Von Kunstakademie Stuttgart am 23. Mai 2008 um 16:17

Sehr geehrte Damen und Herren,

auf Einladung von Alexander Roob, Professor für Freie Grafik und Malerei, kommt die Kunsthistorikerin Dr. des. Annabelle Görgen an die Akademie. Görgen ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Museumspädagogik der Hamburger Kunsthalle, derzeit schreibt sie an einer Publikation über die so genannten „Inkohärenten“ im 19. Jahrhundert. Ihr Vortrag im Rahmen der Vorlesungsreihe des "Melton-Prior-Instituts für Reportagezeichnung" von Prof. Roob widmet sich diesem Thema.

Näheres zum Inhalt des Vortrags:
Das surrealistische Verfahren der poetischen Zündung, die Methode der Kombinatorik, und der häufig sprachspielerische und schwarze Humor erhalten durch die Erforschung einer wenig bekannten Pariser Künstlergruppe des späten 19. Jahrhunderts einen neuen historischen Hintergrund: Die Arts incohérents waren zwischen 1882 und 1893 eine Gruppe von Kunstparodisten, die sich selbst nicht ernst nahm. Doch die Rolle der „inkohärenten Künste“ als Vorläufer und Anreger der Surrealisten wird offensichtlich in Gegenüberstellungen von surrealistischen und inkohärenten Werken und Objekten – wie Duchamps L.A.O.O.Q. oder Magrittes und Dalís Venus, – aber auch von Arbeitsmethoden und Grundlagen wie Haltung zum Bürgertum, zum Lachen, zur Stellung zwischen Kunst und Spektakel, zum Selbstverständnis der Künstler etc.. Die vergessene Künstlergruppe muß daher aus heutiger Sicht ernst genommen werden, wie die Abhängigkeit der Werke der Surrealisten von dem Fumismus – der Blufferei – des 19. Jahrhunderts. Dies gilt umso mehr, als Belege für konkrete Kenntnis der Arts Incohérents durch Breton und Duchamp geliefert werden können. (Quelle: Prof. Alexander Roob).

Weitere Informationen im Internet:
Melton-Prior-Instituts für Reportagezeichnung, http://www.meltonpriorinstitut.org
Prof. Alexander Roob, http://www.alexanderroob.org

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Melton-Prior-Lecture 11 - Annabelle Görgen, Hamburg:
„Antihaltung mit System: Die Arts Incohérents. Eine vergessene Kunst und die Folgen“
Dienstag, 27. Mai um 19 Uhr
Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
Alte Aula Altbau
Am Weißenhof 1, 70191 Stuttgart
Der Eintritt ist frei
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über Ihr Kommen würden wir uns freuen.
Für eine Berücksichtigung in Form von Ankündigung und/oder Bericht danken wir im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen
Katrin Lessing
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Dipl.-Red. (FH) Katrin Lessing
Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
Pressereferat
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70191 Stuttgart
T +49(0)711.28440-152
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