Von Peter Haury am 26. November 2006 um 00:48

Liebe Freunde und Interessierte, wir laden herzlich ein zur Eröffnung
der Foto-ausstellung "Mascha und Vera" von Lisa Biedlingmaier, wohnhaft
in Zürich, die subtile Inszenierungen und dokumentarisches verbindet.

Oberwelt e.V. Reinsburgstr. 93, 70197 Stuttgart, http://www.oberwelt.de

Bis 18. Dezember Mo 21.30 bis 24 h u.n.V unter 0711-81490909 oder 650067

Der schnelle Bergfluss „Maschavera“ windet sich um das Dorf Kasreti im
südlichen Georgien und bildet rein geografisch einen Rahmen um den Ort.
Man erzählt sich, dass zwei Schwestern, Mascha und Vera, darin ertrunken
seien.
Diese und andere Geschichten greift Lisa Biedlingmaier auf, um ein
Portrait des Dorfes, in dem sie bis zu ihrem 13. Lebensjahr aufwuchs,
fotografisch zu inszenieren.
An Orten, an denen Menschen sehr eng bei einander leben, an denen es
kein kulturelles Angebot gibt, werden Gerüchte, Geschichten und Mythen,
sowie Intrigen und Feindschaften zu Selbstläufern, sie besitzen
Unterhaltungswert und nehmen ein weites Beschäftigungsfeld ein.
Das Unheimliche ergibt sich durch den begrenzten Lebensraum. Die
Menschen beobachten sich gegenseitig sehr genau, die aufbrausende
Mentalität der Georgier führt dazu, dass man die Dinge detailliert und
emotional wahrnimmt. Die Ehre spielt auf allen Ebenen eine grosse Rolle.
Man wird dazu angehalten, Position zu beziehen.
Lisa Biedlingmaier interessiert in ihren Inszenierungen der Zustand des
Ungewissen; man fragt sich, was wohl zuvor passiert ist oder wo es
hinführt.
Der Kippmoment in eine heile Welt oder ins Unheil, aber auch
dokumentarische Hinweise auf Eigenheiten und kulturelle Besonderheiten
sind Thema in der fotografischen Auseinandersetzung mit dem georgischen
Dorf.







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