Von Kunstverein Nürtingen am 09. November 2012 um 12:57

Attrappen & Scheinbahnhöfe II
Den Kopf hinhalten für Stuttgart

16.11. - 30.11.2012
Rathaus Stuttgart

Eine Ausstellung der Künstlergruppe
Begleitbüro SOUP
(Stuttgarter Observatorium Urbaner Phänomene)
über ein verschwundenes Gemälde und die Attrappe
des Stuttgarter Hauptbahnhofes.

Eröffnung: Freitag 16.11.2012 - 19 Uhr
Rathaus Stuttgart - Foyer 2. Stock

Begrüßung:
Fraktionsvorsitzender Peter Pätzold

Einführungsvortrag:
Norbert Prothmann
"Die Scheinanlage Brasilien -
eine historische Einordnung"

Unter Mitwirkung von Zeitzeugen und Schülern der örtlichen Realschule
fand 2011 die Ausstellung „Scheinanlage Brasilien – Bomber über
Lauffen“ im Museum im Klosterhof in Lauffen am Neckar statt. Diese
hatte es sich zum Ziel gesetzt, das verfügbare und keineswegs
konsistente Wissen um diese fast schon in Vergessenheit geratene
Scheinanlage zu sichten und in eine künstlerische Installation zu
übersetzen. - Ausgangspunkt der Stuttgarter Ausstellung ist nun eine
Episode, die sich 13 Jahre nach Kriegsende abspielte. Im Jahre 1958
wurden dem damaligen Stuttgarter OB Arnulf Klett Unterlagen
zugespielt, die „die Leiden der Lauffener Bevölkerung im letzten
Kriege betreffen“. Klett nahm die Gelegenheit wahr, um der Stadt
Lauffen seinen Dank dafür auszusprechen, dass deren Bürger damals den
Kopf hingehalten haben für Stuttgart. Zur Bekräftigung seines Dankes
ließ er der Stadt Lauffen ein „Stuttgart-Bild“ zukommen, verbunden mit
einer Einladung an den Lauffener Gemeinderat zu einem Besuch der
Landeshauptstadt. Das im einzelnen unbekannte und heute als
verschollen geltende Ölgemälde, für das die Stadt damals 500 Mark
ausgegeben hatte, bildet den Hintergrund für eine künstlerische
Auseinandersetzung mit der Frage nach dem Attrappencharakter urbaner
Wirklichkeit - ausgelöst durch lokale Ereignisse von fundamentaler
Bedeutung. Die Querelen um Stuttgart 21 haben den Begriff
„Scheinanlage“mit einer neuen Bedeutung aufgeladen. Die Frage, was man
von Stuttgart alles weglassen kann, oder – anders gesagt - wie man aus
Stuttgart eine sich zum Verwechseln ähnliche Stadt macht, ist jetzt zu
einer unmittelbar politischen geworden. Der Ausdruck den Kopf
hinhalten für Stuttgart muss in diesem Zusammenhang neu bewertet werden.

Die Stuttgarter Künstlergruppe „Begleitbüro SOUP (Stuttgarter
Observatorium Urbaner Phänomene)“ hat sich 2009 in der Absicht
zusammengefunden, das Geschehen um Stuttgart 21 einer künstlerischen
Langzeitbeobachtung zu unterziehen und deren Ergebnisse in Form von
Ausstellungen, Aktionen und Publikationen öffentlich zu machen. http://www.begleitbuero.de

Mehr zu dieser Scheinanlage: http://scheinanlagebrasilien.wordpress.com/presse/






Begleitbüro. SOUP
(Stuttgarter Observatorium Urbaner Phänomene)
c/o Michael Gompf
PF 1475
72604 Nürtingen
Tel.: 0049 - (0)7022 - 41247
mobil: 0049 - (0)178 - 6869426












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