Von Brigitte Morhardt am 18. Februar 2009 um 13:12


Pressemitteilung:
Nummer: 0036
Datum: 18.02.2009


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| Villa Merkel | villaMERKEL|BAHNWÄRTERhaus|
| Galerien der Stadt Esslingen am Neckar | Galerien der Stadt Esslingen|
| 1. März ? 19. April 2009 | am Neckar|
| | Pulverwiesen 25, D-73728|
| | Esslingen|
| Christian Vetter ? Disappearing Eye | T. +49 711 3512-2640 Fax|
| | -2903|
| | e-mail:|
| | |
| | http://www.villa-merkel.de|
| | Information: Andreas Baur|
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Die Villa Merkel, Galerien der Stadt Esslingen am Neckar, stellt von 1.
März bis 19. April 2009 erstmals in Deutschland umfangreich das Werk des
1970 geborenen, in Zürich lebenden Künstlers Christian Vetter vor.
?Christian Vetter ? Disappearing Eye? zeigt neben raumgreifenden
Installationen neue, großformatige Bilder, einen 50-teiligen Zyklus von
Arbeiten auf Papier, der 2007 während eines Aufenthalts in Peking
entstanden ist, sowie Videos und Fotografien. Einige der Werke sind
eigens für die Ausstellung realisiert, alle reflektieren das Tafelbild
und die Möglichkeiten von Malerei heute.

Christian Vetter malt. Schwarz Weiß, Licht Dunkel, Innen Außen: Christian
Vetters Bilder leben von Gegensätzen und von den subtilen Passagen, die
sich in den Zwischenräumen gedanklich wie konkret eröffnen. Es finden
sich offene Zustände der Schwebe (etwa in den Vasen- und Mauerbildern),
psychologisierende Momente (in den Porträts) und, in der Geste der
Befreiung vom Bild, leichthin mit dem Bade der Malerei ausgeschüttete
Sujets (Bilder, wovon eigentlich? ? Beispiele hierzu liefern Vetters
blinde Spiegel, leere Fenster und die Bilder des Hieronymus-Zyklus).

Seit dem Jahr 2006 sind die Arbeiten des Künstlers schwarzweiss.
Christian Vetter malt in der Fläche des klassischen Leinwandbildes ebenso
wie in räumlicher Expansion. Seine Installationen aus gebauten
Architekturen und gefassten Kulissen ? komplexe Gefüge bemalter
Oberflächen, komplettiert durch Beigaben in Form gemalter Bilder, von
Fotografien oder Videos ? markieren einen viel zitierten ?Ausstieg aus
dem Bild?. Dieser hat tief greifende Konsequenzen für Christian Vetters
ohnehin distanzierten Umgang mit Malerei und ihrer Geschichte.
Handwerkliche wie artistische Verwendungen von Farbe werden in den
Installationen mit rücksichtsloser Zielsicherheit gegeneinander gesetzt,
als Tafel- oder als Wandbild, als Malerei oder schlicht als Bemalung:
Überlieferte Kategorien des Künstlerischen wanken und die Autonomie der
Kunst wird radikal in Frage gestellt.

Jeglicher Illusion entledigt, setzt der Künstler Malerei real in den Raum
? womit sie so etwas wie eine irritierende Wirklichkeit und Dringlichkeit
erlangt, zumindest in der Sphäre der Kunst. Zugleich unterläuft er in der
provisorischen Wirkung seiner begehbaren Bilder jeden Anspruch auf
Gültigkeit, die der Malereitradition dank ihrer jahrhundertealten
Geschichte eingeschrieben ist. Er offenbart jene grundlegende Skepsis
gegenüber tradierten Werkbegriffen, die sein formal distanziertes,
intellektuell provozierendes Schaffen als höchst eigenwillige, komplexe
Weltbefragung auszeichnet.

Christian Vetters Arbeiten sind nicht zum ersten Mal in der Villa Merkel
zu sehen. Bereits im Jahr 2007 nahm der Künstler an der Ausstellung
?Brave Lonesome Cowboy ? Der Mythos des Western in der Gegenwartskunst?
teil. Seine komplexe Installation ?Monument Valley? transformierte in
perfider Weise den Mythos der Landschaft.

Der Künstler wurde im Jahr 2008 mit dem Manor Kunstpreis im Kanton St.
Gallen ausgezeichnet ? aus diesem Anlass sind die Ausstellung und das
begleitende Künstlerbuch (erschienen in der edition fink, Zürich;
deutsch/englisch) gemeinsam mit dem Kunstmuseum St. Gallen realisiert.
Die Esslinger Ausstellung ist gefördert durch die Schweizer
Kulturstiftung Pro Helvetia und die Stanley Thomas Johnson Stiftung.

Andreas Baur
Leiter der Galerien der Stadt Esslingen am Neckar
Villa Merkel


Für die Medien:

Für die Vertreterinnen und Vertreter der Presse und Medien besteht die
Gelegenheit zur Vorbesichtigung der Ausstellung ?Christian Vetter ?
Disappearing Eye? am Freitag, 27. Februar 2009, um 11 Uhr.

Sie sind sehr herzlich auch zur Eröffnung am Sonntag, 1. März, 2009, 11
Uhr, in die Villa Merkel eingeladen.

Weitere Informationen:

Für weitere Informationen sowie Bildmaterial wenden Sie sich bitte an die
Villa Merkel, Galerien der Stadt Esslingen am Neckar, Tel. 0711 3512
2640, , http://www.villa-merkel.de

Die Zugangsdaten zum Download von Pressebilder auf der Homepage der Villa
Merkel lauten

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Büro des Oberbürgermeisters Neues Rathaus Postfach 10 03 55 73726
Esslingen am Neckar Telefax 0711 / 3512 -3181

Verantwortlich: Pressereferent Roland Karpentier, Telefon 0711 / 3512 -
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