Von Yvonne Mielatz am 18. Juli 2006 um 10:51

„Getrübte Linsen, blinde Flecke. Wie Augenleiden das Werk von Künstlern
beeinflussen“

Donnerstag, 20.07.2006, 19.30 Uhr Vortragssaal Neue Staatsgalerie


Dass die Sehkraft mit zunehmendem Alter schwindet, erleben fast alle
Menschen. Besondere Bedeutung hat dies jedoch für jene, die - wie Maler
oder Bildhauer - Gesehenes künstlerisch umsetzen wollen. Welchen
Einfluss haben Augenkrankheiten wie z.B. Linsentrübung ("Grauer Star")
auf die Arbeitsweise berühmter Künstler? Kann man aus der Veränderung
des Malstils eines Künstlers auf eine veränderte Wahrnehmung der Umwelt
schließen? Folgt gar aus einer bestimmten Erkrankung eine
charakteristische Änderung der Darstellung? Oder handelt es sich doch
eher um die individuelle künstlerische Weiterentwicklung des jeweiligen
Malers?

In seinem Vortrag verbindet Ralf Dahm Medizin und Kunstgeschichte und
beschreibt, wie die prominenten KünstlerInnen Claude Monet, Edgar Degas
oder Mary Cassatt auf ihre Augenkrankheiten reagiert haben und wie sich
diese Leiden in ihren Werken spiegeln. Auch das Phänomen der
Farbblindheit wird angesprochen.

Dr. Ralf Dahm ist als Entwicklungsbiologe Forschungsgruppenleiter am
Zentrum für Hirnforschung der Medizinischen Universität Wien und
langjähriger Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für
Entwicklungsbiologie in Tübingen.

Der Eintritt für den Vortrag beträgt € 4,50 / € 3; Mitglieder des
Stuttgarter Galerievereins frei.


Yvonne Mielatz
Staatsgalerie Stuttgart
Presse - Kommunikation
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D-70038 Stuttgart

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