Von Simone Jung am 07. April 2016 um 23:38

So, 10.4.2016 / 11:30 Uhr:
Ausstellungseröffnung âGerlinde Beckâ im 2-RAUM des Museum Art.Plus in Kooperation mit der Gerlinde-Beck-Stiftung, Grafenau

Das Museum Art.Plus Donaueschingen zeigt vom 10.04. bis 11.09.2016 in seinem 2-RAUM Werke der 2006 verstorbenen Bildhauerin Gerlinde Beck. Die Ausstellungen im 2-RAUM sind stets herausragenden Positionen des regionalen Kunstschaffens gewidmet. Gerlinde Beck, die im vergangenen Jahr ihren 85. Geburtstag gefeiert hätte, gehörte zweifellos zu diesen Ausnahmeerscheinungen. Die 1930 in Stuttgart-Bad Cannstadt geborene Bildhauerin zählt zu den bedeutendsten deutschen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Bekannt ist sie vor allem durch ihre groÃformatigen Plastiken aus Edelstahl, die für den öffentlichen Raum entstanden. Gerlinde Beck begann schon Mitte der 1950er-Jahre, noch während ihres Studiums an der Stuttgarter Akademie, mit Eisen und Stahl zu arbeiten und machte sogar eine Lehre zum Feinblechner. Damit übernahm sie eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildhauerszene.

Wie kaum einem anderen Künstler gelang es Gerlinde Beck, dem Material seine Schwere zu nehmen. Raum und Bewegung in der Skulptur erfahrbar zu machen, war stets ihr zentrales Anliegen. Ausgangspunkt war von jeher die menschliche Figur; zwar stark abstrahiert, jedoch jederzeit spürbar. In den 1960er-Jahren gewinnen ihre anfangs eher statuarisch anmutenden Plastiken an Dynamik. Seit ihrer Kindheit hatte Gerlinde Beck eine enge Beziehung zum Tanz. Dieses Bewegungserlebnis, das sie aus Beobachtung und eigener Erfahrung kannte, suchte sie fortan in ihren Arbeiten umzusetzen.

In der Ausstellung im Museum Art.Plus, eine Kooperation mit der Gerlinde-Beck-Stiftung in Grafenau, werden Plastiken, Reliefs und Zeichnungen von den 1950er- bis in die 1990er-Jahre gezeigt. Neben farbigen Frühwerken aus Eisen, den für sie typischen Stelen aus Edelstahl sowie den âRaumchoreografienâ liegt ein Fokus auf den sogenannten âPhysiognomicsâ aus den 1970er-Jahren. Diese technoiden Figuren aus Edelstahl thematisieren auch auf eine humorvolle Weise das Problem der Balance und scheinen mitunter die Gesetze der Schwerkraft auÃer Kraft zu setzen.

Einführung: Bettina Schönfelder; Kunstverein Pforzheim
Performance und Improvisation auf Violine: Harald Kimmig, Freiburg

Museum Art.Plus
Museumsweg 1
78166 Donaueschingen
0771 / 896689-0


http://www.museum-art-plus.com








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