Von Oberwelt am 06. Februar 2016 um 10:49

Liebe Betacity, lieber Verteiler,

wir laden herzlich ein zur Eröffnung der Ausstellung Tormented Soul

von Thabo Thindi

am Freitag, den 12. Februar um 19.00 Uhr

Oberwelt e.V., Reinsburgstr. 93 Stuttgart http://www.oberwelt.de

/Konglomerat eines zerschlagenen Geistes,
die Bedeutung seiner selbst suchen,
die eig//ene menschliche Existenz rechtfertigen,
in einer vor der Geburt getäuschten Nation eines verqueren Universums
How can I be in peace¿"/

/...a conglomerate of a shattered spirit
seeking a meaning of thyself
to justify it’s humanly existence
within a prematurely deceived nation of the universe transversed.
“How can I be in peace¿”/


In der Ausstellung *Tormented Soul* beschreibt der südafrikanische
Künstler Thabo Thindi die Existenz einer Dritten Welt Seele im
Pandämonium einer Ersten Welt, einem Ort von Tumult und Chaos. Fragen
nach gesellschaftlichen Veränderungen, nach sozialer Gerechtigkeit und
der Rolle der Künstler_Innen darin, verbunden mit denen des Exils, der
Migration und der Zugehörigkeit, sind zentrale Themen seiner Arbeit.
Für die Galerie Oberwelt entwickelt Thabo Thindi eine Installation,
begleitet von einer Live Performance und untersucht darin seine Existenz
zwischen Südafrika und Deutschland. Die Stadt Berlin spielt dabei eine
besondere Rolle. Mit Filmen, Poetry und Fotografien erzählt er seine
Geschichten und verknüpft darin verschiedene Themen seiner
künstlerischen Arbeit.
In den Interviews *"Exile Faces"* portraitiert Thabo Thindi
Südafrikaner_Innen seiner Mütter- und Vätergeneration, die sich gegen
das Apartheid-Regime auflehnten und ins Exil gezwungen wurden. Nicht
wenige von ihnen lebten in der DDR und BRD und sind heute noch in
Deutschland. Selten gehörte südafrikanische Lebensgeschichten mit
Einblick in die Ost-West Vergangenheit und die deutsche Gegenwart kommen
zur Sprache. In der Fotoserie *"A Third World Soul In A First World
Pandemonium”* dokumentiert der Künstler mit seiner Kamera sich selbst
und verwandte Seelen auf intensiven Streifzügen durch die Straßen
Berlins: Momentaufnahmen seines Lebens, eine Suche ohne festes Ziel, die
manchmal ein Gefühl der Leere und Verlorenheit vermittelt. In *"Home As
Tourist"* thematisiert er das Gefühl, fremd in Südafrika geworden zu
sein und untersucht seine Wahrnehmung von Heimat, ihre Veränderung und
ihre Stereotypisierung. Im Poetry Play *"Tormented Soul"* wird Thabo
Thindi aktuelle poetische Texte live aufführen. Darin sucht er den
Prozess seiner Desillusionierung zwischen den Welten zu fassen und den
Wunsch zu verdeutlichen, seinen umherwirbelnden, fragmentierten Geist
zur Ruhe zu bringen.

*Thabo Thindi* wurde im Huhudi Township bei Vryburg in Südafrika geboren
und lebt seit 2009 in Berlin. Mit den Medien Film, Fotografie,
Performance und Poetry erzählt er seine alltägliche Lebensgeschichte.
Aktuell arbeitet er an dem Dokumentarfilm “Berlin Black Music”. 2012
gewann er im Rahmen des „48 Hour Film Project Berlin“ den Preis "Beste
Kamera". Er ist Gründer und Regisseur der Plattform *Jozi.tv
<http://jozi.tv/>;*, die neben zahlreichen Projekten auch einen online
TV-Sender produziert und sich der Darstellung und Repräsentation von
Menschen aus afrikanischen Ländern in Deutschland widmet. Seine
Fotografien und Videofilme wurden unter anderem im Haus der Kulturen der
Welt, Galerie Listros, Ballhaus Naunynstraße und Cell 63 gezeigt.

Links:
Exil faces
<http://www.dw.com/en/insight-germany-south-african-filmmaker-thabo-thindi/av-18012617>;
auf Deutsche Welle online
Exil faces <https://exilefaces.wordpress.com>; website
Thabo Thindi über BerlinFaces <http://thabothindi.tumblr.com>;
Jozi.tv <http://jozi.tv/>;

Besichtigung bis 27. Februar Mo. 21.30 bis 24.00 Uhr u.n.V. unter
0711-650067









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