n0name newsletter #98
Von N0name am 19. Dezember 2006 um 10:47
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n0name newsletter #98 Mo., 17.12.2006 09:00 CET
*Inhalt/Contents*
1. Rezension von Sabine Nuss. _Copyright & Copyriot_ 4
2. FINANZIERUNGSMODELL 1.0
3. Nick. _Roman_ (Fortsetzungsroman) Teil 61
9 KB, ca. 4 DIN A4-Seiten
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1.
Rezension von Sabine Nuss. _Copyright & Copyriot_ 4
Wie haelt es n0name mit dem (c)? Die staendige Selbstmasznahme fuer
ein buergerliches Kopier- und Urheberrecht ist geschuldet, naemlich
der Tatsache, dass hier niemand nichts und niemanden akti-vieren kann,
was vor Ausbeutung schuetzen wuerde. Also wurde ein zumindest
symbolischer und den "Raub"kopierern solidarischer angemeldeter
Schutz vor dem Datenklau durch eventuelle Verwerter (Halbparanoia!)
notwendig. Denn als erster Verwerter gilt der Vertreter der je
eigenen (Pseudo)Ware.
"Es war" also "kein Wunder,"
dass man, ohne sich einen Namen gemacht zu haben, es gezwungenermaszen
so halten muss und,
"dass Freie Software und File-Sharing eine breite, öffentli-che
Debatte um das Urheberrecht und im weiteren Sinne über geistiges
Eigentum auslösten. Beides sind Phänoneme des Copyriot, hier
verstanden als aufrühreri-sche Infragestellung des traditionellen
Copyrights. Die Entwicklung der Kommu-nikations- und
Informationstechnologien haben jedoch nicht nur in der digita-len
Sphäre zu sozialen Kämpfen und Auseinandersetzungen um den Zugang
zu Wissen geführt."
Wobei zu fragen waere, ob die Entwicklung des je neusten Stands der
Techniken hier nicht etwas zu singulaer aufgefasst wird, wo diese doch
in direktem Wechselverhaeltnis mit den sozialen Bedingungen stehen.
Die Henne des Arpanet oder das Ei des Kalten Krieges als
Ursache-Wirkung-Konstellation waere jedoch immer eine, die nach vorne
aufzuloesen waere, denn
"Ãberall, wo mittels der neuen Technologien neues Wissen gene-riert
werden kann, kommt die Frage des geistigen Eigentums ins Spiel. Ganz
besonders brisant ist dies natürlich bei der Erforschung der Erbanlagen
von Mensch, Tier und Natur und bei der Entwicklung medizinischer
Produkte. Die verschiede-nen Bereiche, in denen das geistige Eigentum
greift, lassen sich jedoch nicht über einen Kamm scheren, dies zeigt
sich schon daran, dass es ganz verschiedene Rechts-instrumente des
geistigen Eigentums gibt (Urheberrecht, Patentrecht, Marken-recht,
etc.). Auch die Analogie zwischen dem genetischen Code und dem
digita-len Code hinkt - es wird zwar beides Code genannt, aber zum
einen ist das erste von der Natur geliefert, während das zweite
Resultat menschlicher Arbeitskraft ist und zum anderen läÃt sich der
Code von Software auf Knopfdruck beliebig oft reproduzieren ohne
Qualitätsverlust. Die unterschiedlichen Eigenschaften der je
verschiedenen Wissensarten, die mittels geistigen Eigentums
kommodifiziert wer-den sollen, lösen entsprechend ihrer
Verschiedenheit auch je andere Debatten aus, in denen je
unterschiedliche Aspekte zum Tragen kommen. So waren für
10
mich spezifische Aspekte bei den Auseinandersetzungen um Freie Software
und File-Sharing interessant, die es im Bereich der Gentechnologie
oder Pharmazie nicht gibt (so ist es in letzterem Bereich eben nicht
der Fall, dass die Privateigentums-form in der Praxis von einer Masse
einzelner Konsumenten in Frage gestellt bzw. umgangen werden kann).
Daher konzentriert sich die vorliegende Arbeit zwar auf einen
speziellen Teilbereich einer ganzen Palette von Gegenwartsphänomenen,
die das Thema geistiges Eigentum mittlerweile ganz oben auf die Agenda
der öffentlichen Auseinandersetzung gesetzt hat. Andererseits aber
liefert sie eine Analyse zum bürgerlichen Eigentum und seiner
Erscheinungsform des geistigen Eigentums, die als theoretische
Grundlegung durchaus für alle empirischen Phä-nomene, die unter den
Anwendungsbereich des geistigen Eigentums fallen, Rele-vanz hat.
