Von Friederike Van Dülmen am 23. Juni 2010 um 11:29

LETZTE CHANCE IN DIESER SPIELZEIT



THEATER IM PRIVATEN RAUM

WELCHE DROGE PASST ZU MIR?

Von Kai Hensel

Erleben Sie Petra Weimer als Hanna Schlüter exklusiv ganz intim in privaten Wohnzimmern der "Halbhöhenlage" in Stuttgart.

24. - 26. 06. 2010. Jeweils 20 Uhr

Und so funktioniert's:

Sie kaufen für einen der Termine im Vorverkauf eine Karte, und erhalten dann die Adresse des Spielortes.

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Regie: Eva Hosemann

Ausstattung: Ulli Remmert

Video: Thomas Pfisterer

Mit: Petra Weimer



Hanna steht mitten im Leben. Sie verheiratet und liebende Mutter eines kleinen Jungen. Sie glänzt als fürsorgliche Haus- und Ehefrau und vertraut auf die Weisheiten Senecas.

Hanna hält soeben einen Dia-Vortrag über die Vorzüge des regelmäßigen Drogenkonsums.
Ob Alkohol, Ecstasy, Haschisch, Heroin, Ketamin, Kokain, Nikotin, LSD, Pilze oder Speed - Hanna kennt sie alle, denn sie schluckt sich inzwischen durch die gesamte Palette. Und sie hat den Durchblick: Gegen alle gesellschaftlichen Anfeindungen legt sie zwingend dar, dass die kontrollierte Einnahme von Drogen nicht nur ungefährlich, sondern für das persönliche Wohlempfinden geradezu unerlässlich ist - jedenfalls nach einer gewissen Eingewöhnungsphase. Auch wenn sie inzwischen gewisse Ausfallsymptome und gesundheitliche Begleiterscheinungen an sich feststellt, aber alles in allem nichts, was sie irgendwie beunruhigen müsste. Denn Drogen geben Kraft.


Oder, um mit Seneca zu sprechen: "Nur Kleinmütige und Schwächlinge wählen den sicheren Pfad. Der Held geht über Gipfel."

Autor Kai Hensel nennt sein Stück "eine Einführung", und auf den ersten Blick ist der Monolog von Hanna tatsächlich eine Ansammlung von Ratschlägen für den Umgang mit Bewusstsein verändernden Stoffen. Die Provokation besteht nicht nur im Hinweis zur "richtigen" Dosierung von Ecstasy oder zum legalen Erwerb diverser Hilfsmittel für den Drogenkonsum. Hanna ist weder Dealer noch das, was man gemeinhin Junkie nennt.

Sie ist eine elegante Hausfrau um die 40, mit Mann in guter Stellung und begabtem, aber übersensiblem Sohn.



Da spricht kein Kind vom Bahnhof Zoo und auch keine "lost generation": "Wir wollen ein glückliches Leben. Wir wollen Liebe und Liebe kostet Kraft." Drogen nehmen wir nicht für uns, sondern für andere. Hanna weiß wovon sie redet. Ihr Mann hat berechtigte Erwartungen an eine ausgeglichene, liebevolle Ehefrau. Auch ihr Sohn, eher musisch begabt, will von seiner Mutter umsorgt werden, wenn die anderen Kinder ihn mal wieder in den Dreck geschubst haben. Drogen machen angstfrei und schlank, mutig und stark, wenn man ein paar Regeln des Drogenkonsums beachtet. Drogen helfen, das Leben zu ertragen - und machen es erst recht unerträglich.


Hanna zwischen Größenwahn und Schweißausbruch, Tagtraum und Atemlähmung unternimmt eine Reise an die Pforten des Paradieses. Begleitet von ihrem Gewährsmann, dem großen Stoiker Seneca führt sie uns ein in die Welt der Drogen.





Thorsten Hamm

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit



Theater Rampe

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70180 Stuttgart



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