Von Angela Butterstein  am 23. Juli 2010 um 18:29


Liebe Solitude-Freundinnen und Freunde,

die Ausstellung Territorien des In/Humanen im Württembergischen Kunstverein sowie das Begleitprogramm nähern sich ihrem Ende, deshalb weisen wir Sie ausnahmsweise vor dem Wochenende auf die nächsten Termine hin. Am Samstag, dem 24. Juli 2010, 18 Uhr haben Sie mit Narrative der Migration zum letzten Mal die Gelegenheit das Filmprogramm zur Ausstellung zu besuchen und der letzte Abend der Vortragsreihe findet am Donnerstag, dem 29. Juli 2010 statt.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Ihre Akademie Schloss Solitude

http://www.wkv-stuttgart.de/programm/2010/ausstellungen/territorien-des/vortragsreihe/
http://www.wkv-stuttgart.de/programm/2010/ausstellungen/territorien-des/filmprogramm/


FILMPROGRAMM
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Samstag, 24. Juli 2010, 18 Uhr
Narrative der Migration
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Christine Meisner, Recovery of an Image, 2005, 26'
José Carlos Teixeira, Deviation and Consequence: Towards a New (R)evolution, 2008, 22'
Ingrid Wildi, ¿Aquí vive la Señora Eliana M...? (Does Mrs. Eliana M... live here?), 2003, 68'

Christine Meisner, Recovery of an Image, 2005
Recovery of an Image erzählt die Lebensgeschichte von João Esan da Rocha, der 1840 als Zehnjähriger von Lagos (Nigeria) nach Salvador de Bahia in Brasilien verschleppt wurde und dort als Sklave auf einer Zuckerrohrplantage arbeitete. Nach 31 Jahren konnte er freigekauft werden und übersiedelte wieder in seine Heimat. Obwohl es immer sein Wunsch gewesen war, nach Afrika zurückzukehren, konnte er seinen Platz in Lagos nur in der dortigen brasilianischen Gemeinde finden. (Christine Meisner)

José Carlos Teixeira, Deviation and Consequence: Towards a New (R)evolution, 2008
Die als Videoinstallation konzipierte Arbeit zeigt in einer Doppelprojektion Aufnahmen einer Gruppe afrikanisch-portugiesischer Jugendlicher, die an einem neuen Text für die portugiesische Nationalhymne arbeitet. Der Prozess wird begleitet von Fragen zur Identität, zu kulturellen Unterschieden, zum Exil und zur Zugehörigkeit. In die Texte der neuen transnationalen Hymne haben sich die Sichtweisen der jungen MigrantInnen auf ihr Gastland eingeschrieben.

Ingrid Wildi, ¿Aquí vive la Señora Eliana M...? (Does Mrs. Eliana M... live here?), 2003
Die Videoarbeit basiert auf einer Reihe von Interviews, die die Künstlerin auf der Suche nach ihrer Mutter, einer in Chile bekannten Wahrsagerin, führte. Zu den zahlreichen Befragten zählt ihre Großmutter, die über die Migrationsgeschichte der Familie spricht, ein Cousin, der als Anästhesist arbeitet und jene in Chile verbreitete Sehnsucht, die Vergangenheit zu vergessen, verkörpert oder eine Tante, die von ihren parapsychologischen Erfahrungen berichtet. Die Arbeit mäandert dabei zwischen verschiedenen Wirklichkeiten, dem Realen und Fiktiven, Sichtbaren und Unsichtbaren.


VORTRAGSREIHE
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Donnerstag, 29. Juli 2010, 19 Uhr
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Björn Franke (Künstler, London)
Frieder Nake (Informatiker, Bremen)

Björn Franke, Von menschlichen zu posthumanen Zukunftsszenarien
Technologische Erfindungen in den Bereichen der künstlichen Intelligenz, der Mensch-Maschine-Schnittstellen und Implantattechnologie lösen zunehmend die Grenze zwischen menschlich und nicht-menschlich auf. Diese Entwicklung, der sich Björn Franke in seiner Studie widmet, stellt moralische und ethische Konzepte der menschlichen Identität vor neue Herausforderungen und vermag möglicherweise, das Menschliche nach und nach in ein so genanntes Posthumanes zu transformieren.

Frieder Nake, Semiotisches Tier. Semiotische Maschine - Die Maschinisierung der Arbeit des Kopfes: Ein Fest des inhuman Humanen
Der Mathematiker Felix Hausdorff charakterisierte den Menschen als semiotisches Tier. Die Informatiker bildeten das semiotische Tier bald danach auf einer Maschine ab, dem Computer - so hat sich ein Raum aufgetan zwischen semiotischem Tier und semiotischer Maschine. Ein Entrinnen aus dieser Beziehung, und das sei das Inhumane postuliert Frieder Nake, gibt es nicht mehr. Die Menschen sind aber nicht das, was sie meinen, sie werden es stets erst ...

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Angela Butterstein
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