Von Peter Haury am 07. Dezember 2009 um 10:18

Liebe betacity, lieber Verteiler,

wir laden herzlich ein, diesmal an einem S A M S tag, zur Eröffnung der
Ausstellung

Zank-Patience

Petra Warrass, Julia Wenz

Eröffnung S A M S tag, 12. Dezember, 19.00 Uhr

Oberwelt e.V. Reinsburgstr. 93 Stuttgart http://www.oberwelt.de

Besichtigung bis 5. Januar Mo 21.30 – 24h, und nach Vereinbarung unter
Tel: 0711 - 4102185

Die Zank-Patience ist ein Patience-Kartenspiel für 2 Personen, dass mit
2 Paketen à 52 Bildern gespielt wird.
Für jeden der einander gegenübersitzenden Spieler liegt 1 Paket bereit.
Die Spieler legen die ersten 13 Karten ihrer Pakete in einem offenen
Ersatzstapel seitwärts auf den Tisch und die folgenden 6 Karten in einer
Reihe neben- oder untereinander offen vor sich.
Der beginnende Spieler zieht nun die übrigen Karten seines Spieles, eine
nach der anderen, ab. Dabei ist er bemüht, jedes Bild an eine der 12
ausliegenden Karten anzulegen. Kriterien für ein passendes Anlegen sind
motivische Referenzen (inhaltlich, formal-ästhetisch, etc.). Sollte der
Gegenspieler mit einem Bezug (Anlegen) nicht einverstanden sein, muß
dieser Zug zwischen den Spielern ausgehandelt werden bis es zu einer
beidseitigen Akzeptanz kommt.
Umstehende Zuschauer dürfen sich einmischen und Argumente beisteuern.
Die erste Karte, die ein Spieler nicht in dieser Weise unterbringen
kann, legt er auf seinen Ersatzstapel. Es folgt nun der andere Spieler,
welcher jetzt zusätzlich das Recht hat, seine Karte, sollte sie nicht
auf die 12 offen liegenden Karten passen, auf den Ersatzstapel des
Gegners zu legen. Auch diese Karte muss den genannten Kritieren
entsprechen. Falls sie nicht zugeordnet werden kann, wird sie auf den
eigenen Ersatzstapel gelegt.
Wenn der eigene aktuelle Abziehstapel leer ist, greift der Spieler auf
den Ersatzstapel zurück. Derjenige gewinnt, welcher zuerst mit seinen
Karten am Ende ist.
Die Grundlage für das Projekt Wenz ’n Warrass sind gesammelte visuelle
Eindrücke. Das digitale Foto- und Videomaterial aus den Archiven von
Petra Warrass und Julia Wenz wird über einen Zeitraum von mehreren
Monaten zusammen geführt, mit Archivnummern versehen, verglichen,
generiert und modifiziert.

Die Sammlungen gehorchen unterschiedlichen Parametern.
Durch gezielte Selektierung und neue Zusammenführung über Farbe,
Bildkomposition oder thematische Zusammenhänge werden neue Bild- bzw.
Videoreihen bestimmt, die so z.B. als visueller Dialog, Fotoroman,
Storyboard, Farbklang oder Dokumentation begriffen werden.

Die Versuchsanordnung löst die Einzelpositionen auf und führt sie
zusammen. Perspektivwechsel innerhalb des Projekts entstehen gerade
durch die jeweils andere Position. Die Autorenschaft ist
Unterscheidungsmerkmal und bewusster Bruch innerhalb der Bildsprache,
jedoch nicht Hauptsache.

Endpunkt des Prozesses und gleichzeitig Präsentation des Ergebnisses ist
eine Ausstellung mit Patience-Tisch ab dem 12. 12. 2009 in Stuttgart.

http://www.am-gletscher.de

http://www.petrawarrass.de








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