Von N0name  am 01. Juli 2013 um 10:51

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"EU2Addicted" (ergaenzt)

Das Projekt A2R (Addicted2Random, u.a. http://a2r.radiocorax.de) hat
sich Techniken des Zufalls verschrieben. Kein Zufall ist der
kulturpolitische und nicht zuletzt oekonomische Kontext der
Veranstaltung. Die EACEA, die Education, Audiovisual and Culture
Executive Agency der EU foerdert A2R. Das kommt zwar von aussen
und faellt zu, ist jedoch auch berechnet. Die EACEA arbeitet
supranationalistisch (europaeisch) am Dogma eines Europaeischen
Kulturerbes und an der weiterhin geltenden Ideologie eines zu
errichtenden weltweit staerksten Wirtschaftsraums, zumindest aber in
Konkurrenz zu anderen Weltregionen und Wirtschaftsraeumen. Die These
einer behaupteten Wissensoekonomie wird auch vom EACEA propagiert.
Dafuer sind Skills, Wissen und lebenslanges Lernen die 'Ressourcen',
an denen man interessiert ist. Mit anderen Worten: Die zukuenftig
lohnarbeitende EU-Jugend und mit ihnen die Aelteren (sog. Erwachsene)
werden fuer den Arbeitsmarkt auf hoeherem Level trainiert.

Europaeische Kultur und European Heritage fungieren zudem als
sozio-politische Klammer des bekriselten EU-Gebildes, auch mit dem
Versprechen von Fortentwicklung, die sich implizit imperial und
zukunftstraechtig gibt. Und zwar mit der Behauptung, dass es ein
fortwaehrendes "Erschliessen immer neuer Felder des kuenstlerisch-
musikalischen Ausdrucks" gaebe (http://a2r.radiocorax.de/diskussion).
Erzaehlungen andauernder Akkumulation, ins Aesthetische verschoben,
und kapitalistisch notwendig brutaler Wettbewerb kommen in den hier
nachgefragten Schluesselkompetenzen (Key generation) zusammen.

In der Lokalisierung in Halle, der "geschrumpften Stadt", wird an
einer Stelle vom Haendel-Kult abgelenkt, mit Paprikaplantagen statt
Stadt. Liest man Haendel = Haendel-Haus = Projekt = Halle = Paprika,
wie im Original-Track*, dann wird ein Standortfaktor durch eine
Alternative, einen anderen Standortfaktor ersetzt. (Manche) Projekte
werden im Dilemma gefangen, bottom-up machen zu wollen und top-down
Steuergelder zu bekommen.

Zufallsmix entledigt sich nur bedingt Referenzen. Gerade vom Cut-up
(Burroughs usw.) kann gelernt (sic) werden, wie Aufgeschnittenes
geschichtlich Abgedraengtes in den Vordergrund holen kann.
Nachdem die Datei "Addicted2Random09MatzeSchmidtkeygeneratedMusic_
preview.mp3" nach einer kritischen e-mail aus dem Programm von
http://blog.radiofabrik.at/a2r/category/project/ genommen wurde, hier
nun der Versuch einer Re-Referenzierung bzw. einer Neu-Referenzierung
der im Original-Track nach Random-Prinzip zusammengestellten
Komponenten -- per Zerschnitt der urspruenglichen MP3 und Verschnitt
mit Tonspuren dreier Videos in Verbindung mit der EU und dem EACEA
("Lifelong learning Grundtvig EACEA" https://http://www.youtube.com/watch?
v=B7BcCLwpy3Q sowie "Youth in Action / Youth Unlimited - Official
Video" https://http://www.youtube.com/watch?v=hDiQY6iFIyw und "Croatia
is... Part 1/2" https://http://www.youtube.com/watch?v=cYnnU8xQhvI).

Ausserdem wurde die Tonqualitaet (aus Versehen) verschliert, auf die
Bitrate 20 Kbps. Das als zufaellige Geste unterminierter Qualitaet.
Etwaig zuvor im Original vorhanden gewesene und aesthetisch
ausgenutzte Unterschiede in den Aufloesungen des verwendeten
Materials, welche moegliche Herkuenfte oder Bedeutungen haetten
anzeigen koennen, werden damit mehr oder weniger nivelliert. Mit den
Schlieren 'niedrigerer' Klangqualitaet wird dem Klang im subjektiven
Vergleich etwas hinzugefuegt (Spitzen, Raumeffekte) und weniger etwas
genommen (Frequenzen), so wie aleatorischer Kunst ihr 'Wert' u.a. aus
dem Zuschreibungssystem zukommt.

Ergaenzung:
Zum weiteren Hintergrund des aus dem Programm von A2R genommenen
Beitrags ""Addicted 2 Random (09) [...]" muss erwaehnt werden, dass
diese die Produktion eines Kollegen von Radio Corax in Halle war,
welche inhaltlich am Thema Zufall bzw. Random ausgerichtet war und
fuer die auch strukturell Zufallsmethoden angewandt wurden. Sie hatte
keinen EU-kritischen Inhalt und war auch keine Produktion von radi0.tv.
Die "kritische e-mail" stammte von Matze Schmidt und listete bereits
die obigen Punkte auf, sowie den Hinweis, dass in der Sendung diverses
Material aus dem n0name newsletter #34 (2001) ohne Absprache verwendet
wurde.
Letzteres war aber weder ein Plagiatvorwurf noch Kern der Kritik.
Dieser war und ist die gesuchte und gefundene Naehe von A2R an den
von der EU (genauer der Europaeischen Kommission) ausgerichteten,
respektive gefoerderten Ausbildungstrainings im besprochenen
ideologischen Kontext, in der bereits erwaehnten Zwickmuehle der
Finanzierung bei der Durchfuehrung 'kulturtechnologischer' Projekte
auf Laenderebene.

Es wurde Schmidt seitens eines Vorstandsmitglieds von Radio Corax
angeboten, die Sendung "(09)" offline zu stellen, was fuer die Politik
von Online-Speichersystemen, von Gedaechtnis und in der Debatte um
Inhalte nicht unbedingt sinnvoll ist. Es wurde vom gleichen
Vorstandsmitglied zudem per e-mail angekuendigt, die Kritik an der
EU-Naehe von A2R im Vorstand von Corax zur Diskussion zu stellen, was
zu begruessen waere.
"Addicted 2 Random (09)" ist weiter vom Server des Freien Rundfunks
Oberoesterreich abrufbar (Stand 29. Juni 2013), siehe unten.

Herunterladen
"EU2Addicted" (00:59:58 Min., 8,58 MB)
https://http://www.dropbox.com/s/o0pdazbnbn0gzja/EU2Addicted0xradi0.tvkeygeneratedContent_previewverschnitt.mp3
_________________________
* "Addicted 2 Random (09): Matze Schmidt (Berlin) zum Zufall –
eingebettet in key-generated music von TMK":
http://cba.fro.at/wp-content/uploads/addicted2random/Addicted2Random09MatzeSchmidtkeygeneratedMusic_preview.mp3




schluesselkompetenzenhergestellter Sound




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