Von Bettina Schönfelder am 26. März 2009 um 12:40

Herzliche Einladung zur Ausstellung



Patrizia Karda

Method in the Madness



im Kunstverein Pforzheim im Reuchlinhaus



Eröffnung: Sonntag, 29.März 2009, 15 Uhr

Finissage mit Künstlergespräch: 17.Mai 2009, 15 Uhr



Ausstellungsdauer: 29. März bis 17. Mai 2009

Öffnungszeiten: Di – So und feiertags 10.00 – 17.00 Uhr



Die Schweizer Künstlerin Patrizia Karda arbeitet ortsbezogen. Im
Zusammenwirken von Fotografien und Einbauten aus einfachen Baumaterialien
greift sie die architektonischen und musealen Besonderheiten im Reuchlinhaus
auf, erweitert und transformiert die reale Architektur. Ausgehend von der
Grundidee kristalliner Formen entstehen räumliche Bilder, die sich zwischen
Chaos, Ordnung und Ornamentik in Natur und Architektur bewegen.



Die Erscheinung und Struktur von Edelsteinen sind der Ausgangspunkt für die
Patrizia Kardas Installation „Method in the Madness“. So wie sich die
Pforzheimer Schmuckindustrie der Edelsteine als ganz besonderes Material
bedient, so scheint auch die Architektur des Reuchlinhauses von dieser Idee
geleitet zu sein. Die würfel- und quaderförmigen Gebäudeteile vermitteln den
Eindruck einer kristallinen Struktur. Das Gefühl, sich in einem
überdimensionalen Kristall zu befinden, wird durch die gläserne Architektur
der Ausstellungshalle verstärkt und durch die Einbettung in den Park
nochmals gesteigert. Kristalline und quasikristalline Strukturen, die
zwischen Ordnung und Unordnung changieren, bilden die Grundlage vieler
Ornamente, insbesondere in der islamischen Kultur. Auch Patrizia Karda
arbeitet mit einem kristallinen Ornament, das sich auf Wand- und
Raummodulen mannigfach wiederholt und den Ausstellungsraum besetzt und
gliedert. Das Zentrum der Rauminstallation bildet jedoch ein großer
kristalliner Körper, gebaut aus Dachlatten und Metallgitter, der begehbar
ist. Die Idee des rhythmisch pulsierenden Ornaments setzt sich fort in einer
Videoanimation, die in einer langen Reihe von Monitoren gezeigt wird. Die
regelmäßige Wiederholung ebenso wie die unregelmäßige Häufung und Variation
der gleichen Grundmuster schaffen eine Atmosphäre zwischen Geschlossenheit
und Offenheit. Eine sich immer wandelnde Präsentationsweise und der damit
verbundene temporäre Charakter sind wichtige Bestandteile der inszenierten
Räume von Patrizia Karda. Durch die Verknüpfung von Real- und Gedankenraum,
die man innerhalb der Installation aktiv durchwandern kann, wird das Bild in
den Raum erweitert und der Raum wird zum Bild transformiert.



Patrizia Karda (*1973) hat in in Basel, Zürich und Karlsruhe Medienkunst und
Fotografie studiert und wurde bereits mit vielen Stipendien ausgezeichnet.
Derzeit ist sie Artist in Residence in der Cité Internationale des Arts in
Paris. Sie hatte Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen in Basel,
Luzern, Zürich, Köln, Düsseldorf und Cork. Nach ihrer Einzelausstellung im
Kunstmuseum Mülheim a.d.Ruhr im Jahr 2008 hat sie nun eine neue
raumgreifende Installation für den Kunstverein Pforzheim entwickelt.



Der Kunstverein wird gefördert durch Stadt Pforzheim, Enzkreis,
Regierungspräsidium Karlsruhe.

Die Ausstellung wird unterstützt von Hypo-Kulturstiftung, Sparkasse
Pforzheim Calw, Stiftung Landesbank Baden-Württemberg.

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Kunstverein Pforzheim im Reuchlinhaus

Jahnstraße 42

75173 Pforzheim

Tel 07231 - 21525

Fax 07231 - 25073

Email: <mailto:>

<http://www.kunstvereinpforzheim.de/>; http://www.kunstvereinpforzheim.de









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