Von Oberwelt am 04. Mrz 2017 um 11:44

Liebe betacity, lieber Verteiler,

wir laden herzlich ein zur Eröffnung der Ausstellung

Material in Bewegung: Depot Oberwelt

von Ina Schneider

Eröffnung Freitag, 10. März 2017, 19.00 Uhr

Oberwelt e.V. Reinsburgstr. 93 Stuttgart

Ausstellung/Depot geöffnet samstags von 17-19 Uhr
Montag von 21.30 - 24.00 Uhr
Donnerstag von 17 bis 21 Uhr (im Rahmen von Linie West)
sowie nach Vereinbarung: Tel. 0711/297178
oder

Ina Schneider transferiert einen seit Jahren in ihrer Werkstatt
gelagerten Materialfundus sowie damit zusammenhängende Dokumentationen
in die Oberwelt.

Materialien, mit denen sie jahrzehntelang gearbeitet hat. Besucher
sollen anhand des weiten Spektrums der gezeigten Objekte zum Nachdenken
angeregt werden über Wert und Wichtigkeit von Waren in einer Gegenwart,
die von den Gegensätzen Überfluss und Verknappung geprägt ist.

Das Konzept der einwöchigen Ausstellung sieht eine starke Einbindung der
Besucher vor. So sollen diese auch die Möglichkeiten haben, bei
Interesse Materialien mitzunehmen und nach eigener Einschätzung diesen
Wert beizumessen, sprich selbst zu entscheiden, ob sie diese
eintauschen, mit einer Spende versehen oder sich schenken lassen möchten.

Die in der Ausstellung aufgebauten Materialien gehen auf einen Zeitraum
von über sechzig Jahren zurück. Es handelt sich um einen
Materialnachlass, der die Familiengeschichte der Künstlerin mit Themen
wie Mode, Bekleidung, Schmuck und Accessoires verknüpft. Er erzählt von
mehreren Jahrzehnten Entwicklung und Herstellung von immer mit der Zeit
gehenden Produkten. Dieser Nachlass ist entstanden, gewachsen und wurde
nicht gezielt gesammelt.
Seit mehreren Jahrzehnten prägt er Raum, birgt Geschichten, Entwicklung,
Emotionen.
Fragen, denen sich auch die Ausstellungsbesucher stellen dürfen, drehen
sich um die Polarität zwischen Material als Ballast oder
Inspirationsquelle, sowie der Fragen nach Werten: Welcher Wert wird
einem Objekt zugemessen und warum? Was ist wertvoll oder wertlos? Wie
verändern sich Werte, wenn die Dinge nicht mehr gebraucht werden?
Welchen Einfluss hat dabei der materielle oder emotionale Aspekt?
Im Fall dieser aktuellen Ausstellung geht es also weniger um fertige
Objekte und Arbeiten, als um das Material, aus dem sie bestehen können.
Dahinter steckt der Gedanke des Potentials und der Transformation, oder
auch nur der Verwertung. Denkprozesse können in Gang kommen, wie man
Ideen entwickelt und umsetzt. Auch Wünsche und Projektionen spielen
dabei eine Rolle wie: Noch etwas aus dem Material machen wollen, das
Vorhandene, Ruhende zu neuem Leben erwecken wollen. Oder: Die eigene
Haltung zu entdecken zur Wertigkeit von vorhandenen Dingen. In der
Oberwelt können sich daher für Besucher dieser Ausstellung verschiedene
Handlungsstränge und Interaktionen entwickeln, in einem sehr dehnbaren
Raum des Gebens und Nehmens.







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