Von Manfred Unterweger am 29. Juni 2015 um 18:47

Clemens Hövelborn
"Neuer kapitalistischer Realismus"
(Malerei)
12. 06. - 10. 07. 2015

Finissage: Freitag, den 10. Juli 2015 ab 20 Uhr

Clemens Hövelborn ist technisch ein Realist alter Schule, der uns gegenwärtige junge Menschen zeigt. Er zeigt eine Realität, die in jeder Großstadt des 21. Jahrhunderts existiert: junge Outlaws, Überschuss unserer scheinbar so wohlgeordneten Gesellschaft, die gegen diese zu glatte Vorstellung unseres Daseins rebellieren. Ja, verglichen mit den Herren sind diese jungen Menschen, die einen Alltag, in dem sie überflüssig sind, erdulden, sogar Helden, gerade weil sie keine Topmanager sind, sie sind weit weg von der Korruption.

Was auf den ersten Blick wie eine Milieu-Studie erscheint, erweist sich als Bezugnahme auf politische Missstände. Die Herren auf Hövelborns Bilder sind meist Kapital-Verbrecher, womit der Begriff des "Kapitalistischen Realismus" eine neue Bedeutung erlangt.

Zeitgenössische Personen fügen sich mühelos in die historischen Kompositionen ein, ob Intrigen im Vatikan oder ein DB-Komplott. So gleichen sich die Inszenierungen von Macht und Verbrechen, so dass man fürchten muss, es handelt sich wohl um ewige Wiederholungen von Verbrechen aus niederen Beweggründen wie Habgier, Maßlosigkeit, Neid und Hass, ewige Triebfedern der Menschheit, von Malern festgehalten. In diesem Sinne sind Clemens Hövelborns Bilder Teil einer langen Tradition der Malerei, die Spiegel der Sitten und Moral der Menschen ihrer Zeit ist.


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