Von Claudia Mitev am 01. Oktober 2010 um 16:04

Wer im Alltag von *Zukunftsmusik* spricht, möchte damit andeuten, dass
etwas noch in weiter Ferne liegt. Entgegengesetzt verhält es sich mit
dem Festival Zukunftsmusik, das Musik der Jahrhunderte und das Netzwerk
Süd in Zusammenarbeit mit der KulturRegion Stuttgart vom 1.-10. Oktober
2010 veranstalten.

Zur feierlichen Eröffnung laden die *KulturRegion Stuttgart und Musik
der Jahrhunderte* ins Zentrum an der Halle in Ostfildern, wo *Paolo
Perezzanis Komposition Au bord du sens* auf Texte des französischen
Philosophen Jean-Luc Nancy zum ersten Mal erklingt. Es war nicht leicht,
die erforderliche Anzahl von Interpreten zu rekrutieren: Beinahe
zweihundert Mitwirkende fordert das Stück. Neben zahlreichen Schülern
der Ostfilderner Musikschule, Ostfilderner Chören und Sangesfreudigen
wirken die Neuen Vocalsolisten und das Schlagquartett Klaus Dreher mit.
Andrea Molino leitet den Abend, der von Deutschlandradio Kultur direkt
übertragen wird.

Am Samstagmorgen gibt *Johannes Kreidler*, gebürtiger Esslinger, den
inzwischen demonstrationserfahrenen Menschen aus dem Stuttgarter Raum
Einblick in eine neue Art des öffentlichen Protests: Die erste
Roboterdemonstration ist Teil seiner Performance *Arbeitsmarktplatz
Esslingen*, in der Kreidler musikalisch-konzeptuell unmittelbar neben
dem Esslinger Marktplatz auf die Arbeitsmarktsituation eingeht.

Weiter geht's zur Ausstellungseröffnung von *Mario Verandi*, der
Menschen mit Migrationshintergrund nach ihrem Weg nach Backnang gefragt
hat und die vielsprachigen Geschichten in eine Klanginstallation
transformiert hat. Einmalig wird die Klanginstallation, die bis zum 10.
Oktober im Backnanger Bürgerhaus zu erleben sein wird, am Samstag um die
Musik von vier Live-Musikern erweitert.

in Rechberghausen schließlich schlägt *Gordon Kampe* ein neues Kapitel
in der Sinfonie-Geschichte auf, mit Sinfonia im Bahnhof, Scherzo unter
der Brücke und Adagio in der Gruft. Ein Stück, das sich zunehmend an
Rechberghausen anpasst, bis schließlich gar die Häuser Rechberghausens -
die Rechberghäuser - in das Konzert mit einstimmen.

Am Sonntag dann Musik im Gefängnis und bei den Staufern: Ein
dreiköpfiges Team um den Komponisten *Niklas Seidl* hat für zwei Wochen
mit Inhaftierten der *JVA Gotteszell* gearbeitet, sich mit ihrem Alltag
und dem Zusammenleben beschäftigt und das Ergebnis der Workshops in
einer Musik- und Videoperformance zusammengefasst.

*Sergej Newski* hat den Beitrag der Zukunftsmusik zum Staufer-Jahr
präpariert. Zum Jubiläum ziehen mehrere Blaskapellen den Hohenstaufen
hinauf, wo am Ende neue Vertonungen von zwei Liebesgedichten des
Stauferkaises Friedrich II. erklingen werden.

Tagesaktuell werden kurze Videopodcasts die Ereignisse des Tages
zusammenfassen -- ergänzt durch Fotografien und atmosphärische
Eindrücke. Besuchen Sie unsere Seite http://www.zukunftsmusik-das-festival.de.

--
Claudia Mitev
Musik der Jahrhunderte | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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