Von Judith Siegmund am 06. April 2008 um 14:14

Freitag, 18.April 2008
17.00 -18.30
Art Cologne Forum



*Kunstarbeit*

*Ökonomische und strukturelle Bedingungen künstlerischer Produktivität*



Ein alter, romantischer Mythos und ein noch immer verbreitetes Klischee
besagen: Kunst ist keine Arbeit, sie geht dem genialen Künstler leicht
von der Hand und braucht wenig Anderes als Inspiration und Begabung.
Schon ein nüchterner Blick auf den kapitalstarken Kunstmarkt und die
Gewinnorientierung aller Beteiligten lässt diese Vorstellung brüchig
werden. Der "polarkreis e.V." und die aktuelle, vierte Ausgabe der
Zeitschrift "polar" mit dem Themenschwerpunkt Arbeit gehen einen Schritt
weiter zurück in der Produktionskette und fragt nach den Bedingungen der
Arbeit an der Kunst, die den glamourösen Aufmerksamkeitszirkus erst
ermöglichen. Wie steht es, jenseits der Berufung, um den Berufzweig der
Künstlerinnen und Künstler? Sind sie die Avantgarde einer Gesellschaft,
in der Selbstständigkeit und immaterielle Arbeit immer wichtiger und
"Projekte" die wichtigste Waren werden? Wie halten sich selbständige
Kunstschaffende auf dem prekarisierten deutschen Arbeitsmarkt? Was
überwiegt beim Schaffen der Kunst: Idealismus oder Berechnung,
Selbstausbeutung oder Kalkül? Wie ist das Verhältnis von Arbeitsleistung
und Ertrag? Und wer bezahlt überhaupt die Kunstarbeit: der freie Markt,
ein öffentliches Subventionssystem oder wohlhabende Kunstliebhaber?



Podiumsdiskussion mit

Dr. Judith Siegmund (Künstlerin und Philosophin, Berlin)
Dr. Christiane Schnell (Institut Arbeit und Wirtschaft, Universität Bremen)
Dr. Martin Saar (polarkreis e.V., Institut für Politikwissenschaft,
Universität Frankfurt a. M.).



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Dr. Judith Siegmund
Mittenwalder Str. 18
10961 Berlin
++49/ (0)30/ 688 53 37
++49/ (0)174/ 157 6801
http://www.judithsiegmund.de







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