Von Christian Schwöbel am 30. August 2011 um 18:56

Neuauflage des erfolgreichen Wettbewerbs - Finale am 17. September 2011
in der Aula der Justus-Liebig-Universität Gießen - Zehn Kandidatinnen
und Kandidaten messen sich mit Präsentationen und Lecture Performances

Die Frage nach dem guten wissenschaftlichen Vortrag, nach innovativen
Formen der Wissenspräsentation hat mit den neuen Medien eine neue
Dimension erhalten. Was macht heute experimentelle Wissenspräsentationen
aus? Wie verbinden sich experimentelle Darstellungsformen mit der
Präsentation gesellschaftlich relevanter Forschung? Der
Performing-Science-Wettbewerb des Zentrums für Medien und Interaktivität
(ZMI) der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) versucht genau dieser
Frage auf den Grund zu gehen - und wird bei der öffentlichen
Endausscheidung eine Antwort darauf geben, wie Wissen heute vermittelt
werden kann.

Die zehn Finalistinnen und Finalisten des
Performing-Science-Wettbewerbs 2011 stehen fest. Aus über 50 Bewerbungen
aus ganz Europa und den USA hat eine Vor-Jury zehn Kandidatinnen und
Kandidaten bestimmt, die bei der öffentlichen Finalrunde am 17.
September 2011 in der Aula der JLU ihre Präsentationen und Lecture
Performances vorführen werden. Wie schon bei der ersten Auflage von
Performing Science 2007 steht auch diesmal der Wettbewerbsgedanke im
Vordergrund. Nach dem Vorbild des Klagenfurter Ingeborg-Bachmann-Preises
werden alle Beiträge vor dem Zuschauer-Plenum durch die hochkarätige
Fachjury besprochen und kritisiert.

Die jetzt bestimmten Finalistinnen und Finalisten stammen aus
Deutschland, Dänemark, England, Österreich und aus so unterschiedlichen
Disziplinen wie der Anorganischen Chemie, der Medizin, der
Experimentalphysik, den Performancekünsten und der Theaterwissenschaft.
Ihre Wettbewerbsbeiträge decken sowohl den Bereich der
wissenschaftlichen Präsentationen als auch den der Lecture Performances
ab.
Stefanie Dehnen, Professorin für Anorganische Chemie an der Universität
Marburg beschäftigt sich in ihrem Beitrag mit
Elektronenübertragungsreaktionen. Die Experimentalphysiker Klaus
Möllmann und Michael Vollmer von der FH Brandenburg zeigen den Nutzen
von High-Speed-Kamerasystemen für den Physikunterricht. Eine
intergalaktische Reise plant der an Universität Hannover lehrende
Chemiker Franz Renz und berichtet von "grünem Sonnenuntergang und
anderen chemischen Marsgeschichten". Siegfried Schindler vom Institut
für Anorganische und Analytische Chemie der JLU zeigt, wie interessant
das "Sexy Element" Silicium (engl.: silicon) sein kann.
Ellen Friis aus Kopenhagen wird versuchen, die Gedanken der Physikerin
Lene Vestergaard Hau performativ zu vermitteln. Daniel Ladnar aus Wales
beschäftigt sich mit der Frage, ob der Aktionskünstler Joseph Beuys
PowerPoint benutzt hätte, und das Duo Klaus Spiess und Lucie Strecker
aus Wien entwirft in seinem "Fictional Offender" sechs Szenen rund um
einen infizierten Lymphknoten. Die Berliner Kunstrestauratorin Gabriela
Aldrete erklärt in "The Chemistry in Situ" auf unkonventionelle Art und
Weise zwei chemische Materialien. Den Gießener
Theaterwissenschaftsstudenten Fabian Offert und Anna Schewelew geht es
in "&C." um den Sinn bzw. Unsinn von Listen in der Wissenschaft. Dass
auch aktuelle Themen performativ aufgegriffen werden können, zeigen die
freien Theatermacherinnen Esther Steinbrecher und Manuela Weichenrieder
aus Berlin bzw. Gießen mit ihrer so genannten Plagiatsperformance "Copy
- Paste".

Das Finale des Performing-Science-Preises ist öffentlich und findet am
Samstag, 17. September 2011, ab 10.30 Uhr in der Aula der
Justus-Liebig-Universität Gießen statt. Der Eintritt ist frei. Der 1.
Preis ist mit 5.000 Euro, der 2. Preis mit 3.000 Euro und der 3. Preis
mit 1.500 Euro dotiert.

Der Performing-Science-Wettbewerb wird gefördert durch die BASF und die
Robert-Bosch-Stiftung.

Weitere Informationen: http://www.performingscience.de
Programm: http://www.performingscience.de/programm/








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