Von Oberwelt am 22. Februar 2016 um 20:36

Liebe Betacity, lieber Verteiler,

wir laden herzlich ein zum Vortrag

Train Ofiice: Was ist Glück* (für Dich)?

von Barbara Karsch-Chaïeb

am Freitag, den 26. Februar 2016, 19.00 Uhr

Oberwelt e.V. Reinsburgstr. 93 Stuttgart, http://www.oberwelt.de


Glück ist vielleicht ein ganz banaler Begriff, romantisch verklärt,
kitschig und emotional, völlig unscheinbar. Aber â ist das wirklich so?
Wollen wir nicht alle Glück haben, verbinden Glück mit Liebe, angenehmen
Gefühlen und Besitz? Was machen wir, wenn wir vermeintlich kein Glück
haben? Sind wir unglücklich und träumen von einem besseren Leben!?

Barbara Karsch-Chaïeb war im Jahr 2015 für einige Wochen in Armenien/
Eriwan bei der Organisation ACOSS als AIR â Artist in Residence. Dort
hatte sie die Möglichkeit, an dem Projekt IN MOTION, initiiert von 2
Kuratorinnen (Charlotte Poulain und Anna Gargarian) der HAYP POP UP
Gallery, teilzunehmen. HAYP POP UP Gallery ist eine Galerie/ Institution
ohne festen Ort, sie suchen ihr Glück bei und mit den Menschen, mit
denen sie zusammen arbeiten.

Das Projekt fand im Zug (Partner: South Caucasus Railway) von Eriwan,
der Hauptstadt Armeniens nach Gjumri, der 2. gröÃten Stadt Armeniens,
und zurück, von Gjumri nach Eriwan innerhalb von 4 Tagen statt.
Teilgenommen haben zahlreiche Künstlerinnen und Künstler mit
Performances, Installationen, Zeichnungen, Fotografien und weiteren
Aktionen.

Bereits ein paar Tage nach Ihrer Ankunft in Eriwan wurde die Künstlerin
eingeladen, an dem Projekt IN MOTION teilnehmen, Sie hat sich auf eine
frühere Arbeit besonnen, die sie im Jahr 2010 durchgeführt hat. In
Stuttgart wurden zahlreiche Menschen auf der StraÃe interviewt und
gefragt: âWas ist Glück für Dich?â Daraus ist ein Kurzfilm entstanden,
der unter anderem in der Arbeit mit internationalen Elterngruppen im
Jugendamt in Stuttgart eingesetzt wird **. Dieses Thema wurde wiederum
aufgegriffen und in dem Projekt umgesetzt.

Ãber 60 kurze Statements kamen in Armenien zusammen. Barbara
Karsch-Chaïeb war wichtig, mit den Menschen vor Ort in Kontakt zu treten
und zu âkommunizierenâ. Unterstützt wurde sie von den beiden
Kuratorinnen, die englisch, französisch und armenisch sprechen, wenn
Erklärungen oder Ãbersetzungen gewünscht wurden.

Schon bei der Ãbersetzung des Wortes fängt es ja an. Glück, wurde ihr
gesagt, ist eng verbunden mit dem Wort Erfolg. Wer weiÃ, was die
Menschen tatsächlich verstanden haben wollen, als sie gebeten wurden,
ihre Gedanken zu Glück in einigen wenigen Sätzen auf eine Karteikarte zu
notieren ⦠Sie haben sich aber ernsthaft daran gemacht und zahlreiche
Worte und Sätze aufgeschrieben. Die Karteikarten wurden nicht sofort
übersetzt. Es sollte auf keinen Fall eine soziologische Arbeit entstehen
und die Notizen mit den Aussagen in Stuttgart verglichen werden. Die
Begegnung war zunächst einmal wichtig und nicht ein Ergebnis!
Ebenfalls sind die Menschen fotografisch porträtiert worden, jedenfalls
die meisten, die die das gerne wollten!

Der Vortrag handelt von dem Projekt, von Armenien, von der Verständigung
zwischen Menschen und von der Suche nach dem Glück â¦

*Im Herkunftswörterbuch findet sich unter dem Begriff âGlückâ unter
anderem Heil und selig, aber auch Geschick (Schicksals(macht)); Zufall,
günstiger Ausgang â¦
**Eine Mitarbeiterin vom Jugendamt: âDer Film ist ein guter Anstoà für
Diskussionen über die eigene Situation und die anderer, er könnte
aktuell wieder in der Flüchtlingsarbeit gezeigt werden ...â

Vortrag Freitag, 26. Februar 2016, 19.00 Uhr








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