Von Edith Russ Haus am 07. April 2010 um 14:37

Wir möchten Sie zu folgender Veranstaltung einladen

Vortrag:
WIE MAN VIDEO AUSSTELLT
40 Jahre Videokunst in Deutschland, Teil 1 und 2
von Prof. Dr. Wulf Herzogenrath, Direktor der Kunsthalle Bremen

Freitag, 9. April 2010, 20 Uhr

Veranstaltungsraum Edith-Ruß-Haus für Medienkunst

Im Rahmen der aktuellen Ausstellung Record > Again! 40 Jahre Videokunst
in Deutschland, Teil 2 im Edith-Ruß-Haus für Medienkunst wird Prof. Wulf
Herzogenrath, Direktor der Kunsthalle Bremen, über Ausstellungsformen
von Videokunst sprechen. Im Vordergrund steht die Frage der
Ausstellbarkeit dieser Kunstform, entspricht sie doch bezüglich
zentraler Charakteristika nicht den Konventionen von Kunstausstellungen
der traditionellen Gattungen Malerei, Skulptur und Grafik.

Videos erfordern eine längere Betrachtungszeit, sie interagieren nur
schwer mit anderen Kunstwerken, sie brauchen in vielen Fällen
verdunkelte Räume. Videokunst war seit den 1970er Jahren der erste
Testfall einer neuen Medienkunst im Ausstellungsbetrieb, wie sie das
Edith-Ruß-Haus seit zehn Jahren betreibt. Videokunst hat einen langen
Weg durch die Kunstinstitutionen hinter sich, seit Künstler es über den
Umweg der Videoinstallation erstmals schafften, im Ausstellungsbetrieb
mit ihrem neuen Format Fuß zu fassen.

Wulf Herzogenrath wird die Geschichte der Ausstellung von Videokunst
und deren spezifische Anforderungen reflektieren. Dabei kommt ihm in
gleichem Maße die Rolle des *Erfinders* wie des *Chronisten* zu, war
er doch derjenige, der sich in Deutschland seit den frühen 1970er Jahren
als einer der ersten Ausstellungsmacher explizit um das noch junge
Medium bemüht und ihm eine öffentliche Plattform geboten hat - sowohl
als Leiter des Kölnischen Kunstvereins (1973 - 1989) als auch als
verantwortlicher Kurator für diesen Bereich auf der documenta 6, 1977.
Er organisierte 1976 die erste europäische Einzelausstellung des
Videokunstpioniers Nam June Paik, um dessen Gesamtwerk er sich verdient
gemacht hat, nicht zuletzt 1999 mit einer großen Retrospektive in der
Kunsthalle Bremen. Sein Videokatalog der großen Kölner Ausstellung
Projekt 74 ist Teil der aktuellen Präsentation Record > Again! 40
Jahre Videokunst in Deutschland, Teil 2 im Edith-Ruß-Haus für
Medienkunst, in der die Geschichte der Videokunst wesentlich von der
Seite ihrer technischen Herausforderungen und den Problemen der
Restaurierung gesehen wird.
Wulf Herzogenrath war als Kuratoriumsmitglied an der Konzeption von
Record > Again! ebenso beteiligt wie am 1. Teil der Ausstellung 40 Jahre
Videokunst in Deutschland. Als Experte für die Pionierzeit des Mediums
und die grundsätzlichen Fragen der Ausstellung von Videokunst wird er im
Vortrag eine der revolutionärsten Richtungen der jüngeren
Kunstgeschichte aus der Sicht der Kunstinstitutionen und des Publikums
näher bringen.


Record > Again!
40 Jahre Videokunst in Deutschland, Teil 2
27. Februar bis 16. Mai 2010


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available****************************

Edith-Ruß-Haus für Medienkunst
Katharinenstraße 23
D-26121 Oldenburg

fon: +49 (0)441 - 235 32 08
fax: +49 (0)441 - 235 21 61

http://www.edith-russ-haus.de

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