Von Peter Haury am 07. März 2012 um 21:19

Liebe betacity, lieber Verteiler,

die gestrige Einladung bezieht sich auf Oberwelt e.V. Reinsburgstr. 93
Stuttgart. http://www.oberwelt.de

Peter Haury schrieb:
> Liebe Betacity, lieber Verteiler,
>
> wir laden herzlich ein zu einer vorbereitenden
> Einführungs-Veranstaltung zu "Eine grundlegende Tätigkeit - a basic
> exercise", einer Einladung, die mit großem Setting nächste Woche im
> Rahmen der Museumsnacht von der Berliner Künstlerin Ayumi Matsuzaka an
> die gesamte Region geht:
>
> Die eigenen Körperausscheidungen zu sammeln und fermentieren zu lassen.
>
> Alle, die sich von dieser Idee ernsthaft angesprochen fühlen, können
>
> über die Möglichkeit hinaus, während der Museumsnacht, am Samstag den
> 17. März, von 19.00 bis 02.00 Uhr, ihre Fäkalien mitzubringen oder
> spontan zu spenden,
>
> am Sonntag, den 11. März, von 16.00 bis 17.00 Uhr eine
> Sammel-Ausrüstung und Hinweise erhalten, wie auch über mehrere Tage
> hinweg zuhause auf unkomplizierte Weise Körperausscheidungen gesammelt
> werden können,
>
> - um eine individuell fermentierbare Mindestmenge zusammenzubekommen
> - oder einen kollektiven Fermentierungsprozess zu unterstützen,
>
> mit dem Ziel, nach einigen Monaten Dauer einen vollwertigen Dünger
> zurückzuerhalten, mit dessen Hilfe die Künstlerin dann versucht haben
> wird, Blumen wachsen zu lassen.
>
> Die Künstlerin wird Teilnehmende und Interessierte mit einer Methode
> zur Herstellung schwarzer Amazonas-Erde bekanntmachen, die
> insbesondere Belange der Hygiene und Seuchenvorbeugung berücksichtigt.
> Ein leckeres, reichhaltiges, selbstbereitetes Buffet mit
> Kompostsammlung der Abfälle und Trockentoilette bilden Elemente der
> Einladung, während der Museumsnacht im urbanen Kontext Stuttgarts den
> eigenen Körper in den natürlichen Kreislauf einzubeziehen und einen
> ersten Schritt zur Beschäftigung mit versteckten oder
> unaussprechlichen Aspekten unseres Alltags zu tun.
> Unsere Ausscheidungen bergen viele nützliche Nährstoffe für Pflanzen,
> und seit Urzeiten verwendet die Menschheit sie für die Landwirtschaft
> wieder.
> Die Intention der Übung ist es, unsere Werte zu hinterfragen und
> möglicherweise zu verändern.
> Die Künstlerin wünscht sich, dass Teilnehmende die Erfahrung machen,
> dass das Material Fäkalie weder schmutzig noch beschämend ist.
> Darüberhinaus mag man im Umgang mit Material, das als unwert angesehen
> wird, eine persönliche Rolle in Prozessen der Natur
> (wieder-)entdecken, die durch soziale und technische Fortschritte
> vergessen oder unterdrückt wird.
>
> Teilnehmende (und Öffentlichkeit) werden während des Frühjahrs den
> Prozess dieser Umwandlung bis zu ihrer Vollendung verfolgen können.
>
>
>







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