Von Betacity am 06. Mai 2010 um 16:57

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Von: Presse Trickfilm-Festival Stuttgart <>
Datum: 6. Mai 2010 15:33
Betreff: Konzept für NEUES KOMMUNALES KINO in Stuttgart
An:



PRESSEMELDUNG vom 6. Mai 2010

Projektgruppe setzt sich für ein neues Kommunales Kino in Stuttgart ein

Stuttgart - Es bewegt sich wieder etwas in der Frage um ein neues
Kommunales Kino in Stuttgart. Vertreter nahezu aller filmrelevanter
und kultureller Institutionen in der Region haben sich auf Initiative
der Film Commission Region Stuttgart in einer Projektgruppe zur
Wiederbelebung eines Kommunalen Kinos in der baden-württembergischen
Landeshauptstadt zusammengeschlossen. Seit der Schließung des
Kommunalen Kinos Mitte 2008 ist Stuttgart die einzige deutsche
Großstadt ohne ein solches nichtkommerzielles Kino. Die Gruppe „NEUES
KOMMUNALES KINO“ hat daher ein Gesamtkonzept erarbeitet, das heute, 6.
Mai 2010, im Rahmen des 17. Internationalen Trickfilm-Festivals
Stuttgart (4.- 9. Mai 2010) der Presse vorgestellt wurde.

Seit vierzig Jahren sind Kommunale Kinos neben den Erstaufführungs-
und den Programmkinos ein essentieller Bestandteil der deutschen
Kinolandschaft. In Städten wie München, Berlin, Frankfurt oder
Hamburg, aber auch in Freiburg, Mannheim und Karlsruhe bieten
Kommunale Kinos den Raum für einen auf audiovisuellen Kunstwerken
basierenden öffentlichen Diskurs. In Stuttgart fehlt seit der
Schließung des Kommunalen Kinos im Sommer 2008 ein solcher
öffentlicher Raum für Bewegtbild. Doch gerade in der heutigen Zeit, in
der die audiovisuellen Medien einen immer höheren Stellewert einnehmen
und unsere Wahrnehmung entscheidend prägen, ist die Vermittlung von
Medienkompetenz und Filmkultur unerlässlich.

Daher hat die Film Commission Region Stuttgart im November 2009 die
Gründung der Projektgruppe "NEUES KOMMUNALES KINO" angeregt, die
Vertreter nahezu aller filmrelevanter Institutionen in der Region
Stuttgart vereint und in einem Beteiligungsprozess einen durchdachten,
konzeptionellen und institutionellen Neuanfang auf breiter Basis
erarbeitet hat. Dieses Gesamtkonzept soll die Unabhängigkeit, Relevanz
und Qualität des Kommunalen Kinos langfristig sichern. Dafür ist eine
Zusammenarbeit von Stuttgarter Kultur- und Bildungsinstitutionen sowie
der Kulturpolitik und -verwaltung unerlässlich. Als offenes,
fortzuschreibendes und neuartiges Konzept eines Kommunalen Kinos trägt
es gleichzeitig der dynamischen Entwicklung im Film- und Medienbereich
Rechnung.

Wie andere Kunstformen benötigt der Film einen angemessenen
Präsentationsort, an dem er in seiner Geschichte und Vielfalt allen
Bevölkerungsschichten zugänglich gemacht und kompetent vermittelt
werden kann. Das neue Kommunale Kino ist als Kino in der Stadt und für
die Stadt gedacht und als Wegbegleiter und –bereiter einer sich
wandelnden städtischen und medialen Gesellschaft. Es soll als Ort der
Vermittlung von Filmkultur, der verantwortlichen Mediennutzung, der
interkulturellen Kommunikation und Begegnung fungieren und Filmen
einen Aufführungsort jenseits der kommerziellen Spielpraxis sowie
Präsentationsmöglichkeiten für den aktiven und innovativen
Filmstandort Region Stuttgart bieten.

Aufgrund der aktuellen Haushaltssituation und dem zeitlich verzögerten
Beginn der Komplementärförderung der MFG Filmförderung
Baden-Württemberg wird allerdings ein dreistufiges Modell
vorgeschlagen. Am Anfang steht eine fundierte Recherche-,
Kommunikations- und Marketingstrategie, die Entwicklung einer
tragfähigen Struktur und die Vernetzung bereits bestehender Angebote.
Zum Haushalt 2012/13 wird dann die Aufnahme eines provisorischen
Spielbetriebs vorgeschlagen, der allerdings auf ein Jahr beschränkt
bleiben sollte. Bis dahin sollte durch Neu- bzw. Umbau ein passender
Ort für das neue Kommunale Kino geschaffen werden.

Das Gesamtkonzept liegt auf der Homepage des Internationalen
Trickfilm-Festivals (http://www.itfs.de) Stuttgart im Pressebereich zum
Download bereit.

Als Sprecher der Projektgruppe steht Ihnen Dieter Krauß (MFG
Filmförderung Baden-Württemberg) für Fragen zur Verfügung, zusätzlich
Iris Loos (VHS Stuttgart), Ulrich Wegenast (Film- und Medienfestival
gGmbH) und Christian Dosch (Film Commission Region Stuttgart).







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