Von Milena Franziska Schäufele am 29. Juni 2016 um 15:25

BEUYS, TWOMBLY UND DAS WORT

Kunsttreffen mit Jannis M. Keuerleber

Donnerstag, 30. Juni, 18.30-21.30 Uhr

Sammlung Froehlich, Kohlhammerstraße 20, 70771 Leinfelden-Echterdingen

Anmeldung über , Milena Franziska Schäufele

Spontan Kunst treffen und mit feiern!


Zum Jahrestag der Einschmelzung einer Zarenkrone in die Form eines Hasen
durch Joseph Beuys lädt die Sammlung Froehlich ein: den Künstler beim
eigenen Wort zu nehmen.

Auf die Frage, »wozu ein Hase«, antwortete er: »Das ist bewusst eine
Form, die jedes Kind kennt!«

Wie ein Kind steht Josef Froehlich oft vor einer Zeichnung, darauf steht
»dass das der Hase Dir sagt« -- und weitere Worte und Sätze, teils
unleserlich, sodass der Sammler stammelnd Buchstabe um Buchstabe und
Laute entziffert…

Ist das Motiv des Hasen kinderleicht zu verstehen? Wozu Sprachfetzen und
Wortwirbel? Hat der Hase, das Langohr, etwa mit Sprache zu tun?

Words which can hear -- die Zeichnung verweist auf diese Serie des
Künstlers, die leitmotivisch den Ton angibt: »Mein Weg ging durch die
Sprache«, Joseph Beuys folgen wir zur Sprache als künstlerischem Akt.
Wie Sprechen wir selbst (ein paar Takte) künstlerisch? Welche Rolle
spielt das Wort im Werk anderer Künstler, etwa für Cy Twombly?

Im spielerischen Austausch erproben wir, ganz Ohr zu werden, dorthin zu
kommen, wo Worte fehlen, Stimme versagt – an den Ort der
Selbstwirksamkeit, auf dass Sprache wieder klingt (widerhallt).

Zu gewinnen gibt es einen sonoren Schlüssel zur Kunst, ein Stück
Selbsterkenntnis im Rhythmus extremer Verlangsamung mit sozialer
Resonanz (und Erdbeertörtchen sowie Getränk). Einzige Voraussetzung ist
die Bereitschaft, sich einzulassen, Spaß am Experiment und Lust auf
Improvisation mitzuführen.









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