Von Tanja Lohmann am 01. März 2005 um 00:00

HELP [Hell:Enters:Life:Permanently]


Photographie von Thomas van de Scheck

HELP [Hell:Enters:Life:Permanently]
Vernissage: Fr. 04.03. 2005 ab 20 Uhr
Einführung in die Ausstellung ca. 20. 30 Uhr
Galerie Zero Arts/Stuttgart
Ostendstraße 16
Tel: 0711-2624315

Ausstellung vom 04. März - 29. April 2005
öffnungszeiten:
Dienstag, Mittwoch & Donnerstag 15.00 bis 20.00 Uhr und nach Vereinbarung.
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Thomas van de Schecks Bilder scheinen Filmen wie "The Cell" entsprungen zu sein. Die abgebildeten Menschen, blutverschmiert, verstümmelt und schreiend, wirken wie aus einer Anstalt entlaufen. Abstoßend wirken die Bilder, wie aus einer weit entfernten Welt. Und dennoch geht eine Faszination von den Arbeiten aus, die einen hinschauen lässt. Seine weißen Hintergründe lenken den Blick auf das Motiv, die Inszenierung - das "Wesentliche" ... was van de Schecks Botschaften visualisiert. Dagegen ist die entblößte und zufriedene Schönheit in unberührter Natur - bevorzugtes Ablichtungsobjekt vieler Akt-Fotografen - weit entfernt vom wahren Leben, zumal die Aussage von Thomas van de Scheck um einiges realer ist. Der Mensch hat ein gespaltenes Verhältnis zu seinem Körper. Er verweigert ihm Nahrung, er durchlöchert ihn, er färbt ihn, er fügt ihm Narben zu. Und oft nur aus dem Grund, sich durch Schmerz in einer zunehmend verrohten Gesellschaft wieder selbst spüren zu wollen. Oder eine Stimme zu finden, um sich mitzuteilen. Van de Schecks Motive schreien den Betrachter an. Ihre grellen Farben fordern Beachtung. Für den ehemaligen Musiker, Autor und Werbetexter hat Kunst - folglich auch die Fotografie - eine wesentlich tiefere Bedeutung, als nur die, dem Auge schmeicheln zu wollen.

In der Ausstellung HELP [Hell:Enters:Life:Permanently] präsentiert van de Scheck Arbeiten aus den letzten drei Jahren, welches sich aus seinem Bildband CUTS und dem aktuellen Buchprojekt DeGeneration zusammensetzt.
Mit HELP führt der Künstler den Betrachter in eine Welt des Individuellen und des Exzessiven und lädt ihn mit Schonungslosigkeit, aber auch oftmals einem schmunzelnden Auge zu einer Freakshow ein.

Ausstellungsdauer: 04. 03. - 29. 04. 2005





\"CUTS\" - Der erste Bildband von TvdS.
Das Buch enthält drei große Kapitel, „Beautiful Strangers”, „Wildcuts” und „Secret Wishes” in denen Thomas van de Scheck uns seine kritischen, überraschenden, manchmal witzigen aber oft verstörenden Sichtweisen zu Themen darbietet. Er ist in jedem Fall ein Künstler der polarisiert, man mag sein Werk oder eben nicht.


Homepage des Künstler: http://www.tvds.de


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