Von Thealit am 19. November 2009 um 12:07


> Neu bei thealit!
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> Die neue Buchreihe des thealit Verlags queer lab versammelt experimentelle
> literarische und bildnerische Arbeiten.
> Als ein queres Labor widmet sie sich Darstellungen von
> Geschlechter_un_ordnungen, die auch formal 'durchquerend' vorgehen.
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> Band 1:
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> Therese Roth
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> Nervenkostüme und andere Unruhen (Roman, Überzeichnungen)
> ca. 200 Seiten, Farbe, 12 €
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> bitte vorbestellen! Erst bei 300 Vorbestellungen wird gedruckt!
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> Bestellung bitte unter:
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> Fax: 0421-78028
> Tel: 0421-701632
> oder: thealit - Im Krummen Arm 1-28203 Bremen
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> Die fiktive Biografie erzählt einen Ausschnitt aus dem Leben von Paula Paura,
> vom ersten September bis zum neunten Oktober 2001.
> Zunächst geht es darum, welchen Irrungen und Wirrungen Paulas Nervenkostüm im
> Alltag ausgesetzt ist. Ein Alltag, der von einer
> entstehenden Liebesgeschichte, den Ereignissen in Genua, dem Attentat am
> elften September und der Hamburger Bürgerschaftswahl
> entscheidend geprägt ist. Nebenbei zeichnet sich skizzenhaft das Portrait
> eines subkulturellen Freundeskreises und ein breites Panorama
> von Paulas Angstvorstellungen und queeren Leidenschaften. Diese Geschichte ist
> nicht im Ganzen frei erfunden. Das ist wie mit den Angstzuständen. Und die
> Welt ist Text. "'Und kommst du mit spazieren, Paula?' 'Warum eigentlich
> nicht?'
>
> Therese Roth, Wahlhamburgerin, Schriftstellerin, Lesbe.
> Die Autorin hat Jura und Sozial- und Wirtschaftsgeschichte studiert und beide
> Studien vor Beendigung abgebrochen. Ihren Lebensunterhalt hat sie sich unter
> anderem als Buchhändlerin, Webdesignerin, Veranstaltungsorganisatorin, Köchin,
> Kellnerin,
> Au-Pair in Italien und PR-Texterin verdient.
>
> Leseprobe:
> "1. September. Neben dem Bett stand der digitale Radiowecker, den sie seit
> ihrer Kommunion durch die Republik geschleppt hatte.
> Sie starrte aus verquollenen Augen auf die Ziffern. Es dauerte eine Weile, bis
> ihr Blick fokussierte: 10:25 in eckigem Rot. Langsam kam das Bewusstsein aus
> seiner dunklen Ecke hervor gekrochen. Paula begriff, was sie so jäh aus den
> Träumen gerissen hatte. Im Haus polterte jemand die Treppen rauf. Vor der
> Wohnungstür ein kurzer Moment der Stille, Rascheln dann das satte Fallgeräusch
> von Papier auf Holzfußboden. Ein vereinzelter Sonnenstrahl blinkte durch eine
> Ritze der Jalousie. Staub tanzte Aufwärmübungen. Sie hatte also schon wieder
> eine Nacht überlebt. Wer hätte das gedacht. Die Schritte entfernten sich
> wieder, die Invasion war vorbei, kurz danach fiel die Haustür krachend zu. …"










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