Von Milena Franziska Schäufele am 02. Februar 2016 um 14:56

Anlässlich der neuen Präsentation zeichnerischer Arbeiten von Joseph
Beuys setzt die Sammlung Froehlich das serielle Experiment mit
Kunstvermittlerin Sara Dahme umso mehr fort: Jeden dritten Mittwoch im
Monat kommt ein anderer Gast zum etwas anderen Kunstgespräch.

»Sara Dahme trifft...«

Walter Ercolino – Label-Betreiber, Kultur-Allrounder

17. Februar 2016

19.30 Uhr

SAMMLUNG FROEHLICH

Kohlhammerstraße 20

Leinfelden-Echterdingen

Anmeldung über
<mailto:>

https://http://www.facebook.com/events/949560931745610


*Give****it****a****try:*

*CROSS**OVER*

*low**and**high*

Josef Froehlich zählt zu den Großen der internationalen Sammlerszene,
doch sein privates Kunstgebäude auf dem Gelände der gleichnamigen
Maschinenfabrik in Leinfelden-Echterdingen gibt sich in unaufgeregt
minimalistischer Architektur bescheiden und vereint pragmatisch mehrere
Zwecke: Unter einem Dach befinden sich Magazin und Präsentationsfläche
für rund 300 Werke zeitgenössischer Künstler sowie ein repräsentativer
Videokonferenzraum der Firma. Das Haus ist nach Anmeldung für Besucher
offen und bietet jeden zweiten Montag im Monat kostenlos eine Führung.

Seit Juni letzten Jahres läuft außerdem jeden dritten Mittwoch im Monat
eine experimentelle Reihe, die etablierte Kunst inmitten bodenständiger
Industrie zum Gegenstand interdisziplinärer Gespräche macht – voller
Improvisation und publikumsnah, angeführt von Sara Dahme: »Sara Dahme
trifft…« Gäste aus diversen Kontexten, um jeweils andere Blickwinkel zu
ermöglichen.

Die geistigen Wurzeln der Sammlung Froehlich liegen bei Joseph Beuys. Im
dreißigsten Todesjahr des Künstlers breitet Josef Froehlich jetzt mit
über vierzig Arbeiten auf Papier den Gedankenkosmos seines ästhetischen
Lehrmeisters neu aus. Nirgendwo zeigt sich das Denken von Joseph Beuys
klarer als in seinen Zeichnungen. Mit Bleistift, Tusche, Wasserfarbe,
Gouache, Öl, Eisenhydroxyd, Silberchlorid oder Staub auf Papier,
Pergament, Karton und Leinwand sammelte und entwickelte er Ideen. Das
Medium der Zeichnung diente als erweiterte Form der Sprache: »Schreiben
ist auch Zeichnen«. Die Blätter wirken wie spontane Notizen,
transitorische Objekte, offen für mannigfaltige Verknüpfungen
untereinander und in den (sozial geistigen) Raum. In der Zusammenschau
verdichten sie sich zu einem Geflecht von Verweisen. Das Lager wird zu
jenem »Zeichnungsnest«, das sich der Künstler aufseiten des Sammlers
wünschte.

Werke von Joseph Beuys sind als Material allein Asche eines Feuerwerks.
Phönix steigt nur im Sozialen auf und da gibt es lediglich Versuche
mutiger Menschen. Walter Ercolino, Kultur schaffender Allrounder oder
Allround-Kulturschaffender, wagt am 17. Februar 2016 um 19.30 Uhr einen
ersten: Politisch und gestaltend im kulturellen Leben aktiv, ist er der
passende Mann, gemeinsam mit Sara Dahme zwischen Pop- und Hochkultur,
Offensichtlichem und Geheimnis zu vermitteln. Der studierte Literatur-
und Kultur-wissenschaftler ist ebenso DJ und Musikproduzent wie versiert
in Fragen zur aktuellen Gesellschaft.

/Suite Substitute/, das Neon von Bruce Nauman ist Namensgeber und
Programm der seriellen Kunstgespräche: Auf dass sinnlich leibhaftige
Erfahrung Ersatz werde –substitute– für Vieles, was im Alltag abgeht:
Lust, Spiel, Geistesblitz und Witz und das in Folge –suite–

–Matthias Straub, Chefredakteur bei fischerAppelt und Herausgeber des
Magazins /The Opéra/ (16.3.)

–Wolfgang Jaworek, Verleger für Fachzeitschriften im Bereich Papier- und
Fotorestaurierung (20.4.)

–Theater Rampe, Ausschnitte aus der Produktion /Als ich einmal tot war…/
von Daniel Mezger (18.5.)

–Wolfgang Mayer, Professor Bildende Kunst, Staatliche Akademie Bildender
Künste Stuttgart (15.6.)


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Milena Franziska Schäufele

SAMMLUNG FROEHLICH
Kohlhammerstr. 20
70771 Leinfelden –
Echterdingen
+ 49 (0)711 753944







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