtube.com/watch?v=8yyU9vNWs1Q












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