Von Filmhaus Stuttgart, Oberwelt, Künstlerhaus Stuttgart, DIALEKT Kulturdirektion, Fluctuating Images, Gedok Stuttgart am 04. Januar 2006 um 00:00



Wie in den Vorjahren läuft vor dem Filmwinter-Festival ein umfangreiches Aufwärmprogramm, das in Kooperation mit zahlreichen Stuttgarter (Kultur-)Institutionen stattfindet.

http://www.filmwinter.de




"Urheberrecht und Internet" (Podiumsdiskussion)
Chaos Computer Club Stuttgart
Filmhaus, Saal 2, 12.01.06, 19 Uhr


Der technische Forschritt teilt die Musik- und Filmkonsumenten in zwei Lager: diejenigen, die immer noch in den Laden gehen oder CDs per Versand bestellen und die ins Kino gehen, und diejenigen, die Musik und Filme per Filesharing im Internet "erwerben". Letztere investieren unbeeindruckt von gesetzlichen Verboten und unter Umgehung von Kopierschutzmaßnahmen lieber in CD- und DVD-Brenner und breitbandigen Internetzugang als in käufliche Medien und Kinobesuche.

Das System der Musikindustrie droht indes zu kippen: besteht auf seiten der Musikindustrie eine Mitschuld an der Misere? Warum wurden CDs nie billiger, wie bei ihrer Einführung versprochen wurde? Warum erhält ein Künstler vom Verkaufspreis einer CD nur ca. einen Euro, so daß selbst mancher hartgesottene Fan kaum noch motiviert ist, den Tonträger zu erwerben und lieber Konzerte besucht und T-Shirts kauft, um seine Band zu unterstützen? Bei Kinobesuchen werden inzwischen die Kinogänger, also diejenigen, die noch Geld für Eintrittskarten bezahlen, pauschal kriminalisiert und müssen z.T. schon Taschenkontrollen über sich ergehen lassen. Was tut die Filmindustrie dagegen, daß die Filme schon ab Werk gestohlen werden?

Und was sagen die Gesetze? Hilft es überhaupt, etwas zu verbieten, was technisch kaum zu unterbinden ist? Wie sieht ein heute gängiger Kopierschutz aus und was kann er wirklich leisten?

Diese Fragen sollen von allen Seiten beleuchtet werden, wobei jede Interessensgruppe ihre Motive darlegen kann.





Marie Voignier: Working Ghosts (Ausstellung)
Oberwelt (OW), 13.01.06, 19 Uhr

Die Ausstellung in der Oberwelt umfaßt zwei Videoarbeiten der Pariser Künstlerin Marie Voignier. „Ghosts“ (Les fantômes) zeigt einen Mann im Anzug, der in einem Büro ein virtuelles Firmenkonzept erläutert. Dieses Konzept beschreibt ein Coachingunternehmen, in dem die Seminarteilnehmer in einem nachgestellten Büro als Angestellte auftreten. Das zweite Video, „Western DDR“, erzählt die Geschichte der Schließung eines Western-Freizeitparks, der nur eine Saison lang geöffnet war. Ein paar Cowboys führen – ohne Publikum – einige Szenen vor. Marie Voignier, geb. 1974, hat an der Ecole nationale des beaux-arts in Lyon studiert. Sie ist Gewinnerin des Lyon Paris-Preises 2004 und Stipendiat an der Cité Internationale des Arts 2005. Ihre Arbeiten wurden auf unterschiedlichen Ausstellungen und Filmfestivals präsentiert.




1.Visual Music Party
Freitag, 13. Januar 2006, 20.30 Uhr
Künstlerhaus Stuttgart (KH)


Im Künstlerhaus präsentiert “Visual Music” erstmals Arbeiten der Mitwirkenden und lädt zum Kennenlernen der Initiative ein.

Die Initiative “Visual Music” thematisiert Produktion, Präsentation und Reflexion dieser Kunstrichtung. Sie ist ein Zusammenschluss von VJs, Musikern, Kunstwissenschaftlern, Kuratoren und Vertretern verschiedener Kunst- und Kulturinstitutionen und wurde Mitte des Jahres 2005 gegründet.





Mario Canali: EMOTEC (Ausstellung)
Galerie der DIALEKT-Kulturdirektion /Rocker 33 (RO)
Finnisage, 14.01.06 19:00


Die Kunstausstellung EMOTEC präsentiert erstmals das Gesamtœuvre des Medienkünstlers Mario Canali, Pionier der elektronischen und digitalen Kunst in Italien. In einer Retrospektive werden die bedeutendsten Werke seines dreissig Jahre andauernden Kunstschaffens in der Galerie der DIALEKT-Kulturdirektion in Stuttgart vom 09.12.2005 bis 15.01.2006 ausgestellt. Canalis künstlerische Laufbahn wird in allen drei Phasen dokumentiert: Malerei, Computergraphik, die er mit der Gruppe Correnti Magnetici realisierte, und die interaktiven Installationen, welche er bis heute weiter entwickelt. In einen Team von Technikern, Designer und Psychologen forscht Canali im Bereich Virtuelle Realität und der neuen Technologien, um eine Interaktion mit dem Publikum zu ermöglichen. „Satori“ (1993) war eine der ersten Installationen in Europa, die die Darstellung von virtueller Realität zu expressiven Zwecken nutzte. In seinen nachfolgenden Installationen begann Canali mit Körperparameter evozierenden Interaktionen zu experimentieren, welche durch aktive Teilnahme des Benutzers Bilder, Sounds und Szenarien generieren.





Musical Studies and Visual Loops mit Robin Hofmann (Pulver Records, Stuttgart), DJ Jaywalk und Vincent Geisel
Fluctuating Images (FI), 14.01.06, 21 Uhr





Manon Labrecque: Day and Night Zero Gravity (Ausstellung)
(mit einem Einführungsvortrag von Nicole Gingras, Montreal) Gedok, 17.01.06, 19 Uhr

Manon Labrecque präsentiert die beiden Videos „Carnet de voyages“ (Travel Notebook) von 2005 und „La petite vision“ von 1994. Beide Arbeiten beschäftigen sich mit der Irritation von Perspektive und der Destabilisierung des Verhältnisses von Körper und Raum. Labrecque hat zeitgenössischen Tanz und Visual Arts in Montreal studiert. Seit 1991 entwickelt sie Performances, kinetische Skulpturen und Videos für Ausstellungen und Festivals.





Michael Dreyer: Pianistin, eine Aufnahme ‚elektronischer Klänge‘ von Stockhausen anhörend
Installation 18.01.-27.01.06, Performances 17.01. und 24.01., Diskussionen 23.01. und 26.01.
Künstlerhaus Stuttgart (KH)


Installation zum Verhältnis von Autor, „Werk“ und Repräsentation, bestehend aus Musikinstrumenten (Flügel und Synthesizer) und Grafiken. Konzipiert vom Stuttgarter Künstler Michael Dreyer. Innerhalb dieser Installation läßt Dreyer verschiedene Performances, konzertartige Vorführungen und Diskussionen stattfinden. Unter Beteiligung von Helmut Draxler, Diedrich Diederichsen, Otto Kränzler, Wilhelm Beermann, Ludwig Rehberg, Wolfgang Dauner u.a.


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