Um zur theoretischen Grundlegung zu gelangen, kam es mir u.a. darauf
an, das zumeist unreflektierte, stillschweigende Eigentumsverständnis,
welches die Auseinandersetzungen beherrschte, zu hinterfragen. Ludwig
Wittgenstein war ein Meister im steten Erschüttern scheinbar evidenter
Wahrheiten. In seiner letzten Schrift âÃber Gewissheit" spielt er immer
wieder durch, wie GewiÃheiten abhän-gig sind von zuvor stillschweigend
und für selbstverständlich gehaltenen Annah-men und Sinnzusammenhängen.
Diese entstehen nicht nur kognitiv, sondern auch mittels einer
spezifischen, historisch je wandelbaren Praxis; sie sind damit ein
Ganzes aus Einsicht und Handeln. Ihrerseits hinterfragt gerät die
Gewissheit ins Wanken und irgendwann gelangt man fast zwangsläufig zur
sokratischen Erkenntnis: Ich weiss, dass ich nichts weiÃ.
Strenggenommen müsste noch hinzugefügt wer-den: Und nicht mal das weiÃ
ich. Eine weitere der Wittgenstein'schen Einsicht ganz verwandte
Erkenntnis, mit der alle mit Wissenserwerb beschäftigten Men-schen
konfrontiert sind, kristallisierte sich im Laufe meiner Arbeit immer
deutli-cher heraus: je mehr ich weiÃ, desto mehr erfahre ich zugleich,
was ich noch alles nicht weiss. Das heiÃt nun aber nicht, dass vor
diesem Hintergrund gar keine Aussagen möglich seien, vielmehr gehört
es zum Urteilen dazu, irgendwann mit dem Nichtzweifeln anzufangen.
Wenn sich dabei widerstreitende Argumente ge-genüberstehen, die auf
grundverschiedenen, nicht restlos aufklärbaren Systemen von Vorannahmen
(âSprachspielen") beruhen, wird die jeweils andere Ãberzeu-gung auf
der Grundlage der eigenen kritisiert, und - so Wittgenstein - âda
erklärt jeder den Andern für einen Narren und Ketzer" (§ 611). Am Ende
jedoch findet ein Kampf statt (§ 609ff). Unter dem Motto âOmnia sunt
communiaâ verstehe ich die vorliegende Arbeit als Teil eines solchen
Kampfes."
Dieser Kampf wird immer wieder konterkarikiert von den Anwuerfen aus
dem Lager der akademischen Angstzustaende, man koennte "Wissenschaft
als Web-Sampling" miszverstehen (http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/
24221/1.html) und Wissen als universitaeres/wissenschaftliches wuerde
verwaessert, duenn und dumm mit der auf eine "Copy&Paste-Maschine"
(Sebastian Luetgert) reduzierten Maschine Computer samt seiner
Peripherien und bi- und mehrdirektionalen Anschluesse. Auch ein
Maschinenpark, der vom Rechner getriggert wird (genausogut koennte man
von einer computergesteuerten Produktionsstrasse, oder einem
computergesteuerten Produktionsdorf, hehe, analog zur Musikproduktion
von einem Sequenzer-System sprechen), wird als Sklavenmaschine (Slave)
den Herrn (Master) Rechner gegen-triggern.
Denn
"Für geistige Schöpfung gilt in ganz besonderem MaÃe, was generell
für Produk-te einer arbeitsteiligen Gesellschaft gilt: Sie entsteht
nur in Kooperation. Dass der Rohstoff für die Produktion von Wissen
wiederum Wissen ist, gehört zu den
11
zentralen Praemissen der vorliegenden Arbeit."
Wobei ergaenzt werden koennte, dass jedes Broetchen Rohstoff fuer die
Produktion von Wissen abgibt, oder allgemeiner: der Evolutionsschub
mit der Technik des Kochens aus dem Bedarf der Ernaehrung[1].
Dass naemlich jedes Ding eine 'Anruehrung' fuer das Herstellen und
Bereitstellen von Wissen ist, ohne Auseinandersetzung mit dem
Materiellen kein Wissen noetig waere, jeder Umstand mit dem
Gegen-Stand eine kongnitive Leistung notwendig macht und ungebundenes
rein abstraktes Wissen gar nicht existieren kann (wer liest hier welche
philosophische Schule heraus?).
Matze Schmidt
_____
[1] Kochen fuers Gehirn
http://www.stern.de/wissenschaft/natur/:EVOLUTION-Kochen-Gehirn/
258381.html
Rezension von Sabine Nuss. _Copyright & Copyriot_ 5 im n0name
newsletter #99
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2.
FINANZIERUNGSMODELL 1.0
MIETE/DSL/STROM - EINZAHLUNGEN 2007
01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 2007
AB 95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠1140â¬
CD 95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠1140â¬
EF 95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠1140â¬
GH 95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠1140â¬
IJ 95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠95⬠1140â¬
MIETE/DSL/STROM 5700â¬
------------------------------------------------------------------------
3.
Nick. _Roman_ (Fortsetzungsroman) Teil 62
Ssszzzh!
Teil 63 im n0name newsletter #99
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