Von Betacity am 14. August 2007 um 10:24

KOI 02 EN BLOC vom 01. – 09.09.07 Vernissage 31.08.07

Ausstellungsprojekt im öffentlichen Raum der Südstadt – Ost in Karlsruhe

KOI

steht für

Kunst Oeffentlich Interdisziplinär.

KOI 02

http://www.koi-projects.de/

sagt an, dass es sich um unser 2. Projekt handelt. Gleichzeitig ist es
unser erstes im öffentlichen Raum.

KOI 02 EN BLOC

ist der Name der Ausstellung und nimmt Bezug auf den Ort der
Präsentation, die sehr junge und noch immer im Bau befindliche
Südstadt Ost in Karlsruhe, deren Bebauungsplan eine Blockrandbebauung
vorsieht.

wer ist KOI ?

KOI ist ein gemeinnütziger und eingetragener Verein. Seine Mitglieder
verkörpern bereits den interdisziplinären Gedanken. Sie arbeiten als
Kunstvermittler, kommen aus dem Kulturmanagment, sind Umweltingenieur
oder Grafikerin, Fotografin und Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache,
sind Architekten, Künstler und Studenten. Sie haben sich im Juli 2006
zusammengetan, um der interdisziplinären und temporären Kunst im
öffentlichen Raum einen weiteren Weg zu ebnen. Das bedeutet, dass sich
der Verein dafür einsetzt, diese Art von Kunstpräsentation zu
ermöglichen und die Protagonisten entsprechend einer breiten
Öffentlichkeit vorzustellen. Außerdem strebt der Verein ein
internationales Netzwerk möglichst vieler an dieser Art von
Ausstellungsform interessierter und beteiligter Menschen an. KOI 02 EN
BLOC ist also durch ehrenamtliche Vereinstätigkeit zu dem geworden,
was sie für den kurzen Zeitraum von 10 Tagen zu sehen bekommen.

Temporäre Kunst im öffentlichen Raum

Den öffentlichen Raum als Kommunikationsort wiederzuentdecken ist das
Ziel, das Künstler haben, wenn sie für diesen Kunstwerke schaffen. Die
Popularität des Ortes spielt dabei keine Rolle. Oft sind es Plätze,
die wenig im Blick der Öffentlichkeit stehen Temporär installierte
Kunst macht auf diese Plätze und ihre Menschen aufmerksam, indem sie
deren Lebensraum einbezieht. Ästhetische Kriterien mögen dabei eine
ebenso große Rolle spielen wie soziale oder historische Aspekte. Sich
mit gesellschaftlichen Themen auseinander zu setzen, sich konstruktiv
einzumischen ist stets Anliegen von Kunst.

Temporäre Kunst im öffentlichen Raum ist daher- anders als
musealisierte Kunstausstellungen - wegen ihrer Niederschwelligkeit von
Bedeutung. Denn kein auserwähltes Kunstpublikum betritt den
Ausstellungsort. Zufällig begegnen Passanten der Kunst. Der
Aufgeschlossenheit und Neugier dieses Publikums – die wenigsten sind
Spezialisten - bedarf die Kunst, um in Dialog zu treten. Betrachtung
von Alltag, Gewohnheiten, eingefleischten Sichtweisen, Zeitgeist und
Bewahrenswertes treten in den Vordergrund der Auseinandersetzung .
Eine neue Perspektive entsteht, diese erzeugt einen Impuls bei den
Menschen, die Teil des bespielten Raumes sind und sich plötzlich in
der Rolle des Kunstbetrachters wieder finden. Eine Rolle, die dem
einzelnen mehr oder weniger vertraut sein mag. Und hier beginnt der
Diskurs zwischen dem Künstler, seinem Kunstwerk und einem breiten
Publikum. Durch die Einbeziehung der Bevölkerung in künstlerische
Prozesse, reagiert die Kunst auf den sozialen Raum und verändert ihn
auf Zeit.







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