Von Oberwelt am 20. September 2014 um 11:12

Liebe betacity, lieber Verteiler,

wir laden herzlich ein zur Eröffnung der Ausstellung "Bartrait" der
Luzerner Künstlerin Claudia Vogel.


Freitag, 26. September 2014, 19.00 Uhr

Oberwelt e.V. Reinsburgstr. 93 Stuttgart http://www.oberwelt.de

Besichtigung bis 13. Oktober 2014
Mo. 21.30 bis 24.00 Uhr u.n.V. unter Tel. 0178-1331135

In der Ausstellung „Bartrait“ geht’s um Körperlichkeit, um Körperkult
und Haarige Geschichten.

Jeweils im Herbst findet in der Innerschweiz eine Veranstaltung statt:
Die mit gebührendem Ernst durchgeführte, typisch schweizerische
Tradition der „Bartabhauete“ , wo sich rasierwillige Bartträger
einfinden (dieses Jahr 44!) und der schwerste Bart, akribisch gewogen,
gewinnt - je nachdem ein Kalb, ein Rind, oder eine Sau.

Im Jahr 2013 war Claudia Vogel am Anlass im Herbst mit dabei und hat
danach 44 Bärte und die dazugehörigen Portraitbilder mit ins Atelier
genommen. Die abgeschnittenen Bärte wurden weiterverarbeitet und werden
als Installation im Raum mit dem dazugehörigen (rasierten) Portrait
gezeigt. Zudem werden Körperbilder - Zeichnungen - und kleinere Objekte
zu sehen sein.

Bärte sind mehr als Haare im Gesicht. Sie transportieren auch
Botschaften und werden von Menschen in unserem Kulturkreis je nach Form,
Situation und Kontext verschieden gelesen und interpretiert. Seit
einigen Jahren gelten die trendigen, wohlgepflegten Bärte von George
Clooney und Co. als Ausdruck von Coolness und Smartheit.

Über eine eigene, lange Tradition des Barttragens verfügen die Sennen
und Hirten in den Schweizer Bergen, denn es gibt im Alpsommer
wichtigeres zu tun als die Barthaare zu stutzen. Mit entsprechend wildem
Aussehen präsentier(t)en sich viele von ihnen bei der Rückkehr ins Tal.

An der Schnittstelle von Individuum und Öffentlichkeit wächst das Haar.
Haare als Material zu verwenden, kann verunsichern oder befremden, sie
berühren das Thema Körperlichkeit und Individualität. Haare sind nicht
nur im Sprachgebrauch häufig vorhanden, sondern sind auch je nach
Kontext der Begegnung unterschiedlich zu deuten. Ein Haar in der Suppe
findet jeder eklig, aber schönes, langes Kopfhaar wird mit viel
erotischem Potential in Verbindung gebracht.

Auch die anderen Arbeiten haben die Körperlichkeit zum Thema.










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