Von GEV am 02. November 2016 um 13:09

Die Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde im Linden-Museum lädt anlässlich der Sonderausstellung "Oishii! Essen in Japan" zu einer neuen Vortragsreihe 2016/2017 ein.

Als Auftakt referiert Prof. Dr. Lorenz Korn am Freitag, den 04.11.2016, über
"Khurasan - Land des Sonnenaufgangs. Ein Kerngebiet islamischer Kunst und Kultur zwischen Iran und Zentralasien".

---
Vortragsbeginn: 18:30 Uhr
Veranstaltungsort: Wannersaal im Linden-Museum, Hegelplatz 1, 70174 Stuttgart
Eintrit: Mitglieder frei / Nichtmitglieder 3,- Euro / Rentner, Schüler, Studenten 2,- Euro
---

"Die historische Landschaft Khurasan, heute aufgeteilt zwischen Iran, Afghanistan, Turkmenistan und Usbekistan, war bis zur mongolischen Eroberung im 13. Jahrhundert (und teilweise darüber hinaus) eine der kulturell fruchtbarsten Regionen der islamischen Welt. Aus Städten wie Nishapur, Merv, Herat und Buchara kamen berühmte Dichter und Gelehrte.
Reste von Karawansereien, Residenzen, Moscheen und Grabbauten geben ein Bild von der materiellen Kultur ebenso wie die archäologischen Funde und Museumsbestände von Keramik und Metallarbeiten. Der Vortrag stellt dar, wie die Provinz Khurasan zur Kunst der islamischen Welt beitrug, welche Zentren einander im Laufe der Jahrhunderte ablösten und wie die Städte Khurasans untereinander und mit anderen Teilen der Welt verbunden waren.
Neben stilistische Entwicklungen kommen auch Bau- und Herstellungstechniken zur Sprache, die sich an der Kunst Khurasans beobachten lassen und die für die Kulturen Irans und Zentralasiens prägend waren. Der Vortrag bringt die Perspektive des laufenden Khurasan-Forschungsprojekts zur Sprache; er stützt sich auf mehrjährige Arbeiten zur Kunst und Architektur Khurasans an Museumsbeständen, nicht zuletzt im Linden-Museum selbst, und auf Feldforschungen in Iran und Zentralasien."

Prof. Dr. Lorenz Korn lehrt Islamische Kunstgeschichte und Archäologie an der Universität Bamberg. Seine Forschungsgebiete sind Architektur und Baudekor in den Kernländern der Islamischen Welt zwischen Ägypten und Zentralasien vom 10. bis. 16. Jahrhundert, daneben auch Metallarbeiten aus Khurasan sowie arabische Inschriften. Zu seinen Publikationen zählen u. a. die beiden einführenden Werke "Geschichte der Islamischen Kunst" und "Die Moschee. Architektur und religiöses Leben" (Verlag C. H. Beck).

---
Die Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde zu Stuttgart e.V., gegründet 1882 als Württembergischer Verein für Handelsgeographie, verbreitet in über hundertjähriger Tradition erd- und völkerkundliches Wissen, fördert geographische und ethnologische Forschungen und unterstützt das Linden-Museum.

Werden Sie Mitglied und erhalten Sie u.a. freien Eintritt in alle Ausstellungen des Linden-Museums und zu den Vorträgen der GEV.
Weitere Informationen und das komplette Vortragsprogramm finden Sie unter http://www.lindenmuseum.de/foerdern/foerderverein-gev
---

Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde e.V.
Linden-Museum Stuttgart
Hegelplatz 1
70174 Stuttgart
Tel. +49.(0)711.2022-563
Fax: +49-(0)711.2022-590

http://www.lindenmuseum.de
http://www.twitter.com/lindenmuseum
http://www.facebook.com/LindenMuseumStuttgart
http://www.instagram.com/lindenmuseum











LF.net Netzwerksysteme GmbH :: Internet Service Provider in Stuttgart

Mailingliste/Blog / Archiv