Von Brigitte.morhardt Esslingen am 03. Februar 2010 um 10:13


Pressemitteilung:
Nummer: 0039
Datum: 02.02.2010

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| Bahnwärterhaus | villaMERKEL|BAHNWÄRTERhaus|
| Galerien der Stadt Esslingen am Neckar | Galerien der Stadt Esslingen|
| Verlängert bis 14. Februar 2010 | am Neckar|
| | Pulverwiesen 25, D-73728|
| | Esslingen|
| Family Jewels | T. +49 711 3512-2640 Fax|
| | -2903|
| | e-mail:|
| | |
| | http://www.villa-merkel.de|
| | Information: Andreas Baur|
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Die im Bahnwärterhaus, Galerien der Stadt Esslingen am Neckar,
eingerichtete Gruppenausstellung ?Family Jewels? wird um 2 Wochen
verlängert und ist bis 14. Februar 2010 zu sehen.

?Family Jewels? entwirft einen subjektiven Stammbaum zur Kunst der
Gegenwart und zeigt Arbeiten von 25 jungen, internationalen
Kunstschaffenden, ergänzt durch einige Werke aus der Graphischen Sammlung
der Stadt Esslingen am Neckar. Zusammengestellt ist die Schau von Conny
Becker (Journalistin und Kunstvermittlerin) und dem französischen
Künstler Damien Deroubaix.

Alles geschieht auf der Folie einer überdimensionalen Wandzeichnung eines
Stammbaums (weiß auf schwarz), dem, neben den Namen von Exponenten der
Kunstgeschichte auch Namen und vor allem Werke von zeitgenössischen
Kunstschaffenden beigegeben sind sowie Begrifflichkeiten und Hinweise zum
Kontext der aktuellen künstlerischen Produktion.

Damien Deroubaix und Conny Becker zitieren Kunstgeschichte. Sie beziehen
sich auf ein Comic des amerikanischen Malers Ad Reinhardt, der 1946 eine
Serie von legendären Karikaturen für die New Yorker Zeitschrift P. M.
entwirft. Sie steht unter dem die Ratgeber-Literatur verballhornenden
Motto ?How to Look at?. In ?How to Look at Modern Art in America? (2.
Juni 1946) legt Ad Reinhardt den Befund schonungslos auf den Tisch (nicht
nur in diesem Cartoon). An den Ästen seines Stammbaums der
Gegenwartskunst lässt sich eine Verlaufslinie ablesen. Sie geht von den
rein abstrakten hinunter zu illustrativ arbeitenden Künstlern (rechts auf
dem Baum), deren Äste schwere Erblasten beinahe zu Boden reißen. Links
kullert in Gestalt zweier ineinander verbissener Fische ein Ouroboros die
Baumwurzel entlang. Wir kennen diese Wesen (sich in den eigenen Schwanz
beißende Schlangen oder Drachen) aus der Alchemie ? hier stehen sie
sinnbildlich für die Verbindung von Gegensätzen und Widersprüchen. Wen
wundert es, wenn Ad Reinhardt an seinen Ouroboros die Wortmarken ?Art?
und ?Business? hängt? Und wen wundert es, dass der in der Purifikation
durch Schwärzung erfahrene Giftküchenkoch Damien Deroubaix sich
retourkutschenartig auf jenen Alchemisten (Ad Reinhardt) bezieht?

Zwei Damien Deroubaix? Ahnentafel verspottende apokalyptische Reiter (sie
führen ?Money, Money? in Sprechblasen) treten links neben dem Stammbaum
auf und fragen diesen mit zynischem Unterton: ?Ha, ha. What does this
represent?? Sie scheinen sich ihrer Sache sicher. Vielleicht aber auch
nur ahnungslos. Bei Ad Reinhardt bekommt ein kubistisches Museumsbild von
einem blöde grinsenden Ausstellungsbesucher dieselbe Frage gestellt und
das Bild gibt mit strengem Fingerzeig diese Frage als Antwort an den nun
verdutzen Besucher geradewegs zurück. In der Ausstellung ?Family Jewels?
erhalten die ?Geldkadaver? ihre Antworten ? seien sie ironisch, poetisch
oder eben der Schlag ins Gesicht ? durch die ausgestellten Arbeiten von
25 internationalen Kunstschaffenden begleitet von einigen Werken aus der
Graphischen Sammlung der Stadt Esslingen am Neckar. Im Bahnwärterhaus
erobert die zu einer Wandmalerei angewachsene Arbeit nun die dritte (und
vielleicht vierte) Dimension. Gegenwartskünstler verwandeln ihre bloßen
Namenszüge in Skulptur, Malerei, Zeichnung, Siebdruck, Collage und Video.

Die Ausstellung ist gefördert durch das Institut Français Stuttgart.

?Family Jewels? zeigt Arbeiten von:

Nicole Bianchet (Germany), Chris Bors (USA), Barbara Breitenfellner
(Österreich), Eric Corne (Frankreich), Gaston Damag
(Frankreich/Philippinen), Martin Dammann (Deutschland), Damien Deroubaix
(Frankreich), Fredox (Frankreich), Jean-François Gavoty (Frankreich),
Christian Gfeller (Frankreich), Anna Hellsgård (Schweden), Stu Mead
(USA), Myriam Mechita (Frankreich), Maël Nozahic (Frankreich), Manuel
Ocampo (Philippinen) Bruno Perramant (Frankreich), Ragnar Persson & Frank
Möllersten (Schweden), Assan Smati (Frankreich), Souche (Frankreich),
Wawrzyniec Tokarski (Polen), Ehren Tool (USA), Jeffrey Vallance (USA),
Joep Van Liefland (Niederlande), Yannick Vey (Frankreich)

ergänzt durch Werke aus der Graphischen Sammlung der Stadt Esslingen am
Neckar von:

Georg Baselitz, Max Beckmann, Jörg Immendorff, Martin Kippenberger und
Pablo Picassso.

Andreas Baur
Leiter der Galerien der Stadt Esslingen am Neckar
Villa Merkel


Für die Medien:

Ein Katalog liegt auf (zweisprachig de/fr, 56 Seiten, Texte: Andreas Baur
und Conny Becker; während der Dauer der Ausstellung im Bahnwärterhaus
subskribiert ? 8,--).

Weitere Informationen:

Für weitere Informationen sowie druckfähiges Bildmaterial wenden Sie sich
bitte an die Villa Merkel, Galerien der Stadt Esslingen am Neckar, Tel.
0711 3512 2640, , http://www.villa-merkel.de

Die Zugangsdaten zum Download von Pressebilder auf der Homepage der Villa
Merkel lauten

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Esslingen am Neckar Telefax 0711 / 3512 -3181

Verantwortlich: Pressereferent Roland Karpentier, Telefon 0711 / 3512 -
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