Von WKV Wuertt. Kunstverein Stuttgart am 07. November 2013 um 12:55


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WKV STUTTGART: ERINNERUNG
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Freitag, 7. November 2013, 19 Uhr
Vortrag von
FRANCIS HUNGER
über den Architekten
HANNES MEYER

"Tradition der Erbfeind, Modernismus der falsche Freund. Ãber den
Architekt Hannes Meyer"

Francis Hunger beleuchtet in seinem Vortrag den Architekten und
zeitweiligen Direktor des Bauhauses Dessau, Hannes Meyer, der einer
doppelten Form des Vergessens unterworfen wurde: In der DDR dauerte es bis
Mitte der 1980er-Jahre, bis sein vom Stalinismus diskreditiertes Schaffen,
welches grob der funktionalistischen Architektur zuzuordnen ist,
rehabilitiert wurde. Es unterlag dem Vorwurf des sogenannten Formalismus.
In der Bundesrepublik wurde er wiederum wegen seiner kommunistischen
Gesinnung von der Kunstgeschichtsschreibung mit Skepsis behandelt.

Hunger verfolgt Meyers Weg von Dessau in die Sowjetunion und zurück in die
Schweiz sowie seinen Gesinnungswandel vom linken Sozialdemokraten zum
(stalinistischen) Kommunisten. Er stellt Meyer in eine Reihe von
Künstler/innen der Moderne, die in den 1920er und 1930er Jahren aus dem
Westen in die junge Sowjetunion mit ihren VerheiÃungen, Utopien zu
realisieren, gingen.

Hunger nimmt damit Bezug auf seinen Blog Nothere
(http://nothere.irmielin.org) und auf die in der Ausstellung "Der Ungeduld
der Freiheit Gestalt zu geben" vertretene Arbeit "Tolpa", die ebenfalls
nach dem Verhältnis der proletarischen Massen zur künstlerischen
Avantgarde fragt.

Info:
http://www.wkv-stuttgart.de/programm/2013/ausstellungen/ungeduld-der-freiheit/ueber-hannes-meyer
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8.+ 9. November 2013, jeweils 13â18.30 Uhr
LIFSCHITZ SEMINAR
Mit und von
DMITRY GUTOV + DAVID RIFF
Sprache: Englisch
LAST CALL: BITTE ANMELDEN UNTER


Im Rahmen der Ausstellung "Der Ungeduld der Freiheit Gestalt zu geben"
stellen die beiden Moskauer Künstler Dmitry Gutov und David Riff das 1994
in Moskau gegründete Lifshitz Institute vor, das sich der Sichtung und
Neuinterpretation des Werks und Nachlasses des sowjetischen Denkers
Michail Lifschitz (1905â1983) widmet. Lifschitz ist eine der, so Gutov,
wohl unzeitgemäÃesten und âparadoxesten Erscheinungen der
kommunistischen Epocheâ. Der Literatur- und Kunstwissenschaftler ist
ebenso berühmt für seine in den 1930er-Jahren entdeckte âverborgene
Ãsthetikâ bei Marx, wie er für seinen orthodoxen Marxismus und
seine konservative anti-modernistische Kulturkritik berüchtigt ist.
Letztere fand ihren Höhepunkt in seiner 1968 erschienenen Schrift Krise
des HäÃlichen. Vom Kubismus zur Pop Art von 1968. Gutov und andere
dagegen sehen ihn als einen wesentlich facettenreicheren Denker der
Zwischenräume der Geschichte und machen in seinem Werk einen
anti-stalinistischen Kern aus.
In dem zweitägigen Seminar führen Gutov und Riff in die umstrittenen
Schriften und Gedanken von Lifschitz ein und stellen ihre Relektüre
derselben zur Diskussion.

Info:
http://www.wkv-stuttgart.de/programm/2013/ausstellungen/ungeduld-der-freiheit/lifschitz-seminar


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